Michael Hector, der im vergangenen Jahr beim DFB-Pokalhalbfinale in der Startelf der Adler stand, über besondere Erinnerungen und seinen Blick auf die Partie beim FC Schalke 04.

Michael, welche Erinnerungen hast du an das DFB-Pokalhalbfinale der Eintracht im vergangenen Jahr?

Michael Hector: Für mich persönlich war das Halbfinale erst mal ein wenig kurios. In der Liga hatte ich seit fast einem Monat kein Spiel mehr bestritten, und plötzlich stand der Trainer vor mir und erklärte mir, dass ich in der Startelf stehen würde. Und das bei solch einem großen Spiel! Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass dieser Sieg in Mönchengladbach sicherlich ein absoluter Höhepunkt meiner Karriere war. Eines der schönsten Gefühle, das ich als Fußballer erleben durfte. Dieser Sieg im Elfmeterschießen, das Feiern mit den Auswärtsfans, die Party in der Kabine und im Bus nach Hause...Das bleibt unvergessen.

Hättest du dir damals vorstellen können, dass die Eintracht nur ein Jahr später wieder im Halbfinale steht?

Das wünscht sich natürlich jeder Fan. Jeder hat davon geträumt, es in dieser Spielzeit direkt wieder bis ins Endspiel zu schaffen; bestenfalls natürlich sogar noch einen Schritt weiter. Und man muss sagen: Die Eintracht spielt in diesem Jahr richtig guten Fußball und steht in allen Wettbewerben zurecht dort, wo sie steht.

Was legst du deinen Teamkollegen vor der Partie auf Schalke ans Herz?

Schafft es ins Elfmeterschießen und lasst Lukas Hradecky das erledigen, was er am besten kann! (lacht) Aber mal im Ernst: Die Jungs sollen ihr Spiel durchziehen und mit Selbstvertrauen an die Sache rangehen. Dann besteht die Chance, diese Partie zu gewinnen.

Du spielst nun bei Hull City in England. Verfolgst du die Eintracht nach wie vor?

Es ist verrückt, ich verfolge die Bundesliga nun total intensiv. Ich schaue mir jedes Spiel der Eintracht an, das in Großbritannien übertragen wird. Außerdem stehe ich noch in regelmäßigem Kontakt mit einigen alten Teamkollegen. Ich hatte schon die ganze Zeit vor, auch noch mal ein Spiel in Frankfurt zu besuchen, aber der Spielplan der englischen Liga ist enorm eng gestrickt. Eines ist allerdings klar: Wenn die Jungs es ins Finale schaffen, werde ich da sein!

Wie läuft es für dich bei Hull City?

Die Saison läuft für uns leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt und erhofft hatten. Ich persönlich bin dennoch nicht unzufrieden, da ich eine Vielzahl von Spielen bestreiten durfte und damit mein Spiel weiter verbessern konnte. Das wird mir für die Zukunft helfen.

Der Jamaikaner Michael Hector trug in der Saison 2016/17 das Trikot der Eintracht. Die Leihgabe vom FC Chelsea absolvierte 27 Pflichtspiele für die Adler, in denen ihm ein Tor gelang. Sowohl im DFB-Pokalhalbfinale als auch im Endspiel in Berlin stand der Defensivspezialist in der Startelf. Im Sommer des vergangenen Jahres kehrte Hector zu Chelsea zurück, derzeit ist er an den englischen Zweitligisten Hull City ausgeliehen.

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