Es geht Schlag auf Schlag. Nach Arsenal am Donnerstag und Auslaufen am Freitag blickt der Cheftrainer auf den nächsten Topgegner.

Cheftrainer Adi Hütter weiß, dass die Entwicklung von Automatismen Zeit benötigen.
Cheftrainer Adi Hütter weiß, dass die Entwicklung von Automatismen Zeit benötigen.

Adi Hütter über…

…den Auftakt in die Gruppenphase: Ich muss klarstellen, dass wir gestern trotz allem ein sehr ordentliches Spiel gezeigt haben. Wir waren nicht komplett unterlegen. Sicher war das Umschaltverhalten nach hinten nicht gut, wir haben auch zu einfache individuelle Fehler begangen. Dafür hat mir das Spiel nach vorne gefallen, das Torschussverhältnis sagt schon alles. Das Ergebnis passt nicht zur Leistung. Wir bleiben ruhig und geduldig. Immerhin kamen gestern fünf Spieler zum Einsatz, die letztes Jahr noch nicht hier waren. Wenn wir den Spielern das entsprechende Vertrauen schenken, kann hier etwas entstehen. Natürlich könnte die Ausbeute noch etwas besser sein, aber wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg.

…das Defensivverhalten: Die Spieler, die hinten dran sind, brennen natürlich auf Einsätze. Aber es ist mir zu einfach, alles auf die hinterste Abwehrreihe zu schieben. Zur Abwehrarbeit gehören alle Spieler. Gegen Arsenal waren wir vielleicht auch zu euphorisch, haben uns mit zu vielen Spielern nach vorne eingeschaltet. Wir müssen die richtige Balance finden. Natürlich verfügt Arsenal über die Qualität, eine tief stehende Mannschaft auch spielerisch auszuhebeln. Aber wir hatten hinten zu viele Eins-gegen-eins-Situationen. Wir brauchen eine bessere Struktur, mehr Ordnung in unserem Spiel.

…das Duell gegen Dortmund: Wir treffen auf eine sehr schnelle und technisch gute Mannschaft, die ähnlich wie Arsenal spielt. Personell wird bei uns aber nicht dieselbe Mannschaft wie gestern auflaufen. Wir müssen so schnell wie möglich den Fokus auf Sonntag legen. Natürlich war Arsenal heute Thema, morgen analysieren wir die Borussia. Sie sind Favorit, nach Ballgewinnen sehr gefährlich. Aber wenn sie auf defensiv eingestellte Gegner wie zuletzt Union Berlin treffen, die eng gestaffelt stehen, bissig auftreten und schnell umschalten, können sie Probleme kriegen. Wenn wir unser Spiel richtig anlegen, bin ich überzeugt, dass wir eine gute Leistung abliefern. Dortmund über 90 Minuten zu neutralisieren, wird schwer. Zum richtigen Zeitpunkt braucht es auch das Quentchen Glück.

…die Personalsituation: Sebastian Rode wird nach seiner Prellung voraussichtlich kein Thema. Der Schlag war auf die Stelle der alten Verletzung. Es ist alles okay, dauert aber noch etwas. Es ist wichtig, dass der Knorpel gehalten hat. Mijat Gacinovic schon am Sonntag einzusetzen, wäre zu riskant. Er wird nächste Woche ins Training zurückkehren, um für Union wieder ein Thema zu sein. Bas Dost arbeitet täglich im physischen Bereich. Wir geben ihm durch Trainingseinheiten und Einsätze zum richtigen Zeitpunkt die Werkzeuge an die Hand, um das nötige Niveau zu erreichen. Das war innerhalb von drei Wochen nicht möglich. Mir gefällt, dass er das selbst erkennt, sagt und daran arbeitet.

…Trainingssteuerung: Wir haben viele neue Spieler, müssen übers Training Automatismen entwickeln. Natürlich wollen wir alle drei, vier Tage und international spielen. Die Schwierigkeit ist dann, dass wir selten gemeinsam trainieren können. Dieses Los kompensieren wir mit den verfügbaren Einheiten und Videoanalyse.


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