Bei der Eintracht Frankfurt Fußballschule herrscht Hochbetrieb: Während die Feriencamps laufen und die Kids mit ehemaligen Eintracht-Stars fleißig am Ball arbeiten, rührt eine Delegation der Fußballschule im fernen China die Werbetrommel für die SGE.

Die Fußballschule zu Besuch in Changsha (China).
Die Fußballschule zu Besuch in Changsha (China).

Manni Binz, Ervin Skela und FS-Organisator Manuel Hiemenz befinden sich augenblicklich in Changsha und heizen den Kids in der Sieben-Millionen-Metropole mit Profi-Training Marke Eintracht ein. Fußballerisch steckt der chinesische Drache noch in den Kinderschuhen, entsprechend groß ist das Entwicklungspotenzial.

Die Camps finden auf dem Schulgelände der Yale (China Yali) High School statt, einer der wenigen Institutionen, die seit ihrer Gründung 1906 auf fußballerische Tradition im Programm zurückblicken können. Daher ist der Name der Eintracht vor Ort nicht gänzlich unbekannt: Alex Meiers Torriecher hat sich jedenfalls schon bis nach Fernost herumgesprochen.

Ihm nachzueifern – natürlich in kompletter Eintracht-Montur – ist für die Schüler in den Trainingseinheiten ein besonderes Vergnügen. Sehr zur Freude des ehemaligen Eintracht-Spielmachers Ervin Skela: „Von den Kids hier in China bin ich fasziniert. Sie sind sehr diszipliniert und ziehen voll mit, wir haben viel Spaß zusammen. Die Anweisungen der Trainer versuchen sie, so gut es geht, direkt umzusetzen. Natürlich sind die Bedingungen andere als in Deutschland, aber wir kommen überall zurecht.“

Das zeigt sich besonders im Aufbau der Beziehung zu den Kids. Waren die Youngster am Anfang noch sehr schüchtern, sprachen kaum und vermieden auch den direkten Blickkontakt, so brach das Eis im Verlauf der ersten Tage merklich. Mittlerweile gehen sie auf die Trainer zu, klatschen ab und suchen das Gespräch. Die Sprachbarriere stellt dabei kein Hindernis dar: Zum einen stehen fleißige Dolmetscher als Helfer zur Verfügung, zum anderen versteht am Ende jeder die Weltsprache Fußball.

„Unsere Trainingsprinzipien sind für die meisten hier vollkommen neu. Die Kinder sind läuferisch sehr stark, haben aber vor allem im Bereich der Technik und Koordination noch Nachholbedarf“, berichtet Manuel Hiemenz, der als Camp-Leiter mit dabei ist. Mangelnde Lernbereitschaft kann man den Schülern der Elite-Schule aber nicht unterstellen: „Von unserem Training sind alle begeistert.“

Mit Begeisterung spricht auch „Libero“ Manni Binz über die bisherigen Erfahrungen: „Es ist eine sehr abenteuerliche Reise in ein gigantisches Land. In kürzester Zeit haben wir unglaublich viele Dinge erlebt, wobei die Gastfreundschaft sehr herzlich ist. Unsere Fußballcamps habe ich mir aufgrund der fremden Sprache schwieriger vorgestellt. Aber die Einheiten sind super und die Kids machen klasse mit.“

Noch bis zum 17. August vertreten unsere „Botschafter“ in Changsha die Farben der Eintracht. Am kommenden Dienstag werden sie zurück in Frankfurt erwartet. Eingefädelt wurde der Aufenthalt in der hessischen Partnerprovinz Hunan übrigens von einem weiteren Eintrachtler: Der ehemalige Bundesliga-Torwart Thomas Ernst ist mit seinem Team (Spielkultur) ebenfalls vor Ort.

MB

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