Die Eintracht kommt nicht an die Leistungsgrenze und muss sich Augsburg 1:2 geschlagen geben. Paciencia sorgt nach Pausenrückstand nochmal für Spannung (73.).

Ausgangssituation: Für und Wider

Der Trend vor der Länderspielpause sprach klar für die Hessen, die wettbewerbsübergreifend acht der ersten zehn Spiele für sich hatten entscheiden können, während der FC Augsburg im Spieljahr 2019/20 weder in der Bundesliga, noch im DFB-Pokal hatte gewinnen können. Nichtsdestotrotz war allen Beteiligten die Schwere der Aufgabe bewusst, immerhin gestaltete sich die Gesamtbilanz gegen die Fuggerstädter historisch überschaubar.

Personal: Zweieinhalb Debüts

Nach der Länderspielpause hieß automatisch auch nach der Sommertransferperiode, weshalb Adi Hütter theoretisch erstmals auf den finalen Kader zurückgreifen konnte. Aber neben den drei verletzten Jonathan de Guzman, Mijat Gacinovic und Marco Russ hatte sich kurzfristig auch Filip Kostic krankheitsbedingt abgemeldet. Den linken Flügelspieler ersetzte Timothy Chandler, der damit nach Abschluss seines neuen Vertrages zum ersten Startelfeinsatz seit April 2018 sowie zu seinem 100sten Bundesligaspiel für die Eintracht kam. Außerdem durften die Neuzugänge Djibril Sow und André Silva erstmals von Beginn an ran. Der Schweizer anstelle Dominik Kohrs im defensiven Mittelfeld, der Portugiese in der Doppelspitze für Dejan Joveljic.

Pfosten Paciencia, Rückstand Richter

Nachdem Florian Niederlechner nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff nach einem Konter allein an Kevin Trapp gescheitert war (1.), übernahmen die Gäste zunächst die Spielkontrolle, während Augsburg eher abwartend auf Gegenstöße spekulierte. Doch die zeitweise zwei Drittel Ballbesitz schlugen sich selten in Torchancen wie von Gonacalo Paciencia nieder, der die Kugel nach einer Viertelstunde an der Strafraumkante behauptete und an den linken Außenpfosten setzte (14.). Der Portugiese war es auch, der Daichi Kamada in Szene setzte, der unnachahmlich von der linken Seite nach innen zog und aufs lange Eck zielte, wo Augsburgs Torwart Tomas Koubek noch mit den Fingerspitzen zur Ecke klärte (27.). Auf der anderen Seite brachte sich Martin Hinteregger zunächst nach einem Stellungsfehler selbst in die Bredouille, konnte den Nachschuss von Alfred Finnbogason aber selbst vor der Linie abwehren (33.). Doch wenige Augenblicke später spiegelte sich der nach einer halben Stunde schwindende Frankfurter Zugriff im Ergebnis nieder, als Finnbogason einen langen Ball auf Marco Richter ablegte, der die Hausherren per Direktabnahme in Front brachte (35.). Noch vor der Pause schweißte Niederlechner einen zuvor abgefangenen Einwurf aus der Distanz zum 2:0-Pausenstand für den FCA in den rechten Giebel (43.).

Eintracht kämpft sich zurück

Gegenteilig zum ersten Durchgang gehörte der erste Abschluss den Adlern, als Silva aus 20 Metern halbrechter Position das Außennetz traf (47.). Ansonsten bot sich den Zuschauern das gewohnte Bild, mit engagierten, aber in Tornähe uninspirierten Frankfurtern sowie auf Fehler lauernden Augsburgern. Die nächste größere Gelegenheit bot sich erst Mitte der zweiten Halbzeit, als Silva eine Hereingabe von da Costa artistisch über den Kasten beförderte (68.). Kurz zuvor war Bas Dost für Sebastian Rode ins Spiel gekommen, das eindeutige Signal zur Schlussoffensive. Eingeläutet von Paciencia, der auf Vorlage Kohrs im Strafraum flach zum 2:1-Anschlusstreffer einschob (73.). Zu mehr sollte es trotz permanten Vorwärtsdrangs aber nicht mehr reichen, auch wenn insbesondere Kamada kurz vor Schluss mehrfach für Alarm sorgte.

Fazit: Insgesamt zu wenig

Auch wenn die Eintracht nicht enttäuschte, fehlte es in manchen Phasen, ob vor dem eigenen oder gegnerischen Gehäuse, an der letzten Konsequenz. Die daraus resultierende Hypothek eines 0:2-Rückstandes erwies sich letztlich als zu hoch. Die nach dem Seitenwechsel bewiesene Moral stimmt dennoch zuversichtlich.

So spielte die SGE

Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Sow (46. Kohr), Rode (65. Dost), Chandler - Kamada - Silva, Paciencia.

Tore

1:0 Richter (35.)
2:0 Niederlechner (43.)
2:1 Paciencia (73.)

Bitte nutzt bei mobiler Nutzung von EintrachtTV diesen Link.

Teilen
Funktionen