Vor dem vergangenen Heimspiel der SGE gegen Hertha BSC Berlin hat sich bei der Eintracht Frankfurt Fußballschule alles um die kleinen Helden zwischen den Pfosten gedreht.

Unter dem Motto "Fly like an Eagle" (flieg wie ein Adler) machten die Torwarttrainer Stephan Loboué, Marc Stephani, Pierre Kleinheider und Reinhard Knobloch den Nachwuchskeepern im Kaufland Spieltagscamp Beine – oder besser gesagt: Flügel. Vom kleinen Einmaleins der Fang- und Fallschule bis hin zu den großen Hechtsprüngen wurde alles geübt, was den großen Rückhalt jeder Mannschaft ausmacht.

25 Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren hatten das Losglück auf ihrer Seite und die Teilnahme am Spieltagscamp gewonnen. Die Bedingungen an der Commerzbank-Arena waren perfekt, vom Wetter über die Stimmung bis hin zum Training, bei dem alle voll mitgezogen haben. Los ging es mit torwartspezifischem Aufwärmtraining, bei dem bereits die Fangtechniken für Bälle unterschiedlicher Höhen demonstriert wurden. Danach wurden die Kids in vier Gruppen aufgeteilt und rotierten durch die einzelnen Stationen.

Wie man flache Bälle, über die Seite fallend, technisch richtig verarbeitet, zeigte zum Beispiel Stephan Loboué. Der ehemalige Nationaltorhüter der Elfenbeinküste wählte hierfür einen gestaffelten Aufbau, bei dem sich die Keeper zunächst kniend und bei ruhendem Ball auf die Technik konzentrieren konnten, bevor der Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt nach oben geschraubt wurde. bis hin zur Parade eines geschossenen Balles aus den Sidesteps kommend. „Ganz wichtig ist es, dass der Auftaktschritt in Richtung Ball und nicht nach hinten ausgeführt wird. Nachdem wir uns über die Seite abgedrückt haben, bringen wir die Hand wie eine Mauer hinter den Ball“, erklärte der 36-Jährige, der seit drei Jahren für die Fußballschule der Eintracht tätig ist.

Und die Schüler taten wie geheißen. Unter ständiger Aufsicht und Hilfestellung gelangen die koordinativen Abläufe immer besser, erste Erfolge stellten sich schnell ein. Zufriedenheit beim Coach: „Oft sind es Kleinigkeiten, die eine große Wirkung entfalten. Die Kinder machen das gut. Wenn sie selbst sehen, wie sie sich in kurzer Zeit verbessern, ist das umso motivierender –  für sie und auch für uns.“ Wie man es mit den halbhohen Bällen anstellt, zeigte dann Pierre Kleinheider, während Marc Stephani das Eins-gegen-Eins übte und Reinhard Knobloch die Reaktionsschnelligkeit der Torhüter schulte.

Bei so vielen Sprüngen verging auch die Zeit wie im Flug. Nach einer Stärkung im Landessportbund ging es am Nachmittag in die Commerzbank-Arena um die Eintracht gegen Hertha BSC zu sehen. Auch wenn das Ergebnis dieser Begegnung nicht wirklich nach Plan lief, tat das der Freude über die Erlebnisse des Tages keinen Abbruch, wie man auf den Camp-Fotos sehen kann.

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