Meine Eintracht

Spielbericht

12.12.2009, 15:30 Uhr 16. Spieltag / 1. Bundesliga
1899 Hoffenheim
1 : 1
Eintracht Frankfurt

Erfolg bei der Rückkehr von Christoph Preuß

Die Eintracht hat heute vor 30.150 Zuschauern überraschend, aber hochverdient einen Punkt aus Hoffenheim entführen können. Den frühen Führungstreffer für die Gastgeber durch Salihovic (8., FE) konnte Schwegler (61.) mit einem schönen Weitschuss egalisieren.

Trainer Michael Skibbe musste die Mannschaft wegen der Gelbsperre von Franz und des verletzungsbedingten Ausfalls von Bajramovic ohnehin auf zwei Positionen umbauen und entschied sich dafür, die beiden Spieler durch Jung und Teber zu ersetzen. Beim Warmmachen musste dann auch Kapitän Spycher verletzt passen und wurde kurzfristig durch Köhler ersetzt. Erstmals im Kader war nach jahrelanger Verletzungspause endlich wieder Christoph Preuß, der zuletzt in zwei Einsätzen für die U23 Spielpraxis sammeln konnte.

Die Eintracht spielte trotz der Ausfälle von Beginn an gut mit. Das durch zwei Siege in Folge gewonnene Selbstvertrauen war insbesondere an einigen gelungenen Ballstafetten über die rechte Seite erkennbar, wo vor allem Jung keine Nervosität zeigte. Schwegler und Meier verzeichneten im Zentrum einige gelungene Ideen auf engem Raum. In der 8.Minute kamen die Gastgeber dann aber erstmals gefährlich nach vorne und wurden nach einem Rempler des Ex-Hoffenheimers Teber gegen Ibisevic im Strafraum prompt mit einem Strafstoß belohnt, den Salihovic sehr sicher zur Führung verwandelte. Nach einer Viertelstunde gelang es dann dem vordersten Angreifer Liberopoulos, knapp 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß herauszuholen, den Teber knapp am Tor vorbeizirkelte. Letztlich hatten die Gäste, die den Ball gut laufen ließen und sich in den Zweikämpfen geschickt verhielten, in der Anfangsviertelstunde sogar mehr vom Spiel, belohnten sich dafür aber kaum mit zwingenden Chancen.

In der 20. Minute wurde Teber nach einer der vielen schönen Frankfurter Kombinationen 18 Meter zentral vor dem Tor gefoult, als er gerade schießen wollte. Erneut vergab Teber die Freistoßgelegenheit, als er den Ball etwa einen halben Meter über die Latte setzte. Teber, der in vielen Belangen auffälligste Spieler der ersten halben Stunde, sorgte auch für den nächsten Torschuss, als er in der 26. Minute eine schwierige Volleyabnahme weit am Tor vorbeischoss. Von den Gastgebern war bis auf den Angriff, der zum Strafstoß führte, bis dahin im Grunde nichts zu sehen, erst nach einer halben Stunde tauchten sie mit einem Abseitstreffer von Ibisevic einmal wieder vor Oka Nikolov auf.

Das Spiel wurde nun offener, weil auch die Gastgeber wieder Offensivbemühungen zu verzeichnen hatten. Ein Schüsschen von Ibisevic landete in den Armen von Nikolov, etwas später schoss Salihovic einen Freistoß knapp neben das Tor. Die Eintracht musste in dieser Phase vor der Pause möglicherweise dem hohen Tempo und der hohen Intensität der Anfangsphase Tribut zollen. Trotzdem kamen die Hessen weiterhin zu Torgelegenheiten, doch ein Freistoß von Liberopoulos wurde von der Mauer zur Ecke abgefälscht. 3 Minuten vor der Pause drang Ba von links in den Strafraum ein, sein Flachschuss aus ganz spitzem Winkel blieb aber zwischen den Beinen von Nikolov hängen. Trotz einer Ballbesitzquote von 70 % in der ersten Hälfte und der klar besseren Sielanlage gingen die Hessen mit einem unverdienten Rückstand in die Kabine.

