Zwischen dem fünften und sechsten Spiel binnen 18 Tagen beleuchtet Adi Hütter die Geschehnisse in Lüttich, den Zustand seiner Mannschaft und die Möglichkeiten in Freiburg.

Chefcoach Adi Hütter sieht in Bezug auf den nächsten Gegner SC Freiburg und die Belastung seiner eigenen Mannschaft eine doppelt-physische Herausforderung zukommen.
Chefcoach Adi Hütter sieht in Bezug auf den nächsten Gegner SC Freiburg und die Belastung seiner eigenen Mannschaft eine doppelt-physische Herausforderung zukommen.

…den Spielverlauf in Lüttich: Wenn man in der letzten Minute das entscheidende Gegentor kassiert, ärgert einen das natürlich unmittelbar nach dem Spiel. Das tut es auch heute noch, weil wir uns das selbst zuzuschreiben haben. Die Fehlentscheidung 20 Minuten zuvor hat mich wiederum in meiner Befürwortung des Videobeweises bekräftigt. Wenn ein Spieler für zwei klare Fouls innerhalb von sieben Minuten nicht Gelb-Rot sieht, ist das für mich eine spielentscheidende Aktion. Auf der anderen Seite müssen wir es uns wie gesagt selbst zuschreiben, vorne nicht zu treffen und uns im Gegenzug hinten einen Lapsus zu erlauben. Am fatalsten war, dass das Zentrum nicht geschlossen war. Das hat mich am meisten gestört.

…etwaige Nachwirkungen: Wir können jetzt trotzdem nicht zwei Tage über das eine Tor diskutieren. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Wir hatten selbst nicht großartig viele Chancen, aber davon die besseren und insgesamt das Spiel im Griff. Bis zum Spiel in Freiburg in zwei Tagen interessiert mich einzig, wer ans Maximum gehen und Paroli bieten kann.

…den SC Freiburg: Freiburg hat vielleicht den besten Saisonstart seiner Geschichte hingelegt. Sie spielen sehr, sehr guten Fußball, sind sehr variabel, agieren wahlweise mit Dreier- oder Viererkette. Sie werden uns intensiv analysiert haben. Grundsätzlich spielen sie aggressiven Fußball nach vorne. Dem müssen wir einerseits Lauf- und Zweikampfbereitschaft entgegensetzen, und trotzdem unsere eigenen Offensivqualitäten durchbringen.

…die Personalsituation: Ein paar kleinere Blessuren gibt es. Trotz allem versuchen wir, bis Sonntag wieder alle Mann an Bord zu haben. Uns steht das sechste Spiel in 18 Tagen bevor, das hinterlässt natürlich Spuren. In Freiburg treffen wir auf eine laufstarke Mannschaft, bei der physische Stärke gefordert sein wird. Das müssen wir annehmen.

…die angebliche Heim-Auswärts-Diskrepanz: Wir haben zuhause keinen einzigen Punkt geschenkt bekommen, uns jeden einzelnen verdient. Selbst gegen Bremen hätten wir einen Sieg verdient gehabt. Auswärts wiederum waren außer in Gladbach alle Niederlagen knapp, ebenso die Siege. Es geht also ingesamt immer sehr eng zu. Umgekehrt gibt es sicher Gründe, weshalb Gegner in der Commerzbank-Arena nicht immer an ihre Leistungsgrenze kommen. Solch ein Unterschied ist gewissermaßen normal. Am Sonntag unternehmen wir einen neuen Versuch, unsere Auswärtsbilanz aufzubessern.


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