René Falkenhainer ist Eintracht-Fan und lebt aktuell in Australien. Das Pokalfinale will er natürlich nicht verpassen. Er nimmt damit die wohl weiteste Anreise in Kauf.

René Falkenhainer hält in Australien die Eintracht Flagge hoch: Hier ist er bei einem Spiel Sydney Wanderers gegen Wellington Phoenix.
René Falkenhainer hält in Australien die Eintracht Flagge hoch: Hier ist er bei einem Spiel Sydney Wanderers gegen Wellington Phoenix.

35.000 Flugkilometer, 100 Stunden vom Abflug bis zur Ankunft in Sydney, etwa die Hälfte dieser Zeit am Flughafen oder in der Luft, rund 1.000 Euro für die Flugtickets. René Falkenhainer scheut keine Kosten und Mühen, um bei "seiner" Eintracht am Samstag im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München dabei zu sein.

Pause vom Abenteuer

Seit Februar ist René Falkenhainer in Australien und erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Der 24-Jährige hat einen Monat in Melbourne gewohnt, nun die letzten der rund zehn Wochen in Sydney hinter sich gebracht und bereist ab nächsten Mittwoch für 50 Tage mit einem Van die Ostküste. Das benötigte Geld hat er sich vorher zusammengespart und durch Jobs in Down Under erwirtschaftet. "Zwischen sechs und zwölf Monate habe ich hier geplant. Ich lasse mich treiben", erzählt der gelernte Kaufmann für Dialogmarketing aus dem südhessischen Trebur, der mit einem Freund aus der Heimat unterwegs ist. "Hier lernst du aber viele nette Menschen kennen, die ebenso abenteuerlustig sind", sagt Falkenhainer. Sollte die Eintracht durch den Pokalsieg den europäischen Wettbewerb erreichen, ginge es für ihn aber im August zurück nach Deutschland. "Das will ich nicht verpassen", schmunzelt er.

"SGE ist mein Leben"

Seit der letzten Zweitligasaison damals noch unter Armin Veh ist René Falkenhainer bei jedem Spiel der Eintracht live dabei. Vor etwas über vier Jahren hat er sich dem EFC Per-Sempre angeschlossen. Die Kontakte kamen in Tel Aviv zustande, wo die Eintracht Ende 2013 ein Europa League-Spiel absolvierte. "Hier fühle ich mich absolut wohl", sagt Falkenhainer, der die Eintracht als "sein Leben" bezeichnet. Er ist Allesfahrer, und auch in Australien hat er zumeist nachts jedes Spiel der Eintracht live im Fernsehen verfolgt. Daher gab es für ihn kein großes Überlegen, den Trip nach Berlin anzutreten. Direkt nach dem Finaleinzug durch den Sieg auf Schalke hat Falkenhainer die Flüge gebucht. Ein Finalticket war ihm dank Dauerkarte für Heim- und Auswärtsspiele sowie Mitgliedschaft sicher, ein Kumpel hat mit einer Vollmacht das begehrte Stück Papier am Stadion abgeholt.

Sechs Flüge für Berlin

Seit Freitagmorgen ist Falkenhainer in Berlin, der Hinweg führte ihn über Abu Dhabi und Belgrad. Zurück nach Down Under geht's am Sonntagmorgen um 6.55 Uhr über Brüssel und erneut Abu Dhabi. Wenn er am Montagabend (Ortszeit) Sydney wieder erreicht hat, hat er innerhalb von rund 100 Stunden fast 35.000 Kilometer in sechs verschiedenen Flugzeugen zurückgelegt. Und das alles, um die Eintracht am Samstag im Stadion zu unterstützen! "Wir sind immer für eine Überraschung gut. Die Spieler sollen brennen wie die Fans, dann packen wir das", ist Falkenhainer optimistisch.

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