Nach dem 3:0 gegen Strasbourg geht es für die Eintracht am Sonntag in der Bundesliga weiter. Gegen Düsseldorf soll der zweite Sieg im zweiten Heimspiel her.

Das vergangene Bundesligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf wird wohl kein Eintrachtfan so schnell vergessen: Es war der 19. Oktober 2018, ein Freitagabend im Herbst, Flutlichtatmosphäre, als die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter den damaligen Aufsteiger mit 7:1 vom Platz fegte. Luka Jovic – heute bekanntlich in Diensten von Real Madrid – schaffte in der Partie das Kunststück, fünf Tore zu erzielen. Damit trug sich der serbische Angreifer in die Geschichtsbücher ein. Jovic war nicht nur erste Fünferpacker in der Eintracht-Historie, sondern auch der erste Serbe in der Bundesliga, der überhaupt mehr als zwei Tore in einem Spiel erzielte. Auch in der Rückrunde war die SGE siegreich: In Düsseldorf gab es einen ebenfalls ungefährdeten 3:0-Auswärtserfolg.

Unangenehmer Gegner

Die beiden klaren Siege aus der Vorsaison führen jedoch nicht dazu, dass Frankfurt die Fortunen unterschätzt. Das Team von Ex-Eintracht-Coach Friedhelm Funkel schloss die vergangene Bundesligasaison mit 44 Punkten als Zehnter ab und ist in fast jedem Spiel ein extrem unangenehmer Gegner, der spielstärkeren Mannschaften mit viel Lauf- und Kampfbereitschaft sowie einem schnellen Umschaltspiel das Leben schwer machen kann. Das hat am ersten Spieltag auch Werder Bremen zu spüren bekommen. Die Weserstädter verloren ihr Auftaktspiel gegen Düsseldorf zuhause mit 1:3. Die Adlerträger sind also gewarnt.

Die Pflichtspiel-Gesamtbilanz der beiden Traditionsvereine gegeneinander spricht deutlich für die SGE. 27 Siegen der Adlerträger stehen 15 Remis und 12 Niederlagen gegenüber. Im heimischen Stadion verlor die Eintracht bisher überhaupt nur zwei Mal gegen die Fortuna (18 Siege, sechs Unentschieden), je ein Mal in der Bundesliga (Januar 1980) und im DFB-Pokal (September 1940). Diese positive Serie will das Team von Adi Hütter natürlich ausbauen.

Dost vor Debüt

Bei den Eintrachtfans richten sich die Blicke am Sonntag vor allem natürlich auf Bas Dost. Der neue Angreifer kam unter der Woche von Sporting Lissabon an den Main, war im Europa-League-Play-off-Rückspiel gegen Strasbourg noch nicht spielberechtigt, könnte aber gegen Düsseldorf sein Debüt feiern. So schön die Erinnerungen auch sein mögen, Freude dürfen am Sonntag die neu geschaffenen Optionen bereiten. Etwa Goncalo Paciencia. Der Portugiese ist bemerkenswerterweise der einzige Akteur aus dem Kader, der in der Vorsaison zu den insgesamt zehn Treffern beigetragen hat. Oder Daichi Kamada, der sich zuletzt in den Mittelpunkt gespielt hat, sowie spätestens nach der Länderspielpause Djibril Sow.

Zum Spiel

Anstoß: Sonntag, 1. September, 18 Uhr, Bundesliga, 3. Spieltag.
Stadion: Commerzbank-Arena, Frankfurt.

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