ich war gestern sehr beeindruckt von der Reportage und der anschließenden Diskussionsrunde bei Lanz. Bislang habe ich mich mit der Krankheit nicht beschäftigt, da es in meiner näheren Umgebung (zum Glück) kein solches Krankheitsbild gegeben hat. Ich wußte nicht, wie tückisch der Verfall eines einstmal so vitalen Menschen sein kann und was er für die Umgebung bedeutet. Besonders beeindruckt hat mich die Szene im Institut, als er nicht mal mehr die Uhr aufzeichnen konnte...schrecklich.
Und ich finde es gut, dass Rudi Assauer seine noch vorhandene Prominenz nutzt, um diese Krankheit in ein öffentliches Bewußtsein zu rücken und damit Verständnis und hoffentlich auch intensivere Unterstützung für Betroffene zu erlangen. Auch die Aussagen von Werner Hansch, dass eben unsägliche Gerüchte allenthalben kolportiert wurden und den Menschen Rudi Assauer in ein falsches Licht rückt, fand ich auch sehr interessant und wichtig. Wie schnell sagt man jemanden nach, dass er mal wieder besoffen ist ohne wirklich zu wissen, was los ist. Nur, weil man mal wieder ein Videoschnipsel von 1,5 Minuten betrachtet hat, glaubt man, den Menschen gleich veurteilen zu können.
All diejenigen, die hier angekotzt sind von der "medialen Ausschlachtung" möchte ich raten, den Beitrag in Gänze zu sehen und sich dann zu fragen, hätten Betroffene ohne diesen Medienrummel eine Chance in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Wer hätte sich denn interessiert bzw. mit dem Thema auseinandergesetzt, wenn Heinz Meier aus Lützenhausen von seiner Krankheit berichtet hätte?
Ich wünsche Rudi und vor allen seinen Angehörigen viel Kraft für die immer schwieriger werdende Zeit, die noch vor Ihnen liegt und jedem anderen, dass er oder seine Angehörigen von dieser Krankheit verschont bleibt.