Mit zwei Neuzugängen im Kader und einem alten Bekannten auf der Trainerbank: Der FC Bayern München will den Supercup zum dritten Mal in Folge gewinnen.

Situation

Der FC Bayern München hat wie die Eintracht in der Vorbereitung insgesamt zwei Trainingslager abgehalten. Der Rekordmeister weilte eine Woche in den USA - unter anderem mit den Zielen Philadelphia und Miami - und eine Woche verbrachte der FCB in Oberbayern - genauer gesagt in Rottach-Egern, wo das Team auch sein letztes Testspiel bestritt (20:2).

Formkurve

Insgesamt hat der FC Bayern München fünf Testspiele gegen teils hoch dekorierte Champions League-Teams absolviert. So gewann der amtierende Meister mit einer durchgewürfelten Elf gegen Paris Saint-Germain (3:1), verlor aber gegen Juventus Turin (0:2) und Manchester City (2:3). Am vergangenen Sonntag experimentierte der neue Trainer Niko Kovac beim Test gegen Manchester United nicht mehr ganz so viel: Sein Team schlug den englischen Traditionsklub Manchester United nach einer starken Leistung mit 1:0.

Trainerbank

Mit Niko Kovac sitzt seit Juli der Trainer auf der Bayern-Bank, der am 20. Mai auf dem Frankfurter Römer noch den DFB-Pokal in die Luft stemmte, und mit der Eintracht den ersten Titel seit 30 Jahren feierte. Eine kuriose Situation, dass der 46-Jährige ausgerechnet bei seinem Ex-Klub sein Pflichtspieldebüt als Bayerncoach feiern wird. Der FC Bayern München ist nach Eintracht Frankfurt und RB Salzburg die dritte Vereinsprofistation des 46-Jährigen.

Taktiktafel

Trainer Niko Kovac will bei seinem neuen Klub nicht mehr so sehr den in den vergangenen Jahren beim FC Bayern München praktizierten Tiki-Taka-Fußball sehen. Beim Spiel gegen Manchester United war beispielsweise deutlich zu erkennen, dass der Kroate auf andere taktische Mittel zurückgreift. So soll bei Ballverlusten der Gegner früh mit aggressiven Gegenpressing zu Fehlern gezwungen werden. Der extreme Ballbesitz-Fußball könnte beim Rekordmeister der Vergangenheit angehören, Kovac möchte gerne schneller nach vorne spielen - gerne auch mit langen Bällen. Das bisher am häufigsten von Kovac genutzte System ist das 4-3-3 - mit Javi Martinez als Schaltzentrale im Mittelfeld. Außerdem wurde in den ersten Testspielen deutlich: Der FCB hat intensiv an Standardsituationen gearbeitet. Der Siegtreffer beim Spiel gegen Manchester United resultierte ebenfalls aus einem Eckball.

Der Spieler im Fokus

Serge Gnabry ist einer von bisher zwei Neuzugängen des FC Bayern München - und das eigentlich auch nur so halb, weil er in der vergangenen Saison nur an die TSG Hoffenheim verliehen war. Dort spielte er als Flügelstürmer - wo er jetzt seinen Platz bei den Bayern hat, ist noch nicht sicher. Auf der USA-Reise agierte der pfeilschnelle 23-Jährige als Außenverteidiger, im Test gegen hingegen Manchester United im Sturmzentrum. Aber auch auf für die offensiven Außenpositionen ist Gnabry mit seiner Geschwindigkeit ein Kandidat. Niko Kovac hat mit dem deutschen Nationalspieler eine neue Allzweckwaffe im Kader.

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