In der Pressekonferenz vor dem 3. Spieltag sprach Trainer Niko Kovac über den kommenden Gegner, die Verletzung von Makoto Hasebe und die Besonderheit der Begegnung.

Trainer Niko Kovac über…

…die personelle Situation: Aus der Länderspielpause sind eigentlich alle gesund zurückgekehrt. Bis auf Makoto Hasebe. Er hat mit Japan gegen Australien gespielt und anschließend Schmerzen im Knie gespürt. Nicht in dem Knie, mit dem er zuletzt zu kämpfen hatte, sondern mit dem anderen. Aus diesem Grund ist er auch früher vom Nationalteam abgereist. Wir haben im Training getestet, wie belastbar er ist, und festgestellt, dass es für Samstag nicht reicht. Es lässt sich aktuell nicht sagen, wie lange Makoto ausfallen wird – ob nur ein paar Tage oder länger – aber klar ist, dass wir kein Risiko eingehen möchten.

… mögliche Umstellungen durch den Ausfall von Hasebe: Makoto hat seine Rolle in der Dreierkette außergewöhnlich gut interpretiert. Sowohl defensiv als auch offensiv. Diese Qualität wird uns fehlen. Und da jeder seine eigene Spielweise mitbringt, wird sich unser Spiel natürlich ein bisschen verändern. Wie das am Ende aussieht – ob wir weiter mit einer Dreier- oder möglicherweise auch mit einer Viererkette spielen – muss man abwarten. Beides ist möglich.

… den Fitnesszustand von Carlos Salcedo: Durch seine Verletzung hat Carlos die Vorbereitung nicht so durchziehen können, wie wir uns das vorgestellt haben. Er ist logischerweise noch nicht bei 100 Prozent. Er hat aber gut gearbeitet und ich bin zufrieden mit seinem Zustand. Er ist deshalb auch eine Alternative für Samstag.

… Ante Rebic: Ante ist körperlich gut drauf und wird mit nach Mönchengladbach fahren. Ob er schon zum Einsatz kommt, muss man abwarten. Ich habe insgesamt einen positiven Eindruck von ihm. Auch die kurze Zwischenzeit in Italien scheint ihm gut getan zu haben. Er ist ein junger Spieler, der einen Reifeprozess durchmacht. Und man sieht ihm im Training an, dass er von der ersten bis zur letzten Minute an motiviert ist. Wenn er das beibehält und auch auf den Platz bringen kann, wird er sich und damit auch uns belohnen.

…die Rolle von Prince Boateng: Seine Vielseitigkeit ist sehr positiv für uns. In der Offensive tut er der Mannschaft mit seiner Präsenz sehr gut. Genau wie Sebastien Haller. Solche Spielertypen können Bälle halten, sodass andere nachdrücken können. Prince ist aber auch ein Spieler, der von der Sechs kommen kann. Dann sucht und fordert er die Bälle seiner Mitspieler und kann seine Passqualität unter Beweis stellen. Wo wir ihn am Ende einsetzen, müssen wir sehen.

… die letzten Aufeinandertreffen mit der Borussia: Die Spiele gegen Gladbach in der vergangenen Saison waren sehr intensiv. Es gab letztlich zwei Unentschieden, bei denen wir – wenn man alles zusammen nimmt – schon leichte Vorteile hatten. Diese Eindrücke wollen wir mit ins morgige Spiel nehmen. Insbesondere natürlich jene aus unserer letzten Begegnung in Mönchengladbach. Beim Pokalhalbfinale haben wir vor allem im ersten Abschnitt ein tolles Spiel gemacht. Dort haben wir gezeigt, dass wir auch im BORUSSIA-PARK aktiv nach vorne spielen und den Gegner unter Druck setzen können.

… den kommenden Gegner: Gladbach hat eine tolle und spielstarke Mannschaft, die im Sommer gut verstärkt wurde. Das haben sie bei den ersten Auftritten auch bereits bewiesen. Aber Dieter Hecking, der super Arbeit leistet, weiß auch, dass wir starke Auftritte in unseren beiden ersten Partien hatten und mehr als nur einen Punk verdient gehabt hätten. Dementsprechend werden sie uns ernst nehmen. Ich bin mir sicher, dass es wieder ein sehr intensives Spiel werden wird. Borussia wird versuchen, das Heft des Handelns zu Hause in die Hand zu nehmen und wir werden uns dagegen stemmen.

… die Ausgangssituation vor dem 3. Spieltag: Am Ende ist es natürlich immer entscheidend, wie viele Punkte wir auf dem Konto haben. Aber ich habe hier in Frankfurt gelernt, mich nicht durch Ergebnisse leiten zu lassen. Sondern durch das, was ich sehe. Durch die Art und Weise, wie das Team auftritt. Und die war bisher sehr positiv. Dass wir nach zwei Spieltagen erst einen Punkt auf dem Konto haben, ist kein Weltuntergang. Oft hat einfach immer das gewisse Etwas gefehlt. Aber das Blatt wird sich wenden. Und wir wollen dafür sorgen, dass es schon sehr bald soweit sei wird.

TTJ

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