zid schrieb:Vielleicht sollte man sich bei der Ausrüster-Frage einfach mal das Image der jeweiligen Firma zu Gemüte führen...
Nike: Großer Ami, bekannt geworden mit Michael Jordan, geben massenhaft Geld aus und mischen überall mit, seit 1989 weltweit führender Hersteller von Sportartikeln, 30200 Mitarbeiter, Umsatz 2008 18,6 Milliarden Dollar -> Weltmarke
adidas: Großer Deutscher, ewig lange Tradition, in jeder großen Sportart vertreten, machen geile aber viel zu runde Flatterbälle, 38982 Mitarbeiter, 10,8 Milliarden Euro Umsatz 2008 -> Weltmarke
Puma: Zweitgrößter Deutscher, gegründet von Rudolf Dassler (Bruder von Adi Dassler - adidas), ebenso lange Tradition, 10069 Mitarbeiter, 2,5 Milliarden Umsatz 2008 -> Weltmarke
Jako: Mittelständiges Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, bekannt geworden durch Weichmacher in Trikotbeflockungen und ner Klage gegen nen armen kleinen Blogger. Umsatz liegt bei 63,8 Millionen Euro.
Zieht daraus die Schlüsse, die euch am besten gefallen
Da hätte ich noch einige Ergänzungen:
Nike hat sämtliche eigne Betriebsstätten nach Vorwürfen wegen unhaltbare Arbeitsbedingungen und Vorwürfen zur Ausbeutung outsourcen lassen und läßt diese nun als Subunternehmer auftreten. Geändert hat sich dadurch natürlich nichts.
Nike hat mit andern "Weltmarken" zusammen mit der US-Regierung in den Phillipinen eine Handelszone nach US-Recht entstehen lassen, für die Textilindustrie. Dadurch dürfen auf den Produkten "Made in USA" stehen.
New Yorker Kinder haben gesammelt ihre alten Nike-Schuhe vor der Nike-Zentrale geworfen, um gegen Kinderarbeit und überteuerte Produkte zu protestieren (ein Kind das die Schuhe näht könnte sich die Schue nie kaufen).
Der gesamte Nike-Vorstand hat sich das Nike-Zeichen auf den Knöchel tätowieren lassen. (kein Witz)
Nike war der erste Hersteller, der Exklusiveverträge mit Sportlern abschloss. Er war auch der erste, der versuchte andere Sportler zum brechen von Exklusivverträgen mit andern Firmen zu überreden. Nike versucht seit etwa 10 Jahren die Bundesliga zu teilen. So entstand auch der bekannte "Schuh-Streit".
Vereine die als Ausrüster adidas hatten, wurden gezielt von Nike unterwandert in dem bestimmte Spieler mit auffälligen Nike-Schuhen ausgestattet wurden. I.d.R. in neongelb, orange oder blau, damit diese sofort herrausstechen. Der brasilianische Spieler Ronaldo hat es geschafft in einem WM-Spiel 2002 sich viermal neue Schuhe anzuziehen, wohlwissend, das dies jedesmal in Großaufnahme im Fernsehen zu sehen ist.
Alles in allem finde ich ein mittelständisches Unternehmen das sich auch um den Jugendbereich kümmert nicht verkehrt.
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