Adi Hütter verdeutlicht den schmalen Grat zwischen Mut und Risiko, warnt vorm Dortmunder „Hochgeschwindigkeitsfußball“ und möchte den genommenen Lauf fortsetzen.

Cheftrainer Adi Hütter möchte Borussia Dortmund so wenig Räume wie möglich gestatten.
Cheftrainer Adi Hütter möchte Borussia Dortmund so wenig Räume wie möglich gestatten.

Adi Hütter über…

…die Bilanz in Dortmund: Gut erinnern kann ich mich vor allem an die 1:3-Niederlage in der Vorsaison. Dortmund ist eine der besten deutschen Mannschaften der vergangenen Jahre und hat in dieser Saison zuhause noch nicht verloren. Entsprechend höher hängen die Trauben. Trotz allem werden wir mit dem 2020 getankten Selbstvertrauen versuchen, ein sehr gutes Auswärtsspiel zu machen.

…die Ausgangssituation: Ich weiß nicht, ob es einfacher wäre, wenn Dortmund fünf Spiele am Stück gewonnen hätte. Dass der Druck nach zwei Niederlagen gestiegen ist, ist die eine Seite. Auf der anderen Seite kommen wir aus ihrer Sicht vermutlich auch nicht zum besten Zeitpunkt. Wenn Dortmund um die Meisterschaft spielen möchte, müssen sie gegen uns gewinnen. Wir wiederum möchten unseren Lauf fortsetzen. Deshalb erwarte ich eine interessante Partie.

…die eigene Herangehensweise: Der BVB hat in der Rückrunde Gegentore bekommen, indem sie im Spielaufbau den Ball verloren haben. Darüber hinaus steht die Borussia für Hochgeschwindigkeitsfußball mit Haaland und Sancho. Die Frage wird sein, wer Reus und Brandt ersetzt. Wir brauchen eine gute Balance, in den richtigen Momenten pressen oder uns fallen lassen. Dortmund Räume zu geben, wäre fatal.

…die aktuelle Höhenluft: Wir müssen keine besonderen Dinge tun. Mir ist vor allem wichtig, dass die Konzentration hochgehalten wird. Diese ist sowohl im Training, als auch im Spiel vorhanden.

…die Personalsituation: Außer den Langzeitverletzten wie Gelson Fernandes und Lucas Torró sind alle Mann an Bord. Bas Dost hat die gesamte Woche trainiert. Lucas arbeitet wirklich sehr, sehr hart an sich. Er hat im Vergleich zum Sommer eine enorme physische Entwicklung genommen. Auch seine Mentalität hat sich komplett geändert, seit er hier ist. Ich hoffe, dass er in den nächsten Wochen wieder zum Mannschaftstraining stoßen wird.

…die Spielvorbereitung: Wir fahren gut damit, unsere Gegner analytisch auseinanderzunehmen – wie sie es umgekehrt mit uns machen. Entsprechend versuchen wir, in den Trainingseinheiten möglichen Spielszenarien zu simulieren. Auf der anderen Seite sehe ich auch immer unser eigenes Spiel. Mir gefallen unsere aktuelle taktische Disziplin und Stabilität, wofür nur drei Gegentore in fünf Spielen stehen. Beides benötigen wir morgen umso mehr.


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