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In einem offenen und packenden Spiel vor 51.050 Zuschauern trennten sich die Eintracht und Borussia Dortmund heute 1:1 (0:0). Nach der Gästeführung durch Zidan (62.) traf Amanatidis (68.) zum verdienten Ausgleich.
Bei der Eintracht kehrte Schwegler nach seiner Verletzungspause auf der halblinken Seite ins Team zurück und rechtfertigte seinen Einsatz mit klugem Passpiel und energischem Zweikampfverhalten. Energisch war auch die Spielweise von Franz, der wie nach seiner Einwechslung in Köln für den gesperrten Ochs als rechter Verteidiger agierte. Der BVB verzichtete zunächst auf Barrios. Trainer Klopp brachte Eintracht-Schreck Zidan, setzte vorne auf schnelle Wirbler und verzichtete etwas auf Kopfballstärke bei den Standards (auch wenn Zidan und vor allem Valdez keine schlechten Kopfballspieler sind). Dennoch entschied sich die Eintracht, in der ersten Hälfte auf die Luftüberlegenheit zu verzichten und jede Ecke in Kniehöhe reinzubringen.
Davon abgesehen, hatten die Frankfurt-Fans keinen Anlass, mit dem Team zu hadern, das sich zwar gelegentlich schnellen gegnerischen Angriffen ausgesetzt sah, insgesamt aber durchaus das Spiel bestimmte. Meier und Amanatidis tauchten allein vor Weidenfeller auf, scheiterten aber jeweils aus schwieriger Position am glänzend reagierenden Keeper. Zudem wurde ein Treffer von Amanatidis nach Ballgewinn und schönem Pass von Caio wegen einer zweifelhaften Abseitsposition aberkannt. Die leichte Überlegenheit der Hessen zahlte sich also bis zur Pause nicht aus, es ging ohne Treffer in die Kabine.
Nach der Pause drückte die Eintracht in der Regel wieder, hatte aber mehrfach auch Phasen zu überstehen, in denen die Gäste nach Frankfurter Ballverlusten sehr schnell und zielstrebig nach vorne spielten und gefährlich waren. So fiel auch das 0:1, als Zidan sich an der Strafraumgrenze mit etwas Glück und viel Geschick erfolgreich durchwühlte und Nikolov überwand. Die Eintracht brachte Bajramovic und Liberopoulos für Teber und Caio. Insbesondere die Einwechslung des Bosniers Bajramovic brachte großen Schwung auf der rechten Seite. Von dort aus machte sich wenig später Amantidis mit dem Ball am Fuß auf in die zentrale Position. Der Grieche, dem bis dahin nicht viel gelungen war und der vor dem 0:1 den Ball verloren hatte, legte all seinen Frust in den Schuss mit dem linken Fuß und traf ins linke Eck (3. Saisontreffer).
Die Eintracht, die mustergültig auf den ersten Rückstand der Saison reagiert hatte, bekam nun die zweite Luft und erarbeitete sich eine weitgehende Überlegenheit. Diese hätte durchaus auch zum Siegtreffer führen können, doch traf Amanatidis nur das Außennetz, nachdem er Weidenfeller umkurvt hatte. Und in der Schlussminute klatschte ein Kopfball von Meier über den Schlussmann hinweg an die Unterkante der Latte und prallte zurück ins Feld. Auch wenn Dortmund gefährlich blieb, wäre der Sieg letztlich nicht unverdient gewesen.
Aber auch so feierten die Fans nach dem Schlusspfiff ihr Team, das nicht nur eine ansprechende Leistung ablieferte, sondern auch als eine der ganz wenigen Mannschaften der 1. Liga auch nach dem 4. Spieltag noch ungeschlagen ist.
| TD | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 31 | 56 | |
| 2 | Schalke | 22 | 54 | |
| 3 | Leverkusen | 31 | 53 | |
| 4 | Dortmund | 10 | 45 | |
| 5 | Hamburg | 16 | 43 | |
| 6 | Bremen | 20 | 42 | |
| 7 | Mainz | -3 | 38 | |
| 8 | Wolfsburg | 3 | 37 | |
| 9 | Stuttgart | 2 | 35 | |
| 10 | Eintracht | -5 | 35 | |
| 11 | Hoffenheim | 3 | 32 | |
| 12 | M'Gladbach | -12 | 30 | |
| 13 | Köln | -11 | 27 | |
| 14 | Bochum | -19 | 27 | |
| 15 | Nürnberg | -19 | 24 | |
| 16 | Hannover | -19 | 23 | |
| 17 | Freiburg | -25 | 20 | |
| 18 | Berlin | -25 | 15 | |