Kurz vor Toresschluss zaubert die Eintracht Martin Hinteregger aus dem Hut. Die Referenzen des Österreichers sind bemerkenswert.

Im November noch Gegner, heute Kollegen: Martin Hinteregger und Danny Da Costa.
Im November noch Gegner, heute Kollegen: Martin Hinteregger und Danny Da Costa.

Bereits in jungen Jahren feierte der 26-Jährige dreimal das österreichische Double: 2012, 2014 und 2015 jeweils mit Salzburg, darunter im letzten Jahr unter dem Trainer Adi Hütter. Bereits zuvor hatte das Kraftpaket sämtliche Nachwuchsteams der Bullen durchlaufen, in deren Stall er mit 13 Jahren von seinem Heimatverein SGA Sirnitz gewechselt war. Der in Feldkirchen bei Kärnten aufgewachsene Hinteregger packte 2010 den Sprung zum Profi, brachte es gleich in seiner Debütsaison auf 27 Spiele und avancierte 2012 zum Kapitän.

Bevor sich der 1,86-Meter-Mann als Innenverteidiger etablierte, behauptete er sich in der Jugend vornehmlich als Linksverteidiger. So wie phasenweise auch bei Borussia Mönchengladbach, wo er in der Rückrunde 2016/17 das Licht der deutschen Bundesligawelt erblickte. Nach zehn Partien kehrte der Allrounder, der gerade in Salzburg bisweilen auch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam, zunächst nach Österreich zurück. Noch im selben Sommer ging es zurück von der Alpen- in die Bundesrepublik. Statt an den Niederrhein aber nach Bayern, zum FC Augsburg, wo er in kürzester Zeit zum Abwehrchef reifte. Bis heute bringt es Hinteregger auf insgesamt 89 Bundesligapartien, in denen ihm fünf Tore gelangen – das erste ausgerechnet am 15. Spieltag 2016/17 zum 1:0-Siegtreffer gegen die Fohlen aus Mönchengladbach. Der wuchtige Offensivkopfball des Linksfußes mit herausragender Spieleröffnung ist nicht weniger gefürchtet als dessen Schussgewalt.

Erfahrener Nationalspieler

In erster Linie überzeugt der Abwehrspezialist aber durch seine Defensivqualitäten, die er seit November 2013 auch in der Nationalmannschaft zur Geltung bringt. So blieb die ÖFB-Auswahl in der Qualifikation zur EM 2016 in fünf Partien mit Hinteregger viermal ohne Gegentor und holte 13 Punkte, ehe sich das Zweikampfmonster am Knie verletzte. Doch rechtzeitig zur Kontinentalmeisterschaft wieder fit kam Hinteregger in sämtlichen drei Vorrundenspielen über 90 Minuten zum Einsatz. Bis heute bringt es der leidenschaftliche Jäger auf 37 Länderspiele.

Ein noch größeres Faible besitzt Hinteregger wiederum für die Rückennummer 36, die ihn seit seinem Profidebüt mit 17 Jahren fast ununterbrochen begleitet. Ab sofort wird die 13 seinen Rücken zieren – bei der Eintracht.

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