Makoto Hasebe erklärt in Tokio, was ihn so stark macht, warum er von den Menschen dort verehrt wird und er dennoch am liebsten für immer in Frankfurt bleiben will.

Schritt eins ist noch relativ einfach. Finger anfeuchten, eine Kugel Reis in die Hand nehmen und daraus eine längliche Rolle formen. Kein großes Problem für Makoto Hasebe. Aber danach wird es schwieriger: Fisch filetieren. Gleich mehrfach zeigt Masashi Inoue, Chefkoch des Restaurants „Daikanyama“ im Südwesten Tokios, wie es richtig geht. Auf den Schwung des Arms kommt es an, ebenso auf das Messer und den richtigen Ansatz. Ein paar Mal muss sich Hasebe korrigieren. Aber dann, tada, ist es geschafft. Der 35-Jährige platziert ein prachtvolles Stück Thunfisch auf dem Reis und streckt das fertige Sushi stolz der Kamera entgegen. „Das ist Sushi Toro! Nicht zu verwechseln mit Lucas Torró!“ sagt der Japaner lachend, der soeben zum ersten Mal überhaupt in seinem Leben Sushi selbst zubereitet hat. „Meine Landsleute lieben Sushi. Aber man macht das nicht zu Hause, das wird nur im Restaurant gegessen“, erklärt er weiter. „Schön, dass ich wieder etwas dazu gelernt habe. Es war nicht einfach, hat aber geklappt. Wobei der Chef des Hauses das deutlich besser kann.“

Hektik am Flughafen

Was Makoto Hasebe hier an der Sushi-Theke so glänzen lässt – sympathische Bescheidenheit bei gleichzeitig großem Ehrgeiz und dem natürlichen Talent, irgendwie alles richtig zu machen – das kennt man bei der Eintracht nur zu gut. Seit fünf Jahren spielt der Routinier mittlerweile für die Frankfurter, doch nie war er auf dem Platz derart wichtig wie in der abgelaufenen Saison. Ob als Sechser oder als Libero in der Dreierkette, Hasebe war in der Spielzeit 2018/19 stets einer der großen Leistungsträger in der Elf von Cheftrainer Adi Hütter. Nicht wenige Gazetten und Fußballexperten überschlugen sich deshalb in den vergangenen Monaten mit Lobeshymnen auf den 114-fachen Ex-Nationalspieler. Von „außergewöhnlich“ bis „Weltklasse“ war eigentlich alles dabei. Hasebe erfährt in Deutschland plötzlich eine Wertschätzung, die er in Japan schon lange genießen darf. Denn in seiner Heimat ist er längst ein Superstar.

Ziemlich genau 24 Stunden bevor Makoto Hasebe bei seinem Lieblings-Sushi-Laden südlich des berühmten Stadtteils Shibuya hinter der Theke steht und das Beil schwingt, erreicht der Familienvater den internationalen Flughafen Haneda in Tokio.

Was den Volkshelden dort erwartet, was der Familienvater über den Fußball hinaus bewegt, welche Maßnahmen den Routinier scheinbar nicht altern lassen und zahlreiche Hintergründe mehr erfahrt ihr in der brandneuen „Eintracht vom Main“.

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