Spieler und Trainer erkennen nach der Partie in München viele Ansätze, die sie ab nächster Woche zu Punkten machen wollen.

Aufbauarbeit während und nach dem Spiel, an das in den nächsten Wochen Lob mit Punkten einhergehen soll.
Aufbauarbeit während und nach dem Spiel, an das in den nächsten Wochen Lob mit Punkten einhergehen soll.

Cheftrainer Adi Hütter: Auf der einen Seite sind fünf Gegentore einfach zu viel, das eine oder andere Gegentor haben wir selbst verschuldet. Natürlich freue ich mich über die zwei Tore nach Standardsituationen durch Martin Hinteregger und finde, dass wir insgesamt eine ordentliche Leistung gezeigt haben. Darauf können wir aufbauen, auch wenn es keine Punkte gab. Wir haben versucht, taktisch diszipliniert zu spielen, das hat die Mannschaft auch weitgehend umgesetzt. Aber manchmal haben wir einfach gepennt und den Rückraum nicht besetzt wie vor dem 0:1. Nach dem 0:3 hätte uns wahrscheinlich keiner etwas zugetraut, nach dem Anschluss hatte ich uns schon wieder gut im Spiel gewähnt. Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben. Filip hat den Pfosten getroffen, Mijat zuvor eine große Chance auf dem Fuß. Nun treffen wir auf Gegner, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen. Dann müssen wir punkten.

Sebastian Rode: Momentan sind die Bayern nicht unsere Kragenweite. Nichtsdestotrotz sind wir nach dem 0:3 durch zwei Standardsituationen nochmal gut zurückgekommen, brechen uns aber mit dem 2:4, das wir herschenken, selbst wieder das Genick. Aber kein Vorwurf an Gelson. Kurz zuvor haben wir eine riesen Konterchance, verlieren den Ball und hinten schlägt’s ein. Bayern hat uns viel laufen lassen. Wir müssen zusehen, ab Dienstag zu punkten. Nicht nur heute wäre mehr drin gewesen, sondern schon öfter in dieser Saison. Schon vor dem 0:2 verlieren wir den Ball zu schnell – Flanke, Tor. Es waren Chancen und Räume da. Aber wir schaffen es nicht, im richtigen Moment den richtigen Ball zu spielen. Jetzt kommen harte Wochen auf uns zu. Wir müssen gut regenerieren, das Positive aus dem Spiel mitnehmen und das Negative aufarbeiten. Ab Dienstag gilt’s!

Martin Hinteregger: Das Eigentor sah sicher lustig aus, aber so etwas passiert. Hoffentlich war es mein letztes. In der zweiten Hälfte haben wir viel richtig gemacht und haben trotz des schnellen 0:3 nochmal für Spannung gesorgt. Auch nach dem 1:3 haben wir an uns geglaubt, dass hier noch etwas zu holen ist. Nach dem zweiten Tor hätte es nochmal eng werden können, aber dann haben wir zwei Gegentore hergeschenkt. Bayern ist eine Mannschaft, die immer noch eine Schippe drauflegen kann. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass man hier etwas hätte mitnehmen können. Wir müssen wieder in die Spur finden und die guten Ansätze zu Punkten machen.

Gelson Fernandes: Wir haben das Spiel gegen einen starken Gegner phasenweise offen gestalten können, das können wir als positive Erkenntnis mitnehmen und darauf aufbauen. Um gegen die kommenden Teams zu gewinnen, müssen wir aber weniger Gegentore zulassen.


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