Nach einer starken halben Stunde zu Beginn, aber auch dank leidenschaftlicher und konsequenter Defensivarbeit, holt die Eintracht nicht unverdient ihren ersten Dreier der Saison. Die Stimmen zum Spiel.

Bruno Hübner zum Spiel der SGE: „In den ersten 20 Minuten haben wir es richtig gut gemacht und hätten sogar schon zwei oder drei Tore erzielen können. Mit der Zeit wird es dann natürlich schwer, weil Gladbach eine unglaubliche Wucht in der Offensive erzeugen kann. In der zweiten Hälfte hat die Borussia dann gedrückt, aber unter dem Strich ist es uns gelungen, allzu klare Torchancen zu verhindern.“ Lobende Worte findet der Sportdirektor auch für Abwehrchef David Abraham, der die beste Zweikampfquote aller Feldspieler aufweisen konnte: „Wir wissen um Davids Stärken, er ist unheimlich wichtig für die Mannschaft und gibt immer alles. Er ist ein Vorbild als Spieler.“ Zudem konnte Hübner leichte Entwarnung beim ausgewechselten Kevin-Prince Boateng geben, der im ersten Durchgang einen Schlag auf die Schläfe abbekommen hatte und früh in der zweiten Halbzeit durch Ante Rebic ersetzt wurde. „Er  hat wohl eine leichte Prellung, es war eine Vorsichtsmaßnahme, dass wir ihn raus genommen haben.“

Mittelfeld-Dauerläufer Gelson Fernandes: „Wir mussten heute kompakt sein und viel arbeiten. Wir wussten, dass die Gladbacher über die Flügel mit Spielern wie Wendt, Elvedi, Herrmann und Hazard stark sind. Das war schwierig für uns, aber ich denke wir haben es vor allem in der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Bekanntlich ist Gladbach bei eigenem Ballbesitz sehr stark, daher mussten wir unsere Fünferkette möglichst eng machen. Leider konnten wir keinen unserer Konter nutzen, danach wäre es natürlich ein einfacheres Spiel geworden. So standen wir bis zum Ende unter Druck, aber wir haben trotzdem ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.“

Auch Niko Kovac zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, gerade angesichts des starken Gegners: „In der ersten halben Stunde haben wir ein sehr starkes Spiel gemacht, da wussten die Gladbacher vielleicht gar nicht so recht wie ihnen geschieht. Danach haben wir etwas nachgelassen und uns für meinen Geschmack ein bisschen zu weit hinten rein drücken lassen. Gladbach hatte dann auch sehr viel mehr Spielanteile, was sich allerdings nicht so sehr im Chancenverhältnis niedergeschlagen hat. Trotzdem war es natürlich schwer, hier gegen eine solche Mannschaft zu gewinnen. Das wird nicht vielen Teams gelingen.“

Lars Stindl, Kapitän von Borussia Mönchengladbach: „Wir waren eigentlich darauf eingestellt, dass die Eintracht versuchen wird, ihre kopfballstarken Stürmer anzuspielen, aber wir haben die ersten 15-20 Minuten gebraucht, um in die Partie hinein zu finden. Genau in der Zeit fällt das Führungstor und dann wird es schwer. Wir hatten im ersten Durchgang noch die eine oder andere Chance und haben dann nach der Pause weiter versucht anzurennen, aber es war schwer, heute zu Chancen zu kommen. Die Frankfurter Defensive ist sehr massiv und zweikampfstark am eigenen Sechzehner. Wir hatten viel Ballbesitz, haben es aber nicht so richtig geschafft, uns daraus auch Torchancen zu erspielen, weil wir nicht in die Räume und hinter die Ketten gekommen sind. Da haben wir auch manches vermissen lassen und das müssen wir schnell ändern“. 

MR

3. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt

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