Vor dem Auswärtsspiel unserer Eintracht bei Hertha BSC Berlin am heutigen Abend haben wir ein Interview mit Berlins Defensivspezialist Fabian Lustenberger geführt.

Eintracht.de: Bereits seit August 2007 schnüren Sie Ihre Fußballschuhe für Hertha BSC. In 142 Bundesligaspielen für den Hauptstadtclub erzielten Sie allerdings erst drei Tore. Würden Sie manchmal gern mehr in des Gegners Strafraum für Unruhe sorgen?
Fabian Lustenberger: Jeder Fußballer schießt gerne Tore und klar wäre es schön öfter zu treffen. Aber ich bin nun mal eher ein defensiver Spieler, da habe ich mehr Qualitäten als in der Offensive. Daher konzentriere ich mich eher auf die Abwehrarbeit und versuche der Mannschaft dort zu helfen. Wenn es dann trotzdem mal mit einem Tor klappt, bin ich natürlich sehr glücklich darüber.

Mit nur 14 Gelben-Karten in Ihrer gesamten Bundesligalaufbahn gehören Sie zu den fairsten Defensivspielern in der laufenden Bundesligasaison. Sie mussten nur eine Gelbsperre absitzen und wurden lediglich einmal mit einer Gelb-Roten Karte, welche es ausgerechnet binnen vier Minuten gab, des Feldes verwiesen. Woran machen Sie diese geringe Anzahl an Verwarnungen fest?
Ich versuche, nicht blind in die Zweikämpfe zu gehen und die Situationen vorher zu lesen. Es ist immer mein Ziel, Situationen spielerisch und vor allem ohne ein Foulspiel zu lösen.

Sie stehen mit Hertha BSC nach 23 Spieltagen im oberen Tabellendrittel. Sie schnuppern aktuell und auch im gesamten Saisonverlauf immer wieder an den Plätzen zur Champions League. Wie sieht das Saisonziel für die Herthaner mittlerweile aus?
Das Saisonziel waren 40 Punkte plus x, die haben wir noch nicht und darum bleibt das weiterhin bestehen. Wir werden alles daran setzen diese 40 Punkte möglichst schnell und allgemein noch möglichst viele Punkte zu holen, aber das generelle Ziel hat sich nicht geändert. Wir wollen uns weiterentwickeln, das haben wir bis jetzt gemacht und so kann es auch gerne weitergehen - und dann schauen wir am Ende der Saison mal wie viele Punkte herausgekommen sind.

Sie haben viereinhalb Jahre zusammen mit Änis Ben-Hatira in Berlin gespielt. Auf was muss sich ein Gegenspieler von Ben-Hatira am meisten gefasst machen?
Änis kann ein sehr unangenehmer Gegenspieler sein, weil er sehr schnell und trickreich am Ball ist. Er ist immer für eine Überraschung gut und ein sehr guter Bundesligaspieler. Ich hoffe, dass er Frankfurt noch viel Freude bereitet – aber nicht ausgerechnet im Spiel gegen uns.

Mittwochabend und Flutlichtspiel im Berliner Olympiastadion: Was für eine Eintracht erwarten Sie?
Einen unangenehmen Gegner für den es um viel geht. Der Rückrundenstart war vielleicht nicht optimal, aber Frankfurt war in der Vergangenheit immer ein schwerer Gegner. Sie haben viele gute Spieler wie beispielsweise Alexander Meier, der gegen uns eigentlich immer getroffen hat. Es wird eine schwierige Partie, aber wir spielen zu Hause und haben die Ambition das Spiel zu gewinnen.

AE

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