Ich plädiere schon seit Jahren dafür, dass sich die FIFA bzw. UEFA mal mehr um diese Dinge kümmert. Mag ja sein, dass bei einigen Clubs den Schulden auch entsprechende Werte gegenüber stehen, aber sicher bei den meisten nicht. Außerdem geht auf die Art und Weise die Schere zwischen den Großclubs und den etwas kleineren immer weiter auf, solange, bis die Ligen uninteressant werden, weil z.B. in Spanien (das bahnt sich ja dort schon an bzw. ist schon der Status Quo) über eine Saison gesehen kein Club mehr eine Chance hat, gegen Barca und Real anzustinken. Da gibts mal die eine oder andere Sensation, aber ansonsten war es das. Dass dort mal ein Club überraschend Meister wird, wie bei uns in der letzten Saison Wolfsburg, ist schon jetzt so gut wie ausgeschlossen. Ähnlich sieht es in England aus. Der Meister rekrutiert sich aus vier Clubs und das war's. Ich finde, da täte ein Blick über den großen Teich ausnahmweise mal gut. Z.B. in der NBA gibt es den Salary Cap, also eine Obergrenze, was die Teams an Gehältern ausgeben dürfen. Was darüber ist, kostet dann eine nicht unbeträchtliche Luxussteuer. Außerdem tut man dort auch in anderer Beziehung etwas, um die Spannung in der Liga zu erhalten, indem in jeder Saison die schwächsten Teams der Vorsaison bei der Auswahl der besten Nachwuchsspieler (Draw) die erste Wahl haben. Natürlich kann man das nicht 1:1 abbilden, aber Anleihen sind doch erlaubt. Bei und bekommen im Gegenteil die Großen immer mehr und die Kleinen immer weniger. Für mich z.B. ist die Champions League nur noch sehr bedingt interessant, weil es doch im Endeffekt immer dieselben Clubs sind, die sich dort treffen und alles unter sich ausmachen. Ich möchte auch mal andere Clubs dort sehen, warum nicht auch irgendwann die Eintracht? Aber die Wahrscheinlichkeit dafür geht in den nächsten fünfzig Jahren gegen Null, wenn sich nicht etwas radikal ändert - und das können nur die großen internationalen Verbände. Wenn man sich andererseits diese angestaubten, verknöcherten Strukturen und Herrschaften dort anschaut, die ja gerade kürzlich wieder versäumt haben, den Schritt ins 21. Jahrhundert zu vollziehen, den alle anderen schon vor beinahe zehn Jahren getan haben, indem sie wiedereinmal gegen technische Hilfsmittel entschieden haben, kann man das wohl getrost vergessen.