Vor acht Jahren spielte Strasbourg in der fünften Liga. Nach Insolvenzproblemen träumen die Franzosen 2019 von internationalen Weihen.

Almamy Toure kennt Strasbourg bereits aus seiner Zeit in Monaco.
Almamy Toure kennt Strasbourg bereits aus seiner Zeit in Monaco.

Die Entwicklung gleicht einem Märchen. 2011 aufgrund nicht erfüllter finanzieller Auflagen in die CFA2 strafversetzt folgte im selben Spieljahr der erste Aufstieg sowie 2013 der Durchmarsch in die dritte Liga, ehe ihnen 2017 die Rückkehr in die Ligue 1 gelang. In der Vorsaison behaupteten sich die Elsässer als Tabellenelfter mehr als wacker und meldeten sich mit dem Ligapokalsieg endgültig im französischen Fußball zurück. Im Finale des Coupe de la Ligue setzten sich die Emporkömmlinge im Elfmeterschießen gegen EA Guingamp durch (4:1). Es war der erste Titel seit 2005 und der dritte Ligapokal – nur Paris Saint-Germain hat diesen öfter gewonnen (acht Mal).

Die damit einhergehende Berechtigung für die Qualifikation für die UEFA Europa League nahmen die Strasbourger vergleichbar ernst wie die Eintracht. Maccabi Haifa (3:1, 1:2) und Lokomotiv Plovdiv (1:0, 1:1) mussten sich jeweils knapp geschlagen geben, auch zum Ligastart machte es Racing dem FC Metz beim 1:1 nicht leicht.

Der Französische Meister von 1979 hat den Vorteil, den Großteil der Erfolgsmannschaft zusammengehalten zu haben. Zusammenhalt schreiben sie auch im Stade de la Meinau groß. Das Stadion erfreut sich seit jeher einer hohen Auslastung, die Truppe um Trainer Thierry Laurey weiß um den Vorteil des Hexenkessels, von dem sich bereits Kevin Trapp oder Almamy Toure ein Bild machen konnten. 2011 sorgte die Spielstätte sogar für einen Zuschauerrekord, als gegen Illzach Modenheim 9.813 Besucher kamen – in der fünften Liga! Insofern hat sich an den Gegebenheiten am Rhein wenig geändert: Nur die Bühne ist mittlerweile wieder eine andere.

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