das habe ich noch unter sge4ever.de gefunden.
SPYCHER Christoph
Steckbrief
Alter 26
Verein Grasshoppers (Schweiz)
Position Mittelfeld
Grösse 1.75m
Gewicht 75kg
Nationalität Schweiz
Geburtsort -
Länderspiele 5
Tore (int.) 0
Unterschätzter Allrounder
Christoph Spycher ist der vielleicht am meisten unterschätzte Spieler im Kader der Schweizer Nationalmannschaft. Für Trainer Köbi Kuhn stellt "Wuschu", wie Spycher von seinen Fans und Teamkollegen genannt wird, einen Glücksfall dar, denn kaum ein anderer Akteur kann auf so vielen Positionen eingesetzt werden, wie der 26-Jährige von den Zürcher Grasshoppers. An der EM-Endrunde in Portugal wird Spycher wohl mangels Alternativen den Part auf der linken Abwehrseite übernehmen. Allerdings könnte er ebenso gut im Mittelfeld oder auf einer anderen Position in der Abwehr spielen. Nur als Torwart oder Stürmer kommt er nicht in Frage.
Lauf- und zweikampfstark ist Spycher, zudem verfügt er über gute technische Fähigkeiten und glänzt auch als Flankengeber. Nach seiner Juniorenzeit sammelte er in der 1. Liga bei Bümpliz und Münsingen erste Erfahrung, ehe er dann zum FC Luzern wechselte. Bei den Innerschweizern schaffte er auf Anhieb den Sprung in die Stammformation und fand in Ex-Nationalspieler Thomas Wyss ein Freund und Vorbild, der ihn gemäss eigener Aussage stark geprägt hat.
Nach zwei Jahren bei Luzern klopften die Grasshoppers an die Tür und Spycher folgte dem Ruf. Zwar wurde der Transfer durchaus auch mit Skepsis betrachtet, der junge Berner strafte allerdings alle Kritiker lügen und erkämpfte sich bereits in seiner ersten Saison beim Rekordmeister einen Stammplatz. Er überzeugte durch seine solide Spielweise, hielt Ausnahmekönner Nunez den Rücken frei und konnte sowohl in der Defensive als auch in der Offensive Akzente setzen. 2003 feierte er im GC-Dress seinen bisher einzigen Meistertitel. Mit seinen konstant starken Leistungen hatte er grossen Anteil daran, dass Vorjahressieger und Topfavorit Basel überraschend nur Platz zwei erreichte.
In der vergangenen Spielzeit, als die Grasshoppers masslos enttäuschten und lediglich auf Rang sieben landeten, war er meist der einzige Akteur der Blau-Weissen, welcher gute Kritiken erntete. Folgerichtig wurde er von Köbi Kuhn in die Nationalmannschaft berufen. Sein Debüt gab er im Rahmen des Freundschaftsspiels gegen Italien, das mit 1:2 verloren ging. Für Furore sorgte Spycher dann in der entscheidenden Qualifikationspartie gegen Irland, als er Superstar Robbie Keane abmeldete und damit ein wichtiger Eckpfeiler für den 2:0-Erfolg und die damit verbundene direkte Qualifikation für die EM-Endrunde in Portugal war. Keane selber war ob der Leistung des ihm unbekannten Defensivspielers derart beeindruckt, dass er sich später in der Disco nach dessen Namen erkundigte und ihm zu seiner starken Vorstellung persönlich gratulierte.
In Portugal wird Spycher voraussichtlich als linker Aussenverteidiger im Eröffnungsspiel gegen Kroatien in der Stammelf figurieren, da er in den Testpartien einen besseren Eindruck als der langzeitverletzte Ludovic Magnin hinterliess. In der Defensive kann man sich auf Spycher stets verlassen, doch es bleibt zu hoffen, dass er auch im Spiel nach vorne für Impulse sorgt. Dies hat man zuletzt in der Nationalmannschaft schmerzlich vermisst, vielleicht gelingt es Spycher, dieses Manko an der Endrunde zu beheben. (ps)
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