2:1 gegen Bremen, wieder ein Last-Minute-Sieg. Sébastien Haller beschreibt in den Stimmen zum Spiel nochmal sein Tor, Niko Kovac zieht ebenso sein Fazit wie Lukas Hradecky.

Sébastien Haller: "Natürlich habe ich dran geglaubt, dass wir das Spiel noch gewinnen können. Du musst immer dran glauben, selbst wenn du nicht gut spielst. Man hat gesehen, dass eine Aktion reicht, um das Spiel zu gewinnen. Das Team war fokussiert und hat alles gegeben, ich war nicht alleine. Wenn der Ball in den Strafraum kommt, musst du schnell reagieren. Alles in deinem Kopf geht so schnell. Du kannst nicht kalkulieren oder nachdenken. Du versucht einfach, den Ball perfekt zu treffen. Als Stürmer ist es dein Job, zu treffen. Wir können jetzt entspannt in die Länderspielpause gehen."

Niko Kovac: "Das hat Bremen richtig gut gemacht. Werder war sehr aggressiv, wir waren überhaupt nicht im Spiel. Wir waren nur zehn Minuten mit auf dem Platz in der ersten Halbzeit. Das 1:0 war unter dem Strich glücklich, durch das tolle Tor von Ante. Die spielstarken Bremer haben uns Probleme gemacht. Wir waren zu pomadig, haben nicht nach vorne verteidigt wie die Bremer. Kompliment an Lukas, der uns im Spiel gehalten hat. Wir hätten zur Pause 1:3 hinten sein können, da wäre der Drops gelutscht gewesen. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Wir hatten eine Vielzahl von Torchancen. Das Ergebnis ist glücklich, aufgrund der zweiten Halbzeit aber vielleicht nicht ganz unverdient. Es war ein harter Kampf, Kompliment an Bremen.  Die Werderaner haben das taktisch sehr gut gemacht, sie haben vor der Pause die Mitte dominiert. Sie hatten eine tolle Mentalität. Ich werde jetzt nicht überschwänglich feiern. Denn wir haben zwar gewonnen, aber es war nicht alles super. Mit 18 Punkten ist nichts passiert. Wir müssen den Abstand nach unten weiter vergrößern. Jetro ist umgeknickt und hat die Wade gespürt, deswegen musste er raus. Marc hat das im Training gut gemacht, deswegen hat er für Mijat gespielt."

Lukas Hradecky: "Ich bin glücklich, aber die Leistung war nicht gut. Es war insgesamt ein glücklicher Dreier, wir waren etwas nachlässig. Erste Halbzeit hätte Bremen mit zwei oder drei Toren führen müssen. Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen. Bremen hat sehr viel investiert, war in der ersten Halbzeit wesentlich zweikampfstärker, war nach dem Trainerwechsel sehr motiviert. Wegen der Viererkette hatten die Bremer so viele Räume in der ersten Halbzeit. Dann haben wir umgestellt, dann war es besser. Wir müssen ehrgeizig bleiben. Denn wenn wir so weitermachen, werden wir einige Spiele verlieren."

Jetro Willems: "Ich habe mich nicht schlimm verletzt. Ich muss ein bisschen vorsichtig sein. Wir hatten heute Chancen, waren aber erst in der Schlussphase sicher. Es ist wichtig, Punkte zu sammeln. Wir sind froh, dass wir die Fans mit dem späten Sieg glücklich gemacht haben."

MW

11. Spieltag: Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen

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