Meine Eintracht

Spielbericht

26.09.2009, 15:30 Uhr 7. Spieltag / 1. Bundesliga
Eintracht Frankfurt
0 : 3
VfB Stuttgart

0:3 - Chancenlos bei erster Saisonniederlage

Am 7. Spieltag der Bundesligasaison 2009/10 musste die Eintracht vor heimischer Kulisse und 49 750 Zuschauern ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Zusätzlich geschwächt durch eine Rote Karte gegen Russ (33.) unterlagen die Adlerträger dem VfB Stuttgart klar mit 0:3 (0:2) nach Treffern von Schieber (19., 31.) und Hitzlsperger (54.)

Eintracht-Trainer Michael Skibbe musste sein Team im Vergleich zum furiosen Pokalauftritt gegen Aachen unter der Woche (6:4) erneut umbauen. Während Ioannis Amanatidis weiter wegen einer hartnäckigen Wadenzerrung fehlte, konnten auch der noch für eine Partie gesperrte Ochs sowie Vasoski, der sich im Pokalspiel einen Rippenbruch zuzog, nicht mitwirken. Für die beiden kamen Bajramovic und der rechtzeitig von einer Rippenprellung genesene Franz zurück ins Team. Taktisch rückte Chris aus dem defensiven Mittelfeld auf die Innenverteidigerposition, Franz spielte erneut den Rechtsverteidigerpart und Schwegler stellte den zentralen Mann vor der Abwehr dar.

Bei sonnigem Spätsommerwetter in der Commerzbank Arena übernahm von Beginn an der Gast aus Stuttgart das Kommando, fest entschlossen, seinen schwachen Saisonstart wieder gut zu machen. Alles andere als verunsichert präsentierte sich der VfB von Beginn an ballsicher, ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und stand schon im Mittelfeld um seine starke Doppel-Sechs Hitzlsperger und Khedira, die sich auf immer wieder gelungen ins Offensivspiel einschalteten, kompakt.

Die Eintracht ihrerseits kam so kaum dazu, ihr Spiel aufzuziehen und offenbarte früh Unaufmerksamkeiten in der Abwehr. So tauchte in der Anfangsphase gleich zwei mal Gebhart frei vor Oka Nikolov auf und zwang das Eintracht-Urgestein im Tor zu zwei Glanzparaden aus kurzer Distanz (3., 16.).

Eine Minute später war es allerdings geschehen: Der agile Hilbert brachte eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum, der aus seinem Kasten heraus eilende Nikolov kam nicht an den Ball und der von Chris nicht entscheidend gedeckte Schieber konnte zum 1:0 für die Gäste einschießen (17.).

In der Folge agierte die Eintracht weiter zu umständlich, das Offensivspiel war teilweise zu statisch und von so manchem Stockfehler geprägt. Anders der VfB Stuttgart, der weiter schnell nach vorne spielte und schnell nachlegen konnte: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld der Adlerträger marschierte Boka die linke Seite entlang, brachte eine scharfe Hereingabe in den Strafraum, die Russ nur vor die Füße von Schieber abwehren konnte. Der junge Stürmer der Schwaben hatte dann keine Mühe, aus 12 Metern den chancenlosen Nikolov zu überwinden (31.).

Wer dachte, es könnte nicht noch dicker kommen, irrte sich gewaltig: Nur Sekunden nach dem 0:2 kam der Ball zu Khedira, der startete vom Mittelkreis an durch und konnte gut 25 Meter vor dem Tor nur noch durch ein Foul von Russ gestoppt werden. Da der Eintracht-Verteidiger den letzten Mann bildete, entschied Schiedsrichter Gräfe auf Rot wegen Notbremse - eine harte, aber wohl vertretbare Entscheidung.

Danach stellte Trainer Skibbe seine Mannschaft um, Franz gab den zweiten Innenverteidiger neben Chris und Schwegler spielte fortan Rechtsverteidiger. Dazu kam Köhler für Liberopoulos in die Partie. Im ersten Durchgang änderte sich nichts mehr, die Eintracht, die durch Liberopoulos (9.) und Meier (27.) zwei halbwegs brauchbare Schusschancen hatte, die Jens Lehmann allerdings nicht vor ernsthafte Probleme stellte, musste mit einem bitteren 0:2-Rückstand und einem Mann weniger in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war der VfB Stuttgart vom Anstoß weg bestrebt, den sprichwörtlichen Sack zu zu machen und drängte auf das dritte Tor. Während Khedira (47.) und Hitzlsperger (49.) mit strammen Distanzschüssen noch scheiterten, machtes es Nationalspieler Hitzlsperger nach 54 Minuten dann ebenfalls aus der Ferne besser, als er nach einem Eckball von Khedira schön den Ball aufgelegt bekam und aus 18 Metern unhaltbar in den linken Torwinkel traf - die frühzeitige Entscheidung.

Die Eintracht, das muss man ihr zu Gute halten, ergab sich nicht kampflos seinem Schicksal, sondern war gegen freilich routiniert das Ergebnis verwaltende Stuttgarter bemüht, weiter nach vorne zu spielen. So kam Bajramovic mit einem satten Schuss zu einer guten Möglichkeit, die Lehmann nur zur Ecke klären konnte (63.).

In der verbleibenden halben Stunde der Partie passierte nicht mehr viel, Stuttgart verwaltete das klare Ergebnis gut und kam sogar noch zu weiteren Schusschancen aus der Distanz, bei denen sich Oka Nikolov noch einige Male auszeichnen konnte. Auf der Gegenseite schaffte es die Eintracht kaum noch, den Kasten von Jens Lehmann ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Und so blieb es am Ende beim klaren 0:3. Der VfB Stuttgart schießt sich also in Frankfurt aus seiner Krise, dank eines frühen Tores, einer sehr cleveren und zweikampfstarken Spielweise, besonders im Mittelfeld. Die Eintracht reist jetzt mit weiteren Personalproblemen am kommenden Freitag nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04 und hofft dort auf Wiedergutmachung.

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Die nächsten Termine

  • . Montag, 15.03. Ex-Eintracht Profi Bernd Nickel (61)
  • . Mittwoch, 17.03. Ex-Eintracht Profi Jürgen Pahl (54)
  • . Freitag, 19.03. Ex-Eintracht Profi Istvan Sztani (73)

Tabelle

TD Pkt.
1 Bayern 31 56
2 Schalke 22 54
3 Leverkusen 31 53
4 Dortmund 10 45
5 Hamburg 16 43
6 Bremen 20 42
7 Mainz -3 38
8 Wolfsburg 3 37
9 Stuttgart 2 35
10 Eintracht -5 35
11 Hoffenheim 3 32
12 M'Gladbach -12 30
13 Köln -11 27
14 Bochum -19 27
15 Nürnberg -19 24
16 Hannover -19 23
17 Freiburg -25 20
18 Berlin -25 15

Die nächsten Spiele

  • 20.03.2010 15:30 FC Bayern München
  • 26.03.2010 20:30 VfL Bochum
  • 03.04.2010 15:30 Bayer Leverkusen
  • 10.04.2010 * M'gladbach
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