Kamada, Haller und Paciencia treffen beim 3:1-Erfolg der Eintracht in Biel gegen den FC Luzern. Die Hütter-Elf beendet den Uhrencup mit einem Sieg und einer Niederlage.

Kurzfristig musste Adi Hütter seine Mannschaft beim zweiten Spiel im Uhrencup in Biel umstellen. David Abraham blieb auf der Bank, eine Vorsichtsmaßnahme. "Ich gehe kein Risiko in einem Testspiel", sagte Adi Hütter später. Tuta, Hasebe und der für Abraham spielende Willems bildeten die Dreierkette, während Erik Durm (hatte am Mittwoch gefehlt) die linke Außenbahn besetzte. Im Zentrum sollte Daichi Kamada für Zuspiele auf die aus der vergangenen Saison erprobte Doppelspitze Haller/Rebic sorgen. Zur Pause wechselte Hütter komplett durch, nur Frederik Rönnow blieb im Tor und kam damit diese Woche auf 180 Wettkampfminuten. An der Grundordnung änderte sich nur wenig.

Die Eintracht begann engagiert, hatte die Partie von Beginn an im Griff und belohnte sich früh mit Toren. Dabei war Danny da Costa zweimal der Vorlagengeber über die rechte Seite. In der achten Minute servierte er auf Daichi Kamada, der einschob; nach 17 Minuten flankte er butterweich auf Sébastien Haller, der einnickte. Sechs Minuten später war FCL-Torhüter Müller zur Stelle, als Haller erneut köpfte (23.). Die Eintracht präsentierte sich deutlich besser als noch am Mittwoch und ließ den Ball gut laufen – bis kurz vor dem Halbzeitpfiff. Luzern erspielte sich in den letzten fünf Minuten ein leichtes Übergewicht und kam durch Idriz Voca zum Anschlusstreffer (44.).

In der zweiten Halbzeit begann die Eintracht vor 1867 Zuschauern ordentlich, ohne sich die ganz großen Möglichkeiten im Minutentakt herauszuspielen. Hinten stand die vom Kapitän Marco Russ dirigierte Abwehr sicher, vorne setzten die Adlerträger Nadelstiche. Kostics Versuch wurde an den Pfosten gelenkt (61.), eine Minute zuvor verzog er knapp. In der 71. Minute vollendete Goncalo Paciencia einen vorbildlichen Angriff über die linke Seite, als Filip Kostic von der Grundlinie abgelegt hatte. Joveljic hatte die Chance auf das 4:1, doch Müller parierte seinen Schuss aus 15 Metern .(76.).

Adi Hütter sagte nach dem Spiel: „Das Auftreten der Mannschaft war heute ganz anders im Vergleich zum Mittwoch. Die Jungs haben die Kritik angenommen, das Training gestern hatten wir gestern verschärft. Heute war das Team agiler. Es fehlt noch einiges, aber wir sind auf einem guten Weg. Insgesamt hatten wir tolle Bedingungen im Trainingslager. Die Entscheidung, am Uhrencup teilzunehmen, war richtig." Der doppelte Vorlagengeber Danny da Costa meinte: „Es ist gut, dass wir eine Reaktion nach der Partie am Mittwoch gezeigt haben. Wir sind auf einem sehr guten Weg und haben uns spielerisch weiterentwickelt, das hat man heute gesehen. Natürlich waren die Beine durch die intensive Woche schwer und es läuft noch nicht alles rund, aber beim ersten Pflichtspiel sind wir fit. Wir haben noch Zeit.“ 

So spielte die SGE

Erste Halbzeit: Rönnow – Tuta, Hasebe, Willems – Stendera, de Guzman – da Costa, Durm – Kamada – Rebic, Haller.

Zweite Halbzeit: Rönnow – Toure, Russ, Ndicka – Kohr, Torró – Chandler, Kostic – Gacinovic – Paciencia, Joveljic.

Tore

1:0 Kamada (8.)
2:0 Haller (17.)
2:1 Voca (44.)
3:1 Paciencia (76.)


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