Auch wenn alle Beteiligten das 3:0 gegen Leverkusen als Gemeinschaftswerk betrachten, stand hinterher vor allem ein – etwas übermüdeter – Frederik Rönnow im Mittelpunkt.

Cheftrainer Adi Hütter: Ich freue mich riesig über den heutigen Sieg. Die Grundlage haben wir in den ersten 25 Minuten gelegt, als wir Bayer den Schneid abgekauft und auch guten Fußball gespielt haben. Die erste Halbzeit war sicher unsere beste in dieser Saison. In der zweiten Halbzeit hat man die Klasse von Leverkusen gesehen. Da hatten wir auch die nötige Portion Glück, die man gegen ein Spitzenteam braucht. Wir haben viel Emotionalität in das Spiel gelegt und verdient gewonnen. Wir müssen uns auch bei Frederik Rönnow bedanken, der gestern Vater geworden ist und heute großartig gehalten hat.

Makoto Hasebe: Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass wir anders auftreten müssen als beim 1:6 in Leverkusen im Mai. Wir haben von Anfang an unser Spiel durchgezogen, waren aggressiv, zweikampfstark, leidenschaftlich. Wenn wir so spielen, können wir viel erreichen. Wichtig ist auch, dass wir von der Bank nachlegen konnten. David hat Almamy eins zu eins ersetzen können, das war für die defensive Stabilität wichtig. Heute war nicht nur das Ergebnis sehr gut, sondern auch die Leistung. Das war Powerfußball!

Gelson Fernandes: Frederik Rönnow hat sich diesen Tag heute absolut verdient. Er hat über ein Jahr lang die richtige Mentalität beweisen und heute gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann. Hätten wir das dritte Tor früher gemacht, hätten wir etwas einfacher gehabt, weil Leverkusen in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht hat. Es war viel Tempo im Spiel, dazu gehören immer zwei Mannschaften. Der Sieg heute gibt uns mit Blick auf die nächsten schwierigen Wochen ganz viel Selbstvertrauen.

Frederik Rönnow: Es ist heute ein sehr emotionaler Tag für mich, weil mein Baby gestern morgen um 6 Uhr geboren wurde und ich sehr wenig geschlafen habe. Umso glücklicher bin ich über den Sieg und unsere Leistung heute. Es war ein schweres Spiel, weil lange wenig auf mein Tor kam und dann auf einmal sehr viel. Da musst du als Torhüter sofort hellwach sein. Ich bin im Moment einfach nur glücklich und stolz, es war ein sehr emotionales Spiel für mich. Ich habe immer hart trainiert und auf den Moment hingearbeitet, als ich gebraucht wurde. Der ist nun gekommen.

Goncalo Paciencia: Die Stürmer stehen immer besonders im Fokus. Deswegen bin ich glücklich, heute wieder zwei Tore erzielt zu haben. Es ist mein Job, der Mannschaft mit Toren zu helfen. Wir freuen uns alle für Freddy, er hatte keine leichte Zeit. Vor kurzem wurde seine Tochter geboren, heute hat er ein großartiges Spiel gemacht. Mit wem ich vorne zusammenspiele, ist egal. Wir verstehen uns alle sehr gut und wollen immer gewinnen. Wir haben viele Spiele, da bekommt jeder seine Einsatzzeit.

Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): Gratulation an Adi und die Eintracht zu einem verdienten Sieg. Wir haben es heute nicht verdient, vor allem, weil unsere ersten 20 Minuten einfach schlecht waren. Bei Ballbesitz waren wir nicht gut genug und ohne Ball noch schlechter. Wenn man dann 0:2 zurückliegt, hat man gesehen, wie schwierig es ist, das Spiel gegen eine Mannschaft wie Frankfurt zu drehen.

Lukas Hradecky: Die ersten 20 Minuten haben wir verpennt und Frankfurt zu viel Raum gelassen. Da war das Spiel schon verloren. In der zweiten Halbzeit waren wir zu ineffizient. Auch im eigenen Strafraum müssen wir besser verteidigen. So dürfen wir nicht mehr auftreten. Frederik Rönnow hat bewiesen, dass er ein starker Torwart ist. Ich freue mich für ihn, er ist ein super Typ.

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