Den besseren Start nach der Pause hatte Hoffenheim. Compper kam nach einer Ecke zum Kopfball, köpfte den Ball aber an den Rücken eines Verteidigers. Etwas später zielte Ba aus spitzem Winkel sehr ungenau und setzte den Schuss weit am kurzen Eck vorbei. Die Eintracht hatte in dieser Phase sichtlich Mühe, den Rhythmus der ersten Hälfte wieder zu finden. Die Gastgeber drückten weiter, Die Überlegenheit fand unter anderem Ausdruck in einer scharfen Flanke von Salihovic, die knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus flog. Einem Schuss von Ochs neben das Tor, der ersten guten Eintracht-Aktion im zweiten Durchgang, folgte ein Alleingang von Obasi, der über das halbe Feld hinweg alleine auf der Frankfurter Tor zulief, dann aber im Abschluss kläglich verzog. Nach einem beherzten Korkmaz-Solo an zahlreichen Gegenspielern vorbei kam der Ball auf der anderen Seite zu Liberopoulos, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Die Eintracht wurde nun wieder stärker und beschäftigte die nicht immer sattelfeste Hintermannschaft der Gegner. Folgerichtig fiel nach einem Pass von Korkmaz nach einer Stunde der Ausgleich durch einen Distanzschuss des starken Schwegler.

Die Eintracht legt nach einem furiosen Auftritt von Ochs auf der rechten Seite fast noch nach, musste aber auch gleich wieder eine Schrecksekunde überstehen, als ein Kopfball nach Ecke nur knapp am Tor vorbeistrich. Hoffenheim wurde mit der Einwechslung von Carlos Eduardo für Weis nun noch offensiver, das Spiel blieb insgesamt auf unverändert hohem Niveau. Als nächstes prüfte Salihovic Nikolov mit einem überraschend direkt aufs Tor gezogenen Freistoß. Der Frankfurter Schlussmann hatte dies jedoch geahnt und ließ sich nicht überlisten. Der nächste Salihovic-Freistoß kam als Flanke scharf in den Strafraum, wo er Russ gegen den Ellenbogen sprang. Schiedsrichter Perl bewertete diese Szene nicht als elfmeterreif, wohl auch wegen des zweifelhaften Strafstoßes in der ersten Hälfte, was zu wütenden Protesten der Hoffenheimer führte.

Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Gastgeber die Kontrolle über das Spiel erlangt, die Eintracht beschränkte sich nun auf gelegentliche Entlastungsangriffe, die es im Unterschied zu den Spielzügen der ersten Hälfte ständig an Präzision vermissen ließen. Erst 12 Minuten vor dem Ende spielten sich die Gäste wieder durchdacht nach vorne, hatten aber Pech, dass ein Schuss von Meier in den Armen von Hildebrand landete. Diese Szene war der Beginn einer stärkeren Phase der Frankfurter, zu denen nun endlich die zuvor vermisste Ballsicherheit zurückkehrte. Am Ende spielten beide Teams noch gefährlich nach vorne und hätten das Spiel beide für sich entscheiden können. Zuletzt schoss Chris den Ball aus aussichtsreicher Position nach einer Ecke über das Tor. Dann wurde noch Christoph Preuß eingewechselt und von den Fans mit Sprechchören gefeiert. Bereits wenige Minuten zuvor kam der ebenfalls eingewechselte Titsch-Rivero zu seinem Bundesligadebüt.

Am Ende steht ein verdienter Punktgewinn, durch den die Eintracht ihr Halbserienziel von 23 Punkten bereits nach dem 16. Spieltag erreichen konnte. Dies berechtigt zu einiger Vorfreude für das letzte Heimspiel des Jahres am Samstag gegen Wolfsburg, wenn die Zielsetzung sogar noch übertroffen werden kann.

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Tabelle

TD Pkt.
1 Bayern 30 53
2 Schalke 21 51
3 Leverkusen 29 50
4 Hamburg 18 43
5 Dortmund 7 42
6 Bremen 19 39
7 Stuttgart 3 35
8 Eintracht -4 35
9 Mainz -4 35
10 Wolfsburg -1 34
11 Hoffenheim 4 32
12 M'Gladbach -8 30
13 Köln -10 27
14 Bochum -16 27
15 Nürnberg -20 21
16 Hannover -20 20
17 Freiburg -24 20
18 Berlin -24 15

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  • 03.04.2010 15:30 Bayer Leverkusen
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