Die Eintracht landet gegen Hoffenheim einen Start-Ziel-Sieg. Hinteregger trifft nach 36 Sekunden zum 1:0-Endstand.

Ausgangssituation: Zeit für Antworten

Auch wenn viele Frankfurter das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim als den einzig wahren Auftakt empfanden, waren dem in der Qualifikation und dem DFB-Pokal bereits fünf Pflichtspiele vorausgegangen. Zwar hatten alle siegreich geendet, ließen gegen Kontrahenten von kleinerer Kragenweite aber dennoch Fragen über das tatsächliche Leistungsvermögen offen.

Personal: Rolle rückwärts

Wie am Donnerstag gegen den FC Vaduz wechselte Adi Hütter auch diesmal wieder alle Neune. Einzig Kevin Trapp und Mijat Gacinovic blieben der ersten Elf erhalten, die sich vergleichbar mit dem Hinspiel in Liechtenstein im 3-4-2-1 formierte, nur mit Trapp als Schlussmann und Ante Rebic als einzige Spitze.

Anstoß, Ecke, 1:0

Die Eintracht erwischte gewissermaßen einen zu Mannheim gegenteiligen Spielbeginn. Die Frankfurter Bundesligasaison war nur 36 Sekunden jung, als Martin Hinteregger eine indirekt ausgeführte Eckballhereingabe von Filip Kostic volley in die Maschen jagte (1.)! Keine zwei Zeigerumdrehungen darauf spielte Kostic einen feinen Doppelpass mit Rebic, legte quer auf Gacinovic, der aber im letzten Moment auf Kosten einer Ecke geblockt wurde (3.).

In der Folge erlangte die vom mit 50.200 Zuschauern gefüllten Hexenkessel namens Commerzbank-Arena anscheinend beeindruckten Gäste immer mehr Spielanteile von bis zu 70 Prozent, allerdings präsentierten sich die Hessen auch bei gegnerischem Ballbesitz enorm konsequent. Zwei verfehlte Abschlüsse von Lukas Rupp (14.) und Robert Skov (28.) blieben das Höchste der Gefühle. Im Gegenzug verzog Kostic aus halblinker Lage knapp (28.) und war dann durch drei Gegenspieler hindurchgleitend ebenso wenig aufzuhalten, ehe TSG-Torwart Oliver Baumann im Eins-gegen-eins-Duell die Oberhand behielt (37.). Kurz vor der Pause hätte sich der höhere Ballbesitz der Kraichgauer fast im Ergebnis niedergeschlagen, als Dennis Geiger nach einem indirekten Eckstoß aus der Entfernung einfach mal draufhielt und das Leder an Freund und Feind vorbei im Frankfurter Kasten einschlug (41.). Allerdings hatten zwei im Abseits stehende Hoffenheimer die Sicht von Trapp behindert, weshalb Schiedsrichter Daniel Siebert das Tor auf Hinweis des Videoassistenten aberkannte (41.). Auf der anderen Seite hatte Rebic mit einem parierten Freistoß (45.) und einem abgewehrten Schuss aufs kurze Eck (45. + 1) das 2:0 auf dem Schlappen.

Ecken und Emotionen

Im zweiten Durchgang begannen die Hausherren ähnlich schwungvoll wie im ersten, inklusive großer Strafraumpräsenz. Die größte Gelegenheit hatte der sich in den Strafraum dribbelnde Daichi Kamada, der aber in Baumann seinen Meister fand (48.). Daraufhin entfachten die Adler speziell über Ecken Unruhe, während die Badener aus dem Spiel heraus ihrerseits wenig Durchschlagskraft entwickelten. Dafür wurde das von Beginn an intensive von vielen Zweikämpfen geprägte Duell mit zunehmender Spieldauer immer ruppiger, die Emotionen auf dem Rasen standen denen auf den Tribünen eben in nichts nach.

Als es in die heiße Schlussphase ging, gingen die Gäste naturgemäß mehr ins Risiko, die sich bietenden Kontergelegenheiten versandeten aber meist auf der Zielgeraden. Die größte Möglichkeit bot sich dem eingerückten Kostic, nachdem Rebic das Leder zu Sebastian Rode prallen ließ, der den Serben bediente, welcher aber links neben das Gehäuse zielte (70.). Rode war wie Goncalo Paciencia neu in die Partie gekommen. Der Portugiese als zweiter Stürmer stand sinnbildlich für den unbedingten Willen, die Vorentscheidung zu erzwingen. Hoffenheim wähnte sich in der Nachspielzeit zwar auf dem Weg zum 1:1, der vollendete Lupfer von Ishak Belfodil entsprang aber einer korrekt geahndeten Abseitsposition.

Fazit: Mühevoll und verdient

Was Hoffenheim der Ballbesitz waren der Eintracht die Standardsituationen. Sowohl die eine, als auch die andere Seite machte aus ihrer jeweiligen Überlegenheit zu wenig, wenngleich die Eintracht, nach dem Blitzstart im Vorteil, ein Chancenplus verzeichnete, einzig die Vorentscheidung verpasste und sich schließlich erst nach dem Schlusspfiff ihres Auftakt nach Maß sicher sein konnte.

So spielte die SGE

Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr (65. Rode), Fernandes - da Costa, Kostic - Gacinovic (88. Torró), Kamada (71. Paciencia) - Rebic.

Tor

1:0 Hinteregger (1.)

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