Kevin-Prince Boateng ist da! Am Freitag absolvierte der 30-Jährige den Medizincheck, schaute sich das Stadion und den Mannschaftsbereich an, war bei der Einkleidung, unterschrieb einen Vertrag bis 2020 und sprach über seine Ambitionen in der Mainmetropole.

Ganz entspannt war der gebürtige Berliner am Freitagnachmittag, als er über die Entstehung seines Engagements in Frankfurt sprach. "Wir waren zwar schon länger in Kontakt, aber konkret ist es erst in den vergangenen Tagen geworden. Ich bin froh, dass es so schnell geklappt hat", sagte der Offensivspieler, der die Eintracht als "großen Verein" bezeichnet und dort spielt, "wo der Trainer mich hinstellt". Auf Deutschland freut er sich freilich, hier hat er schon für drei Vereine in der Bundesliga gespielt. "Ich wollte wieder zurück, hier bin ich nicht weit weg von meiner Familie. Das passt. In der vergangenen Hinrunde hat die ganze Welt mitbekommen, dass hier guter Fußball gespielt wird", erzählte der ehemalige Herthaner, Schalker und Dortmunder. Fredi Bobic, Niko und Robert Kovac - das seien alles Verantwortliche, die er schon lange kenne. Von Niko Kovac hält er sehr viel, und daher erzählte er auch eine Anekdote dazu. "Als Niko seine Trainerkarriere begonnen hat, habe ich mich bei ihm gemeldet und gesagt, dass ich irgendwann mal unter ihm spielen will. Er war immer mein Vorbild, er kommt aus der gleichen Stadt und der gleichen Straße".

Sollte er am Sonntag in Freiburg schon einsatzberechtigt sein, wolle er Präsenz zeigen. "Mehr kann man noch nicht erwarten, ich habe noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Aber ich stehe voll im Saft, habe die Vorbereitung durchgezogen". Dass es mit der Spielberechtigung klappt, dafür wird im Hintergrund hart gearbeitet. Sportvorstand Fredi Bobic sagt dazu: "Wir haben alle Unterlagen fristgerecht eingereicht". Er sei sehr glücklich, dass der Transfer realisiert worden sei und hieß Boateng mit einem Wunsch für ihn willkommen: "Bleib gesund!"

Boateng läuft in Frankfurt mit der Nummer 17 auf. Diese war bisher für Jan Zimmermann reserviert. "Ich habe ihn freundlich gefragt, ob ich die 17 haben darf. Das ist eine meiner Lieblingszahlen. Er hat sie mir überlassen, dafür lade ich ihn zum Essen ein", scherzte er. Zimmermann spielt zukünftig mit der Nummer 37.