Kaum in Frankfurt angekommen, stand Martin Hinteregger nach nur einem Training in der Startelf. Wie es ihm gegen Dortmund und den darauffolgenden Tagen in Frankfurt erging, verrät er heute.

Begehrter Gesprächspartner: Martin Hinteregger fühlt sich nach einer Woche in Frankfurt sichtlich wohl.
Begehrter Gesprächspartner: Martin Hinteregger fühlt sich nach einer Woche in Frankfurt sichtlich wohl.

Martin, wie hast du dein Eintracht-Debüt im Topspiel gegen Borussia Dortmund erlebt?
Es war sicher ungewöhnlich, nach nur einer Trainingseinheit mit der Mannschaft sofort in der Startelf gestanden zu haben. Die gesamte Mannschaft, jeder einzelne Spieler, hat mir extrem dabei geholfen, diese neue Erfahrung zu meistern. Deshalb war es für mich insgesamt relativ einfach, mich nach einem Tag schnell eingefunden zu haben. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich als Linksfuß auf der ungewohnten rechten Seite verteidigt habe, war meine Leistung aus meiner Sicht ganz ordentlich. Ich habe von Minute zu Minute besser in die Partie hineingefunden. Für mich persönlich war es einfach wichtig, einen guten Einstand zu haben.

Neue Position, neue Kollegen und dann gleich gegen den Spitzenreiter. Wie hast du diese Herausforderungen bewältigt?
Ich habe mir mich mit einigen Namen naturgemäß noch schwergetan. Es ist nicht einfach, sich bei einem neuen Verein auf einen Schlag 40, 50 neue Kollegen merken zu können. Dazu zähle ich nämlich nicht nur die Spieler, sondern den gesamten Trainer- und Betreuerstab. Schon einen Tag später steht man mit einigen von ihnen auf dem Platz, kennt noch nicht alle Laufwege und ist logischerweise noch nicht eingespielt. Umso bedeutender war die Hilfe meiner Mitspieler wie Makoto Hasebe neben mir oder unserem Kapitän David Abraham, der mich vor und dem Spiel extrem unterstützt hat.

Welche Eindrücke konntest du in der ersten kompletten Trainingswoche mit dem Adler auf der Brust gewinnen?
Wirklich ausschließlich positive. Jeder Eintracht-Fan kann extrem stolz auf diese Mannschaft sein. Unter den Spielern finden sich viele verschiedene Charaktere, wodurch sich die Arbeit umso spannender gestaltet. Daraus entsteht ein brutaler Zusammenhalt, der in dieser Form für mich neu ist. Die darauffolgenden Tage haben diesen Eindruck bestätigt, zudem habe ich weitere Personen und Namen kennen gelernt. Mittlerweile finde ich mich schon sehr gut im Stadtwald zurecht, weiß wo ich was finde. Nicht zuletzt weiß ich jetzt im Training, wie jeder Einzelne tickt, was für die kommenden Aufgaben extrem wertvoll ist.

Dein Wechsel zur Eintracht kam zustande, nachdem du vom FC Augsburg freigestellt wurdest. Wie blickst du mit etwas Abstand auf die Vorkommnisse?
Der Satz ist direkt nach dem Spiel aus der Emotion heraus gefallen. Ich bin ein Typ, der aus seinem Gemütszustand kein Geheimnis macht. Fakt ist aber ganz klar, dass ich niemals die Absicht hatte, durch eine Aussage in der Öffentlichkeit einen Wechsel zu erzwingen. Wer mich kennt, weiß, dass ich so etwas nie machen würde. Ich habe mich in Augsburg immer wohl gefühlt und wünsche der Mannschaft nur das Beste.

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