4:1 gegen Donetsk und eine Runde weiter. Klar, dass alle Beteiligten hochzufrieden sind und dem Sieg große Bedeutung beimessen.

Peter Fischer: Donetsk ist teilweise gar nicht zu verteidigen. Aber wir haben mit Teamgeist und Leidenschaft gegen große individuelle Klasse dagegengehalten. Das Stadion hier ist famos. Hier ist es sehr schwer, uns zu schlagen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn das ganze Stadion mit VIP-Logen und allem steht. Wenn du das einatmest und inhalierst, ist das ein tolles Gefühl. Meine Lebenspartnerin hat am 7. März Geburtstag, ich am 14. März. Wir werden also zwei tolle Spiele erleben. Der Gegner ist mir fast egal, ich würde nur nicht gerne nach England reisen. Weil das sehr, sehr schwer werden würde.

Fredi Bobic: Das ist ein magischer Moment. Wir haben einen tollen Abend gehabt. Das 3:1 war ein gut ausgespielter Konter, die Jungs haben das gut gemacht. Der Erfolg gibt uns Kraft. Eigentlich sollten die Jungs regenerieren, aber auch dieser Jubel gibt Kraft. Nun können wir entspannt die Auslosung verfolgen. In England und Spanien gibt’s tolle Vereine, gegen die wir spielen könnten. Aber du musst es nehmen, wie es kommt.

Adi Hütter: Es war ein schweres Spiel. Gegen eine solche Mannschaft mit 4:1 ins Achtelfinale einzuziehen ist etwas ganz Besonderes. Dass unsere Sturmspitzen alle vier Tore erzielt haben, ist zusätzlich schön. Aber der gesamten Mannschaft gebührt ein riesen Kompliment. Sie hat heute taktisch, läuferisch und kämpferisch dagegengehalten und die Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Dadurch, dass Gelson Fernandes ausgefallen ist, der Einsatz von Sebastian Rode bis gestern fraglich war und David Abraham wieder zur Verfügung stand, hat sich die Möglichkeit ergeben, Makoto Hasebe im defensiven Mittelfeld aufzubieten. Sowohl Makoto als auch Martin Hinteregger als zentraler Innenverteidiger haben ihre neuen Aufgaben sehr gut gelöst. Wenn man in der K.o.-Phase auswärts 2:2 spielt, kommt es darauf an, im Rückspiel zuhause in die nächste Runde einzuziehen. Deshalb war es für mich klar, dass wir defensiv sehr, sehr gut arbeiten und speziell im Mittelfeld eng zusammenstehen müssen. Das heute war unsere beste Leistung in der Rückrunde, wenn nicht sogar in der gesamten Saison, weil wir fast alles richtig gemacht haben. Dass man gegen Shakhtar nicht jede Chance verhindern kann, ist logisch. Nichtsdestotrotz habe ich gegen den Ball eine extrem geschlossene Mannschaftsleistung gesehen. Auch mit dem Ball waren wir heute besser. Der Europacup beflügelt die Mannschaft. Wenn man eine solche Unterstützung wie heute erfährt, möchte man das auf dem Platz zurückgeben, das ist uns heute gelungen. 

Danny Da Costa: Es war ein intensives Spiel, das geht nicht ganz spurlos an uns vorbei. Ich habe auch einen abbekommen, aber bis Sonntag geht’s wieder. Wir haben 90 Minuten stark verteidigt und hatten eine enorme Einsatzbereitschaft. Donetsk hat gezeigt, dass sie enorme Qualität haben. Wir haben viele Situationen auch spielerisch gut gelöst. Insgesamt war es ein sehr guter Auftritt von uns. Wenn man sieht, wie wir unter Druck standen und dagegengehalten haben, war das beeindruckend. Der Anschlusstreffer hat Donetsk Kraft gegeben. Uns war klar, dass wir nicht alles verteidigen können. Wir hatten ein bisschen Glück, dass die zwei Bälle an die Latte gehen. Dann kam im richtigen Moment das 3:1, die Partie war danach entschieden. Wir genießen, dass wir im Achtelfinale stehen. Die Fans haben uns unheimlich gepusht. Man hatte das Gefühl, dass das Stadion zusammenbricht. Was unsere Fans leisten, ist weltweit einmalig. Ich bin auch für sie froh, dass wir weitergekommen sind, weil sie dann weiter durch Europa reisen dürfen. Wir haben Selbstvertrauen durch diesen Sieg getankt.

Kevin Trapp: Ich habe noch nie so etwas Lautes gehört wie beim 3:1. Eine sensationelle Stimmung war das.

Makoto Hasebe: Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan, weil wir alle drei, vier Tage ein Spiel haben und Shakhtar eine sehr starke Mannschaft hat. Ich habe auf einer anderen Position gespielt als zuletzt. In der ersten Halbzeit hatte ich ein komisches Gefühl, in der zweiten Halbzeit habe ich besser gespielt. Ich bin erfahrener Spieler, das habe ich gezeigt. Die Fans haben uns unglaublich unterstützt. Ich merke den Unterschied, wenn wir international spielen. Die Stimmung im Stadion ist etwas anders, ich habe heute etwas mehr Motivation gespürt. Meine Wunschlose sind Arsenal oder Chelsea. Der Sieg war nach den fünf Remis enorm wichtig.

Sebastian Rode: Es war ein großer Kampf gegen einen sehr guten Gegner. Wir mussten alles raushauen mit den Fans im Rücken. Das Stadion hat geknistert. Umso schöner ist es, dass es ein geiler Abend geworden ist. Nach dem 2:1 hätten wir besser mit dem Ball spielen müssen. Es war wichtig, dass wir nicht das 2:2 kassiert und den Sack zugemacht haben.

Luka Jovic: Wir haben unser Bestes gegeben und die Taktik des Trainers sehr gut umgesetzt. Wenn wir zusammenspielen, ist kein Gegner zu groß. Beim 1:0 hat Danny mich endlich auch mal gesehen (lacht). Spaß. Mein Wunschgegner ist Dinamo Zagreb, dort habe ich ein paar Freunde.

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