Meine Eintracht

Spielbericht

20.09.2009, 15:30 Uhr 6. Spieltag / 1. Bundesliga
Eintracht Frankfurt
1 : 1
Hamburger SV

Drittes Heimspiel - drittes 1:1-Unentschieden

Die Eintracht hat heute vor 51.500 Zuschauern ihre Serie ungeschlagener Spiele unter dem neuen Trainer ausbauen können. Nach Treffern von Zé Roberto (8.) und Russ nach Vorarbeit von Meier (32.) reichte es gegen den Tabellenführer aus Hamburg heute immerhin zu einem 1:1 (1:1).

Die durch die Hereinnahme von Liberopoulos für Bajramovic im Vergleich zum Freiburgspiel offensiver ausgerichtete Heimelf erwischte einen schlechten Start. Der HSV war vor allem durch die flinke und spielintelligente Mittelfeldzentrale mit Jarolim und Zé Roberto anfangs präsenter und konnte nach einer zweifelhaften Freistoßentscheidung in Führung gehen. Trochowski zog den Freistoß direkt aufs Tor, Nikolov klatschte nach rechts vorne ab. Von dort köpfte Petric wieder nach innen, Zé Roberto war wenige Meter vor der Linie völlig frei und musste den Ball nur noch mit dem Kopf über die Linie drücken.

Das Spiel blieb trotz der frühen Ergebnisveränderung zunächst ruhig und weitgehend ereignislos. Die nächste Gelegenheit hatte nach erst 20 Minuten erneut der HSV, als Mathijsen nach einer Ecke am Tor vorbeiköpfte. Die Eintracht kam im Gegenzug zu ihrer ersten Chance, doch der Kopfball von Meier nach einer Freistoßflanke ging ein gutes Stück am Tor vorbei. In der Folgezeit erkämpfte sich die Eintracht in einer überaus zähen Partie mit großer Mühe ein geringes Übergewicht, das aber zunächst nicht zu zwingenden Aktionen vor dem gegnerischen Tor führte.

Nach einer halben Stunde kam es dann zu einer Abfolge wichtiger Spielsituationen. Zunächst vergab der HSV eine Kontersituation in Überzahl, weil Trochowski aus 18 Metern abzog, anstatt den Konter auszuspielen. Der Schuss strich am Tordreieck vorbei. Praktisch im Gegenzug schaltete sich Innenverteidiger Russ ausnahmsweise in einen Angriff mit ein, tankte sich auf links durch und spielte den Ball in die zentrale Position zu Liberopoulos. Der Grieche hielt den Ball zunächst, hob ihn dann gefühlvoll an die Strafraumgrenze, wo der starke Meier mit dem Kopf für den mitgelaufenen Russ ablegte. Der nahm den Ball knapp über der Grasnarbe direkt und knallte ihn durch die Beine von Rost zum Ausgleich ins Netz.

Das Spiel wurde nun offener und intensiver. Weitere Großchancen blieben bis zu Pause aber vor allem deswegen aus, weil die Eintracht ihre mehrfach mit sehenswerten Kombinationen begonnenen Angriffe nicht präzise zu Ende spielte. Da die Hessen nach dem Hamburger Führungstreffer aber mehr vom Spiel hatten, war der Pausenstand von 1:1 auf alle Fälle verdient.

Die Eintracht konnte das am Ende des ersten Durchgangs erreichte Niveau zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst nicht halten und begann auf dem inzwischen wegen eines heftigen Halbzeitschauers rutschigen Untergrund fahrig und unkonzentriert. Ein Missverständnis zwischen Vasoski und Russ ermöglichte dem zur Pause eingewechselten Pitroipa eine Schusschance, doch der Angreifer zielte aus 14 Metern knapp am kurzen Eck vorbei.

Etwa nach einer knappen Stunde bekam die Eintracht das Spiel wieder in den Griff und trug wieder Angriffe vor, wobei insbesondere der aufgerückte Franz immer wieder ins Spiel miteinbezogen wurde und einige brauchbare Flanken schlug. Die große Torgefahr ging in dieser Phase des Spiels aber von keiner der beiden im wesentlichen gleichstarken Mannschaften aus. Fortan wechselte das Übergewicht zwischen beiden Teams, dem HSV merkte man das Auswärtsspiel im Europapokal vor nur drei Tagen körperlich nicht an. Mitte der zweiten Hälfte konnten die Gäste sich erneut eine gute Gelegenheit erspielen. Der Freistoß von Petric ging jedoch etwa einen Meter am Tor vorbei.

Der Tabellenführer wirkte in der Schlussphase spritzig und leichtfüßig und war näher am Siegtreffer als die Gastgeber, die sich aufs Kontern verlegten und dabei harmlos blieben. Bis zum Ende blieben hochkarätige Chancen aber auf beiden Seiten selten. Die beste Chance hatte noch Castelen, der im Strafraum aus schwieriger Position nur einen Kullerball zustandebrachte, der allerdings fast noch im langen Eck des Eintrachttors gelandet wäre. Auf der anderen Seite hätte Meier beinahe noch eine Freistoßflanke von Schwegler eingeköpft, aber das wäre dann auch des Guten etwas zu viel gewesen.

So bleibt die Eintracht immerhin auch im siebten Pflichtspiel unter Michael Skibbe ungeschlagen und kann mit viel Selbstvertrauen in die beiden folgenden Heimaufgaben gegen Aachen (Mittwoch) und Stuttgart (Samstag) gehen.

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Die nächsten Termine

  • . Sonntag, 14.03. Ex-Eintracht Profi Andree Wiedener (40)
  • . So, 14.03. 10:00 Uhr Eintracht-Museum: Sammlermesse im Museum
  • . So, 14.03. 10:00 Uhr Training/Regeneration

Tabelle

TD Pkt.
1 Bayern 31 56
2 Schalke 22 54
3 Leverkusen 29 50
4 Dortmund 10 45
5 Hamburg 18 43
6 Bremen 20 42
7 Mainz -3 38
8 Wolfsburg 3 37
9 Stuttgart 2 35
10 Eintracht -5 35
11 Hoffenheim 3 32
12 M'Gladbach -12 30
13 Köln -11 27
14 Bochum -19 27
15 Nürnberg -19 24
16 Hannover -19 23
17 Freiburg -25 20
18 Berlin -25 15

Die nächsten Spiele

  • 20.03.2010 15:30 FC Bayern München
  • 26.03.2010 20:30 VfL Bochum
  • 03.04.2010 15:30 Bayer Leverkusen
  • 10.04.2010 * M'gladbach
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