Kurz nach der Rückkehr aus Rom spricht Adi Hütter über den Zustand der Mannschaft und erwartet am Sonntag gegen Bayer 04 Leverkusen ein offensiv geführtes Bundesligaspiel.

Klare Linie: Adi Hütter freute sich in Rom über die Rückkehr der eigenen Spielprinzipien.
Klare Linie: Adi Hütter freute sich in Rom über die Rückkehr der eigenen Spielprinzipien.

Adi Hütter über…

... Makoto Hasebes Verletzung: Zu seinem Zustand kann ich noch keine abschließenden Informationen geben, weil ich noch nicht genau weiß, was er hat. Möglicherweise handelt es sich um eine muskuläre Angelegenheit. Deswegen ist es schwer zu sagen, ob er in diesem Jahr nochmal auflaufen kann. Die faire Aktion von Joaquin Correa habe ich wohlwollend wahrgenommen, weil sie auch nicht alle Tage vorkommt. Makoto ist ein Spieler, der immer spielen möchte, um im Rhythmus zu bleiben. Auch weil Carlos Salcedo nicht spielberechtigt war, war der Einsatz deshalb logisch. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber wir haben schon während des Spiels gezeigt, dass wir das kompensieren können.

... die Stimmung im Team: Es ist etwas Tolles, solch einen Rekord aufzustellen. Uns war wichtig, dieses Spiel mit einer guten Einstellung anzugehen, um auf der einen Seite diesen Rekord zu holen und auf der anderen Seite nicht zum dritten Mal hintereinander zu verlieren. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich nach dem Rückstand gegen die Niederlage gestemmt hat und über 90 Minuten gesehen verdient gewonnen hat. Der Sieg gestern hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben und war wichtig, dass wir nicht vergessen wie sich ein Sieg anfühlt. Die Mannschaft hat Mentalität gezeigt, teilweise richtig gut Fußball gespielt und in einigen Aktionen unsere Prinzipien erkennen lassen.

... den Matchwinner von Rom Mijat Gacinovic: In erster Linie hat Mijat ein tolles Spiel gemacht, das 1:1 wunderbar erzielt und das 2:1 schön vorbereitet. Trotzdem lässt sich das sechste Gruppenspiel, in dem schon alles entschieden war, nicht mit dem Pokalfinale vergleichen. Ich bewerte allein seine persönliche Leistung, die mir sehr gut gefallen hat.

... die gelungene Rotation: Wir haben eine absolut intakte Mannschaft. Die Spieler, die in letzter Zeit weniger zum Einsatz gekommen waren, haben alles aus sich herausgeholt. Angefangen bei Frederik Rönnow, der uns zwischenzeitlich im Spiel gehalten hat. Auch für Evan Ndicka war es nach seiner Einwechslung nicht einfach, sofort da zu sein. Simon Falette, Taleb Tawatha und Jetro Willems haben es ebenso gut gemacht, Nicolai Müller war ein ständiger Unruheherd. Auf Marco Russ war wie immer Verlass. Daran sieht man, dass unsere Mannschaft nicht nur aus elf Spielern besteht.

... den kommenden Gegner Bayer 04 Leverkusen: Beide Mannschaften sind sehr stark in der Offensive, sehr schnell und im Angriff exzellent besetzt. Bei Leverkusen etwa mit Julian Brandt, Kai Havertz, Karim Bellarabi, Kevin Volland und Leon Bailey. Leverkusen zählt für mich qualitativ zu den stärksten Mannschaften und verfügt neben Tempo auch über die Spielintelligenz, um die Aktionen zu Ende zu führen. Deswegen dürfen wir ihnen nicht zu viele Räume bieten und müssen bei eigenem Ballverlust aufpassen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass sich uns genauso Möglichkeiten für unser Spiel bieten werden. Es wird ein hochinteressantes Spiel zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften. Wir müssen uns von unserer besten Seite präsentieren.

... die UEFA Europa League-Auslosung am Montag: Ich war schon bei mehreren Auslosungen dabei, das ist immer spannend. Es gibt viele gute Mannschaften, auch solche mit kleineren Namen, die aber unangenehm zu spielen sind. Und die Teams mit klangvolleren Namen. Ich freue mich darauf.


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