Der Statistik zufolge werden am Samstagabend die Linienrichter ganz besonders gefordert sein. Diese und weitere Hintergründe offenbart der Faktencheck.

Wetter
Der Samstagabend wird etwas für Hartgesottene: Voraussichtlich sind vier Grad, 40 Prozent Regenwahrscheinlichkeit und starke Böen zu erwarten.

Stadion
Das 1947 eröffnete Weser-Stadion wurde bis heute viermal renoviert, zuletzt 2011. In der 42.100 Zuschauer fassenden Spielstätte befindet sich seit 2004 das Werder-Bremen-Museum „Wuseum“.

Entfernung der Stadien
Zwischen Main und Weser liegen knapp 329 Kilometer.

Verkaufte Tickets
Die Eintracht wird von 3.417 Fans begleitet.

Maskottchen
Ob die Heidschnucke Pico oder die Möwe Werdi – von Nachhaltigkeit waren die tierischen Unterstützer des SVW zuletzt nicht unbedingt geprägt. Im vergangenen Oktober gab es über einen Wettbewerb den nächsten Versuch, ein Maskottchen zu kreieren, Ergebnis offen.

Sperren
Gelson Fernandes sitzt seine fünfte Gelbe Karte ab.

Verletzungen
Der Gastgeber muss auf Fin Bartels (Trainingsrückstand nach Achillessehnenriss) und Aron Johansson (Sprunggelenk) verzichten. Außerdem fehlt der für die Asienmeisterschaft abgestellte Japaner Yuya Osako.

Timothy Chandler, Nelson Mandela Mbouhom, Allan Souza und Lucas Torró haben noch alle Trainingsrückstand.

Wiedersehen
Sebastian Rode und Nuri Sahin waren bis zur vergangenen Saison noch Kollegen bei Borussia Dortmund.

Schiedsrichter
Markus Schmidt pfiff die Eintracht bereits 23-mal, aber bis heute noch nicht in der Saison 2018/19. Der 45-jährige Personalchef aus Stuttgart erhält an den Seitenlinien Unterstützung von Christian Gittelmann und Markus Schüller. Vierter Offizieller ist Dr. Martin Thomsen. Sören Storks fungiert als Videoassistent.

Serien
Die vergangenen drei Duelle zwischen Bremen und Frankfurt endeten jeweils 2:1. Einmal zugunsten der Eintracht, zuletzt zweimal pro Werder.

Historische Duell-Bilanz
Von 97 Duellen gewann der SVW 42, die SGE 35. Bemerkenswert dabei, dass die Hessen damit so oft gegen die Bremer gewannen wie gegen keinen anderen Bundesligagegner – und dennoch eine negative Bilanz ausweisen. Was auch damit zu tun hat, dass Frankfurt gegen Bremen 32-mal torlos blieb, was gegen kein anderes Team öfter vorkam. Im Gegensatz dazu hat Grün-Weiß in dieser Saison als einziger Bundesligist in jeder Partie getroffen.

Fast Zwillinge
Beide Vereine feiern 2019 ihr 120-jähriges Bestehen, wobei das am 4. Februar 1899 gegründete Werder Bremen knapp einen Monat älter ist als die am 8. März entstandene Eintracht.

Jubiläum
Kevin Trapp steht heute das 100. Mal für Frankfurt zwischen den Pfosten.

Erstes Aufeinandertreffen in der Geschichte
Das erste Aufeinandertreffen im Oberhaus endete mit einem 4:1 für Werder Bremen. Matchwinner war der dreifache Torschütze Dieter Meyer. Die Eintracht kam nur zum zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch Erwin Stein.

Toptorjäger gegen den gegnerischen Verein
Bernd Hölzenbein schenkte Werder im Adlerdress sieben Kisten ein. Für Werder netzte Claudio Pizarro sechsmal gegen die Hessen. Der Peruaner kommt vereinsüberreifend gar auf acht Buden gegen die Eintracht.

Spektakulärster Vergleich
Unvergessen das 9:2-Feuerwerk vom 14. November 1981, als dreimal Ronny Borchers fast im Alleingang den 4:1-Halbzeitstand herstellte. Nach der Pause schossen je zweimal Robert Nachtweih und Cha Bum-kun schlussendlich alle Neune heraus. Zudem knipste Bernd Nickel in jeder Halbzeit einmal.

Kuriose Fakten
Am Samstagabend treffen die Eigentor-Könige der Bundesligaaufeinander. Bremen traf 58-mal ins eigene Tor, Frankfurt 56-mal. Experten sind die Kontrahenten auch in puncto Abseits. Kein Team stellte seine Gegner in dieser Spielzeit so oft in die verbotene Zone wie Werder und die Eintracht. Dazu sammelte Werder gegen keinen Gegner so viele Platzverweise wie gegen die Eintracht, insgesamt neun.

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