Entgegen ursprünglicher Prognosen steht Lucas Torró früher als gedacht wieder auf dem Trainingsplatz.

Die ersten Anzeichen für eine frühzeitige Rückkehr ins Mannschaftstraining verdichteten sich mit den Nachnominierungen für die K.o.-Phase der UEFA Europa League. Bei Lucas Torró, für die Gruppenphase im Herbst nicht gemeldet und seit dem Auswärtsspiel auf Schalke Mitte Dezember mit einem Innenbandriss außer Gefecht, wirkte die Rückkehr ins internationale Aufgebot angesichts einer angenommenen Ausfalldauer von mindestens einem Vierteljahr durchaus überraschend. „Anfangs wurde die Ausfallzeit auf drei bis vier Monate beziffert. Ich hatte mir zwar nicht eine übermäßig kurze Frist gesetzt, aber wir sind dem Zeitplan um einiges voraus. Denn die Operation hat vor zehn Wochen stattgefunden und dennoch trainiere ich jetzt schon wieder mit der Mannschaft“, berichtet der Spanier strahlend, als er am Dienstagmittag vom Rasenplatz zurückkehrt.

„Viel gelernt“

Noch sei zwar Vorsicht geboten, aber schon in der ersten Märzwoche soll der 25-Jährige wieder das volle Pensum abspulen können. „Diese Woche mache ich bestimmte Übungen mit, aber noch nicht alles. Es soll aber nach und nach gesteigert werden, sodass ich schnell wieder in den Trainingsrhythmus komme und  nächste Woche hoffentlich das komplette Mannschaftstraining absolvieren kann“, ist der defensive Mittelfeldspieler guten Mutes. Ohnehin kann der 1,90 Meter-Mann selbst sportlich schwierigen Zeiten Positives abgewinnen: „Ehrlich gesagt habe ich in dieser Zeit seit der Verletzung viel gelernt. Ich habe einige Dinge verändert. Die Art und Weise, wie ich trainiere, das Konzept noch einmal überdacht, an der einen oder anderen Stellschraube gedreht, was die Trainingsarbeit angeht. Dadurch fühle ich mich jetzt besser und stärker.“ Was auch Cheftrainer Adi Hütter unlängst lobte: „Lucas arbeitet wirklich sehr, sehr hart an sich. Er hat im Vergleich zum Sommer eine enorme physische Entwicklung genommen. Auch seine Mentalität hat sich komplett geändert, seit er hier ist. Ich hoffe, dass er in den nächsten Wochen wieder zum Mannschaftstraining stoßen wird.“

Für den Anfang erfreut sich Torró daher auch an Kleinigkeiten: „Es ist schön, erstmalig wieder mit den Kollegen trainieren zu können. Zumindest konnte ich den ersten Teil des Trainings gemeinsam mit ihnen absolvieren wie das Kreisspiel“, berichtet der 2018/19 und 2019/20 jeweils erste Frankfurter Torschütze im internationalen Wettbewerb. Nicht nur deswegen blickt er der kommenden Aufgabe seiner Kollegen gebannt entgegen: „Es stehen noch viele Ligaspiele an und wir spielen zusätzlich noch in der Europa League, in der wir uns hoffentlich gegen Salzburg durchsetzen und weitere Duelle bestreiten werden. Nicht zu vergessen der DFB-Pokal“, hofft die Nummer 16 auf einen möglichst lange währenden Weg in allen Wettbewerben. Die Abkürzung hat er schon im Lazarett genommen.


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