bernie schrieb:Wenn ich mich nicht verzählt habe, gab es 7 Elfmeter für Düsseldorf und 6 Hinausstellungen für den Gegner.
Und das an 13 Spieltagen.
Also statistisch gesehen in jedem Spiel einen Elfmeter oder Platzverweis.
Ich bin ja schon lange der Meinung, dass Rösler und Co. das Schwalben und provozieren bewusst trainieren. Aber so langsam sollten das den Schiedsrichtern mal auffallen.
Werner, du bist dran, aber eine solche Statistik dürfte einmalig sein.
Da ich nicht alle Spiele von Düsseldorf gesehen habe, nur mal was der Kicker schreibt
1. Spieltag gegen Bochum: Knapp zwei Minuten später kam es noch dicker für die Funkel-Schützlinge. Bei seinem ersten Zweitligaeinsatz sah Berger nach hartem Einsteigen gegen Weber von Dr. Felix Brych die Gelb-Rote Karte (68.).
Dr. Felix Brych (München) Note 3
sehr harte Entscheidung bei Gelb-Rot gegen Berger, ansonsten meist im Bilde in einer schwer zu leitenden Partie.
2. Spieltag in Paderborn: Dann stand wieder Beister im Mittelpunkt. Im gegnerischen Sechzehner wurde der 20-Jährige von Wissing gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Langeneke sicher ins linke untere Eck (42.)
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) Note 3
lag beim Elfmeter richtig; zeigte aber kleinere Schwächen in der Zweikampfbeurteilung.
4. Spieltag bei uns (nur der vollständigkeit halber): In der 89. Minute verloren die Hessen sogar noch ihren Toptorjäger der ersten Spieltage, Alex Meier, nachdem er im Luftduell mit Bodzek kollidierte und von Schiedsrichter Hartmann mit Gelb-Rot bedacht wurde.
Robert Hartmann (Wangen) Note 6
viele Fehler, die gravierendsten: Hätte mindestens einen Foulelfmeter pfeifen müssen (58. Schildenfeld an Bröker), schickte Meier zu Unrecht vom Platz.
5. Spieltag gegen 1860: Feick war erneut überfordert mit Beister, brachte den HSV-Leihspieler im Sechzehner klar zu Fall und Rösler übernahm Verantwortung - erfolgreich! (29.).
Florian Meyer (Burgdorf) Note 1,5
nahm anfängliche Härten durch viele Pfiffe erfolgreich heraus, hernach ein umsichtiger Leiter, der fast alle Entscheidungen richtig traf, nur über die Gelbe Karte für Volland konnte man diskutieren
7. Spieltag gegen den KSC: Die Düsseldorfer spielten dagegen bisweilen gefällig nach vorne und wurden bereits nach gut zehn Minuten belohnt, als Langeneke einen von Stefan Müller ungeschickt an Bröker verursachten Elfmeter sicher verwandelte (11.).
...ehe Stefan Müller nach seinem zweiten gelbwürdigen Foul - der Innenverteidiger hatte bereits für den Elfmeter Gelb gesehen - von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer des Feldes verwiesen wurde (21.).
Thorsten Kinhöfer (Herne) Note 3
lag zwar nicht immer richtig, in den wichtigen Situationen entschied er aber korrekt.
8. Spieltag in Aue: Hensel trat am eigenen Strafraum über den Ball, Rösler stahl sich dazwischen und wurde prompt auf der Linie gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Langeneke (14.).
Felix Zwayer (Berlin) Note 2
insgesamt ein sicherer Leiter, der auch in den wenigen hitzigen Szenen den Überblick behielt.
9. Spieltag gegen Cottbus: Nur eine Minute nach Wiederanpfiff schwächten sich die Gäste auch noch selbst: Nach Röslers weitem Pass kam es zum Duell zwischen Ilsö und Roger. Der Fortune verschaffte sich mit einem Foul einen Vorteil und war durch, Roger trat nach und flog vom Platz (46.).
Auch nach dem zweiten Feldverweis - Rangelovs Ampelkarte empfanden die Cottbuser als harte Entscheidung (74.) - gaben sich die nach dem Wechsel wie verwandelten Lausitzer nicht auf.
Tobias Welz (Wiesbaden) Note 2,5
ließ am Anfang viel laufen, übertrieb es am Ende etwas mit den Karten, beide Platzverweise aber waren gerechtfertigt.
10. Spieltag in Braunschweig: Zunächst konnte Henn noch auf der Linie klären, dann legte er Beister im Strafraum und Langeneke verwandelte sicher zum verdienten Ausgleich (84.).
Markus Wingenbach (Diez) Note 3,5
hatte die sehr intensive und mit etlichen kniffligen Szenen gespickte Partie gut im Griff. Beisters Tor (38.) nicht zu geben, weil der im Abseits stehende Rösler die Sicht des Torhüters beeinträchtige, war strittig. Als Theuerkauf aber Beister hielt (55.), hätte er auf den Punkt zeigen müssen.
11. Spieltag in Hamburg: Die Gelb-Rote Karte für Thorandt beeinflusste das Spielgeschehen noch mehr zu Gunsten der Gäste, die fortan großen Druck aufbauen konnten.
Günter Perl (Pullach) Note 1,5
machte in einem hektischen und umkämpften Spiel fast alles richtig. Erkannte Brökers Abseitsstellung vor dem Tor (60.), Gelb-Rot gegen Thorandt war ebenso korrekt (Ellbogenschlag gegen Rösler).
12. Spieltag gegen Rostock: Auf der anderen Seite war es einmal mehr Beister, der die Rostocker Hintermannschaft mit seinen Tempo-Dribblings in Verlegenheit brachte. Der Flügelflitzer drang in den Strafraum ein und wurde von Pannewitz mit einer Grätsche gestoppt. Schiedsrichter Kampka entschied sofort auf Elfmeter. Langeneke trat an und verlud den Torwart mit einem zentral-platzierten Schuss (27.).
Robert Kampka (Mainz) Note 3,5
überwiegend souveräne Spielleitung, aber den Elfmeter für Düsseldorf zu geben, war zumindest fragwürdig: Pannewitz traf im Zweikampf mit Beister zunächst den Ball.
13. Spieltag in Frankfurt: Die Hausherren ließen sich von einem von links flach in den Strafraum gespielten Freistoß überraschen. Rösler war zuerst am Ball und wurde anschließend klar vom Ex-Düsseldorfer Gaus gelegt - Elfmeter! Rösler trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:2 (55.).
Noch keine Schiribewertung, das Spiel habe ich nicht gesehen und kann deswegen auch nichts dazu sagen.
Alles in allem fallen schon die vielen Elfmeter und Platzverweise auf, besonders da es oft wichtige Tore waren, aber dennoch habe ich, nach eigenem Empfinden für die Spiele die ich gesehen habe, noch nach den Bewertungen vom kicker, nicht das Gefühl dass Düsseldorf hier massiv bevorteilt wird. Wenn der Gegner sich in Zweikämpfen blöd anstellt, meist gegen Beister, ist das eben blöd für uns.