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Die Eintracht hat das spektakuläre Zweitrundenmatch im DFB-Pokal gegen Zweitligist Alemannia Aachen verdient mit 6:4 (3:1) gewonnen. Dabei lieferte das Team von Trainer Skibbe in der Offensive über weite Strecken eine spielerisch sehr ansehnliche Leistung ab, ließ Aachen aber immer wieder heran kommen.
Trainer Michael Skibbe veränderte sein Team im Vergleich zum 1:1 gegen den Hamburger SV vor drei Tagen notgedrungen auf zwei Positionen. Für die angeschlagenen Amanatidis und Franz begannen Caio und der in der Liga weiterhin gesperrte Patrick Ochs. Ansonsten verzichtete der Übungsleiter gegen den Zweitligisten auf Experimente und Rotation in der ersten Elf.
Die Eintracht begann vom Anstoß weg zielstrebig und sorgte gleich für einen Paukenschlag: Konzentriert spielte man sich in die gegnerische Spielhälfte, ehe Meier nach Kopfballverlängerung von Caio im Strafraum zwei Aachener Abwehrspieler austanzte, dann aber doch an einem Bein hängenblieb. Die Kugel prallte zu Caio, der keine Mühe hatte, von Höhe des Elfmeterpunktes volley mit links ins leere Tor zu verwandeln – 50 Sekunden waren da gerade einmal gespielt.
Doch keine Zeit zum Durchatmen: Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff präsentierte sich dann die Eintracht-Deckung noch unsortiert, nach einer hohen Hereingabe kam Auer frei vor Nikolov zum Kopfball und zwang das Urgestein im Tor zu einer ersten Glanztat (2.).
Die turbulent beginnende Partie nahm weiter nicht an Fahrt ab und die Eintracht erzielte schnell das 2:0: Eine gut getretene Ecke von Ochs köpfte Vasoski aufs Tor, doch Liberopoulos stand im Weg und gab dem Ball die entscheidende Richtungsänderung zum Tor (5.).
In der Folge entwickelte sich ein durchaus ansehnliches Spiel, die Eintracht versuchte den Klassenunterschied auszuspielen, attackierte den Gegner früher als im Bundesligaalltag und kombinierte im Mittelfeld gefällig. Durch die offensive Spielweise entstand aber auch immer wieder Raum zum Kontern für die Alemannia, die immer wieder kleinere, derzeit ungewohnte Schwächen in der Eintracht-Hintermannschaft aufdecken konnte. Bestes Beispiel aus der 23. Minute: Aachen spielte einen Eckball kurz aus (schon gegen Hamburg präsentierten sich die Adlerträger da unaufmerksam), brachte dann eine Flanke hoch hinein, wo Gueye zum Kopfball kam und Nikolov erneut zwang, sein ganzes Können aufzubieten. Den Abpraller jedoch erwischte der Senegalese erneut und köpfte ihn schließlich zum Anschlusstreffer ins leere Tor. Ausgerechnet die im Ligaalltag so kopfballstarke Abwehr um Russ und Vasoski hatte gegen den Zweitligisten in der Luft große Schwierigkeiten.
Danach verflachte die Partie etwas und das Team von Michael Skibbe versäumte es zunächst, seine sich dennoch bietenden Gelegenheiten wie durch Meier und Caio (beide 39.) zu nutzen. Zudem häuften sich die Ungereimtheiten im Spielaufbau und brachten dem Team erste Pfiffe ein.
Doch pünktlich kurz vorm Pausenpfiff erzielte man noch das 3:1: Der agile Ochs brachte eine Flanke aus dem Halbfeld in den Sechzehnmeterraum, wo Chris mit einem Kung-Fu-Kick Szukala irritierte, der dann unhaltbar für seinen Schlussmann Stuckmann ins eigene Tor köpfte – das versöhnliche Ende der ersten Halbzeit für die Eintracht-Anhänger (45.).
Im zweiten Durchgang versuchte die Eintracht von Beginn an klar zu machen, dass nur sie hier die nächste Pokalrunde erreicht und drängte mit Macht auf das vierte Tor. Während Caio mit einem Kopfball noch scheiterte (47.), traf Liberopoulos nach feiner Vorarbeit von Teber aus kurzer Distanz nach einem kurz ausgeführten Eckball zum 4:1 (50.).
Doch damit nicht genug, die Adlerträger ließen den Klassenunterschied in der Offensive immer deutlicher werden: Erst erzielte Meier nach starkem Solo von Caio und tollem Pass von Teber das 5:1 (53.), dann weckte Chris mit einem fulminanten Lattenknaller aus gut 25 Metern auch den Letzten im Stadion auf (58.).
Im Gegenzug allerdings setzte sich Schwegler wunderbar gegen zwei Mann durch, tankte sich in den Strafraum und wurde dort von Stuckmann regelwidrig gefällt. Strafstoß lautete die einzig richtige Entscheidung vom sicheren Schiedsrichter Dr. Jochen Drees. Diesen verwandelte dann Teber sicher zum 6:4-Endstand. Ein unglaubliches Spiel fand somit seinen würdigen Abschluss.
Die Eintracht überzeugte mit ihrer Spielfreude und Torlaune in der Offensive, ließ hinten aber noch einiges anbrennen und präsentierte sich nicht wirklich sattelfest.
Die dritte Runde des DFB-Pokals wird am kommenden Samstag gegen 23 Uhr im Rahmen des Aktuellen Sportstudios im ZDF ausgelost.
| TD | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 31 | 56 | |
| 2 | Schalke | 22 | 54 | |
| 3 | Leverkusen | 31 | 53 | |
| 4 | Dortmund | 10 | 45 | |
| 5 | Hamburg | 16 | 43 | |
| 6 | Bremen | 20 | 42 | |
| 7 | Mainz | -3 | 38 | |
| 8 | Wolfsburg | 3 | 37 | |
| 9 | Stuttgart | 2 | 35 | |
| 10 | Eintracht | -5 | 35 | |
| 11 | Hoffenheim | 3 | 32 | |
| 12 | M'Gladbach | -12 | 30 | |
| 13 | Köln | -11 | 27 | |
| 14 | Bochum | -19 | 27 | |
| 15 | Nürnberg | -19 | 24 | |
| 16 | Hannover | -19 | 23 | |
| 17 | Freiburg | -25 | 20 | |
| 18 | Berlin | -25 | 15 | |