Meine Eintracht

Spielbericht

12.09.2009, 15:30 Uhr 5. Spieltag / 1. Bundesliga
SC Freiburg
0 : 2
Eintracht Frankfurt

Eintracht auswärts weiter erfolgreich

Nach einer reifen taktischen Leistung hat die Eintracht ihr Auswärtsspiel beim Aufsteiger SC Freiburg alles in allem verdient mit 2:0 (0:0) gewonnen. Die Tore für die Adlerträger erzielten Neuzugang Maik Franz (68.) und Alexander Meier in der Nachspielzeit (90. +3).

Trainer Michael Skibbe änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 im letzten Heimspiel gegen Dortmund etwas überraschend auf einer Position. Caio musste mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen, stattdessen stand Zlatan Bajramovic nach langer Leidenszeit erstmals seit November 2007 wieder in einer Bundesligastartelf. Der Bosnier sollte gemeinsam mit Schwegler, Teber und dem rechtzeitig von einem grippalen Infekt genesenen Chris das Mittefeld kompakter gestalten.

Die erste Gelegenheit für die Eintracht ergab sich sogleich nach eigenem Anstoß: Gefällig wurde das Spiel über die linke Seite aufgebaut, Spycher, der sich außen frei gelaufen hatte, passte wunderbar zurück auf Amanatidis, dessen Schuss von der Strafraumgrenze gerade noch zur Ecke abgefälscht wurde (1.).

In der Folge entwickelte sich ein von Taktik geprägtes Spiel, in dem die Eintracht wesentlich mehr Ballbesitz verzeichnen konnte und anfangs das Spielgerät immer wieder ansehnlich durch die eigenen Reihen laufen ließ. Der Aufsteiger aus dem Breisgau beschränkte sich hingegen darauf zu reagieren, störte die Hessen früh und brachte immer wieder schnell genügend Akteure hinter den Ball, sodass keine Torchancen entstanden. Eigene Angriffsbemühungen des SC verpufften schnell, gegen eine genauso gut organisierte Frankfurter Hintermannschaft gab es für die sehr biederen Freiburger ebenfalls kein Durchkommen.

Die kompakte Vorgehensweise beider Defensivverbünde führte mit zunehmender Spieldauer dazu, dass die Partie immer unansehnlicher wurde und an einen lauen Sommerkick erinnerte. Torgelegenheiten gab es im ersten Abschnitt weiter keine, dazu häuften sich durch das Attackieren des Gegners auf beiden Seiten die Abspielfehler im Mittelfeld.

Die zweite Halbzeit begann dann allerdings mit einem Paukenschlag des Aufsteigers. Banovic nahm mit einem Freistoß vom linken Strafraumeck Maß und knallte den Ball an die Unterkante der Latte, von wo er heraus sprang und die Situation bereinigt werden konnte (48.). Unmittelbar danach hatte der ansonsten starke Oka Nikolov im Tor der Eintracht Mühe, einen Schuss vom agilen Bechmann, der oft nur durch taktische Fouls gestoppt werden konnte (sowohl Schwegler, als auch Chris und Teber sahen nach Foul am Dänen die Gelbe Karte), festzuhalten (53.). Freiburg war aufgewacht und in einer weiter durchschnittlichen Partie jetzt das bessere Team.

Die Skibbe-Schützlinge versäumten es dagegen, bei Ballgewinn schnell umzuschalten, meist war nur einer der beiden Angreifer, Meier und Amanatidis, als Anspielstation zu finden.

Und so musste in diesem „dreckigen“ Spiel eine Standardsituation das erste Tor bringen und die Partie öffnen: Bajramovic führte für die Eintracht einen Freistoß von rechts kurz aus, Schwegler flankte von der Mitte in den Sechzehner, Teber verpasste noch, doch am langen Pfosten hatte Neuzugang Maik Franz keine Mühe den Ball am geschlagenen Pouplin im SC-Tor vorbei zu bugsieren (68.) - die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung für die Adlerträger.

Nach diesem Führungstor nahm die Partie dann endlich Fahrt auf, Freiburg musste seinen kompakte Defensive preisgeben und riskierte mehr. Die Folge waren zwei große Möglichkeiten durch Banovic (70.) und eine verunglückte Flanke von Cha, die zum Torschuss wurde (74.); beide Male reagierte Nikolov im Tor prächtig und verhinderte den Ausgleich.

Die Eintracht verließ sich in dieser heiklen Phase vollends auf ihre stets aufmerksame Abwehr um die wieder mal fehlerlosen Russ und Vasoski, die dafür sorgten, dass man gefühlt jeden Kopfball gewann und nicht mehr ernsthaft um den Sieg zittern musste. Auch Linksverteidiger Spycher spielte sehr abgeklärt und hielt seine Seite über 90 Minuten dicht.

In der Nachspielzeit gelang es der am Ende sehr effektiven Frankfurter Mannschaft dann sogar noch, eine der wenigen gut ausgespielten Kontermöglichkeiten zum 2:0 zu verwerten: Köhler, der nach seiner Einwechslung immer wieder stark die Kugel behauptete, setzte den freien Meier im Strafraum schön ein, der spielte Torwart Pouplin aus und schob ins leere Tor ein (90. +3).

Am Ende siegt das Team von Trainer Michael Skibbe dank der abgezockteren Spielweise verdient mit 2:0. Gerade in der Defensive agierte die Eintracht immer konzentriert, zweikampf- und kopfballstark und meist ohne Fehler. Das Spiel nach vorne hakte allerdings noch an einigen Stellen, von schnellem Kombinationsspiel war wenig zu sehen. Gegen eine lange zu harmlose Freiburger Mannschaft reichten letztlich jedoch die rar gesäten starken Momente, um den zweiten Saisonsieg einzufahren. Nach diesen zwei Siegen und drei Remis bleibt man damit weiter ungeschlagen und rangiert in der Tabelle vorübergehend auf dem dritten Platz. Eine schöne Momentaufnahme, die weiter für viel Selbstvertrauen sorgen dürfte.

Quickfinder

Der schnelle Weg zu den wichtigsten Infos:

Die nächsten Termine

  • . Freitag, 19.03. Ex-Eintracht Profi Istvan Sztani (73)
  • . Fr, 19.03. 16:30 Uhr Training
  • . Sa, 20.03. 15:30 Uhr Eintracht Frankfurt - FC Bayern München (27. Spieltag)

Tabelle

TD Pkt.
1 Bayern 31 56
2 Schalke 22 54
3 Leverkusen 31 53
4 Dortmund 10 45
5 Hamburg 16 43
6 Bremen 20 42
7 Mainz -3 38
8 Wolfsburg 3 37
9 Stuttgart 2 35
10 Eintracht -5 35
11 Hoffenheim 3 32
12 M'Gladbach -12 30
13 Köln -11 27
14 Bochum -19 27
15 Nürnberg -19 24
16 Hannover -19 23
17 Freiburg -25 20
18 Berlin -25 15

Die nächsten Spiele

  • 20.03.2010 15:30 FC Bayern München
  • 26.03.2010 20:30 VfL Bochum
  • 03.04.2010 15:30 Bayer Leverkusen
  • 10.04.2010 * M'gladbach
Sponsoren
Newsletter-Abo
Suche
Bundesliga-Logo