Es herrscht Enttäuschung, aber der Blick geht trotzdem aufgrund der bisher guten Saison mit Selbstvertrauen nach vorne auf das entscheidende Rückspiel in der UEFA Europa League.

Fredi Bobic: Es lag an vielen Faktoren. In der ersten Halbzeit haben wir ganz schön was liegenlassen an Chancen. Wir müssen vor dem Ausgleich höher führen. Dann gab es einige Genickschläge für die Jungs. In erster Linie waren das die Gegentore, aber vor allem die Gelb-Rote Karte. Interessant war, wie wir uns nochmal herangefightet haben, alles gegeben und versucht haben. Die Jungs wollten das 2:2 mit aller Macht. Augsburg macht aus ganz wenigen Chancen Tore. Die Niederlage müssen wir akzeptieren, abhaken, gut regenerieren und neu angreifen. 

Danny Da Costa: Wir haben uns schwer getan, es war ein schweres Spiel. Eigentlich haben wir gut begonnen und sind verdient in Führung gegangen, waren aggressiv und haben gut Fußball gespielt. Nach dem 1:1 waren wir nicht mehr so dominant und etwas verunsichert, haben unseren Matchplan verloren. Trotzdem haben wir gekämpft, sind aber nicht mehr richtig rangekommen. Wir sind weite Wege gegangen, haben Druck gemacht. Aber es geht um Nuancen. Da reicht es, wenn du einmal einen Schritt zu spät bist. Zweimal in vier Tagen einen Platzverweis zu kassieren tut natürlich weh. Das aufzufangen, ist doppelt schwer. Wir haben trotzdem den Kopf oben behalten. Wir wollten, waren aber zu fehlerbehaftet. Am Donnerstag müssen wir deutlich besser spielen, und das werden wir auch.

Sebastian Rode: Wir sind sehr gut gestartet und in Führung gegangen. Dann haben wir den Faden verloren trotz der Chance zum 2:0. Wir hatten viele Situationen, in denen wir einen Schritt zu spät gekommen sind oder in 50:50-Zweikämpfen Pech hatten. Es war nicht unser Tag. Die Fans haben dennoch unseren Kampfgeist honoriert und uns auch nach der Niederlage unterstützt. Wir müssen den Kopf jetzt hochnehmen und uns konzentriert auf Donnerstag vorbereiten.

Makoto Hasebe: Das war eine sehr bittere Niederlage. Bis zur letzten Minute haben wir alles gegeben. Zwei Spiele mit langer Unterzahl kosten viel Kraft. Wir müssen nach vorne schauen und positiv bleiben, den Kopf frei machen und am Donnerstag frisch sein. Bisher haben wir trotzdem eine super Saison gespielt, deswegen können wir weiter Kopf oben behalten.

Adi Hütter: Es war eine sehr unnötige Niederlage. Wir haben es zu Beginn verpasst, in Führung zu gehen beziehungsweise nach dem 1:0 direkt das 2:0 nachzulegen. Augsburg hat dann zweimal eiskalt zugeschlagen, wir nach dem Seitenwechsel eine unnötige Gelb-Rote Karte kassiert und dann wurde es schwer. Der Platzverweis hat uns den Zahn gezogen, weil wir schon am Donnerstag lange in Unterzahl agieren mussten und das natürlich Kraft gekostet hat. Wir haben trotzdem danach viel Mentalität und Wille gezeigt und hatten auch Chancen, um nochmal ran zu kommen. Letztlich hat uns aber die Klarheit in den Aktionen gefehlt, sodass es am Ende nicht gereicht hat. Die Niederlage tut weh. Zu Martin Hinteregger können wir noch nichts Genaueres sagen. Er hatte Probleme am Oberschenkel und konnte nicht mehr sprinten. Wir hoffen, dass es sich nur um eine Verhärtung handelt, aber Weiteres müssen wir abwarten.

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): Es war ein sehr schönes Zurückkommen ins Rhein-Main-Gebiet für mich, in dem ich fast neun Jahre gelebt habe. Meine Freude ist auch deshalb sehr groß. Aber das habe ich auch meiner Mannschaft und auch meinem Vorgänger Manuel Baum zu verdanken, die sehr gute Arbeit geleistet haben. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, was uns gelungen ist. Trotzdem nehmen wir auch viel Arbeit aus diesem Duell mit, in dem wir in der Defensive zeitweise einige Probleme hatten. Wir werden uns im Bus nach Hause sicherlich freuen. Aber ab morgen werden wir uns wieder auf das nächste Spiel wieder vorbereiten, denn als nächstes haben wir gegen Stuttgart ein echtes Endspiel. Ich möchte die Chance aber auch nutzen, um der Eintracht und Trainer Adi Hütter ein großes Kompliment auszusprechen. Hier wird großartige Arbeit geleistet.

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