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emjott schrieb:bla_blub schrieb:...
Mit anderen Worten haben Spekulationen mit Nahrungmitteln keinerlei direkte Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Mengen an Weizen, Reis, Mais etc.. Somit kann es auch keinen Zusammenhang geben zwischen diesen Börsengeschäften und Hunger und Unterernährung auf dieser Welt.
Wenn also von linken Kreisen versucht wird, Spekulationen mit Nahrungsmittel - mit einem Verweis auf die Ernährungssituation in der dritten Welt - zu skandalisieren, ist das nichts anderes als dumme Hetze.
emjott schrieb:bla_blub schrieb:...
Mit anderen Worten haben Spekulationen mit Nahrungmitteln keinerlei direkte Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Mengen an Weizen, Reis, Mais etc.. Somit kann es auch keinen Zusammenhang geben zwischen diesen Börsengeschäften und Hunger und Unterernährung auf dieser Welt.
emjott schrieb:Wenn also von linken Kreisen versucht wird, Spekulationen mit Nahrungsmittel - mit einem Verweis auf die Ernährungssituation in der dritten Welt - zu skandalisieren, ist das nichts anderes als dumme Hetze.
Xaver08 schrieb:in drittewelt regionen geht das komplette einkommen für die täglichen bedürfnisse drauf, da gibts keine rücklagen.
steigende nahrungsmittelpreise führen da 1:1 direkt dazu, daß weniger lebensmittel gekauft werden können.
emjott schrieb:Xaver08 schrieb:in drittewelt regionen geht das komplette einkommen für die täglichen bedürfnisse drauf, da gibts keine rücklagen.
steigende nahrungsmittelpreise führen da 1:1 direkt dazu, daß weniger lebensmittel gekauft werden können.
Ich habe bereits auf der vorherigen Seite gefragt, wie die Situation bei einem halb so hohen Preis wohl aussähe? Gäbe es da weniger Unterernährung und Hunger?
emjott schrieb:Wenn ja, wo kämen die zusätzlichen Mengen her?
Vergammelt bei niedrigeren Preisen weniger, steigen die Erträge, essen wir Europäer weniger oder wie soll das funktionieren?
emjott schrieb:Xaver08 schrieb:in drittewelt regionen geht das komplette einkommen für die täglichen bedürfnisse drauf, da gibts keine rücklagen.
steigende nahrungsmittelpreise führen da 1:1 direkt dazu, daß weniger lebensmittel gekauft werden können.
Ich habe bereits auf der vorherigen Seite gefragt, wie die Situation bei einem halb so hohen Preis wohl aussähe? Gäbe es da weniger Unterernährung und Hunger?
Wenn ja, wo kämen die zusätzlichen Mengen her? Vergammelt bei niedrigeren Preisen weniger, steigen die Erträge, essen wir Europäer weniger oder wie soll das funktionieren?
emjott schrieb:Xaver08 schrieb:in drittewelt regionen geht das komplette einkommen für die täglichen bedürfnisse drauf, da gibts keine rücklagen.
steigende nahrungsmittelpreise führen da 1:1 direkt dazu, daß weniger lebensmittel gekauft werden können.
Ich habe bereits auf der vorherigen Seite gefragt, wie die Situation bei einem halb so hohen Preis wohl aussähe? Gäbe es da weniger Unterernährung und Hunger?
Wenn ja, wo kämen die zusätzlichen Mengen her? Vergammelt bei niedrigeren Preisen weniger, steigen die Erträge, essen wir Europäer weniger oder wie soll das funktionieren?
Feiermeyer schrieb:Es gibt genügend Mengen. Es vergammelt weniger bei niedrigeren Preisen. Mehr Menschen können sich essen leisten.
double_pi schrieb:was einige hier von sich geben ist unfassbar respektlos und dumm.
ich sag es einmal und bitte im sinne aller hungernden im in- und ausland keine desinformation zu diesem thema zu betreiben:
börsenspekulationen haben natürlich einen einfluss auf die preise. und hohe preise (und sei es nur temporär) sorgen automatisch für hunger auf der welt. das ist doch völlig klar und muss in keinster weise weiter erklärt werden. wer das nicht versteht, der sollte sich mal ein paar der unten aufgeführten links angucken oder selber welche suchen. das genze netz ist voll mit informationen zu dem thema.
Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman bestreitet einen Zusammenhang zwischen Lebensmittelspekulation und hohen Lebensmittelpreisen. Doch den gibt es sehr wohl:
http://diepresse.com/home/meinung/debatt...Krugman-irrt
Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino:
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/na...dex_ger.html
UNO-Menschenrechtler fordert schärfere Börsengesetze:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1574603/
S-G-Eintracht schrieb:Also im Endeffekt ist die ganze Sache ein Thema, wo die eine Lobbygruppe munter drauf los schreien kann mit der vermeintlichen Moralkeule, und die andere Seite die Dosierung vergisst.
Grundsätzlich, was die goldene Mitte betrifft, ich habe es auch schonmal woanders geschrieben (aber keine Lust zu suchen), ist das ganze Thema wie vieles weitere im Leben eigentlich relativ "locker" zu betrachten, wenn man sich informiert und die Argumente und Realitäten nüchtern betrachtet.
Durch die vermeintliche "Spekulation" wird zu aller Erst, wie bei allem, der (zukünftige) Marktpreis kontrolliert und festgelegt. [Der Spekulationszeitraum ist (wie auch bei Facebook aktuell) immer bei Beginn oder großen zukünftigen Erwartungen und passt sich dann irgendwann ganz schnell der Realität an, das heißt: Das größte Ungleichgewicht zum Start ist bereits vorbei.]
Das bedeutet für die Verkäufer sowohl Verkaufssicherheit als auch Verkaufserlös, der im Regelfall zurück in bessere Produktivität fliest. -> Produktivität wird fortlaufend erhöht, weswegen grundsätzlich investiert wird.
Wenn dagegen die reine Spekulationsfront (deutlich) Überhand gewinnt und praktisch so spekuliert, dass man die ungeheure "Marktmacht" ausnutzt, dann ist an der gesamten Sache natürlich erstmal niemand geholfen. Gibt es dieses Beispiel aber überhaupt in der Praxis? Aus meiner Sicht nein, denn es gab für alle Abweichungen am Preis IMMER einen Grund dafür und der liegt, wie man im Jahre 2012 Hunger leider immer sehen muss, an Geopolitischen/Regionalen Konflikten und fehlenden Vertriebswegen. Außerdem macht selbst die als größte Spekulantin verschriene Deutsche Bank "nur" 25% Rendite auf ihr Eigenkapital, ergo vermutlich etwa 0,0x % auf ihr geheltes Volumen. Wenn man also mal nur grob eine durchschnittliche Asset-Allocation annimmt, dann ist selbst in der aktuellen Rohstoff-Zeit, maximal 10% von ihrem Gesamteinsatz der Investmentbanken darein investiert.
Im Kurzform: Klar erhöht sich mit jeder Investition grundsätzlich der Preis (mehr sagen die ganzen Beiträge der Lobbygruppen auch nicht aus, sondern geben sich immer Mühe ein gewisses Bild zu suggerieren). Aber es gibt sowohl Spekulation als auch Verkauf in die eine oder andere Richtung, womit ein Gleichgewicht hergestellt wird. Für die Ärmsten der Ärmen verändert sich natürlich auch die Situation, eben auch ganz logisch, weil sich der Preis ändert (Günstiger als auch teuerer). Die letztendliche Frage ist aber, ob sich der Preis durch die Stabilisierung eben ABSICHERT und damit auch gigantische Krisen abschwächt, was defacto der Fall ist, oder aber ob Spekulation "einfach so" den Preis nach oben treibt.
Ganz zum Abschluss: Die Gerüchteküche brodelt (zumindestens was Privatinvestoren angeht) nicht nur bei Sozialromantikern, sondern die ein oder andere "Mine" oder Gerücht/Panik/Verschwörung genannt, kursiert gerne mal in etwaigen Blogs/Netzwerken. Das heißt: Selbstverständlich steigt der Preis von Lebensmitteln, wenn man eine Schar an Anlegern vermitteln konnte, dass die halbe Ernte verbrannt ist.
double_pi schrieb:natürlich gibt es das in der praxis, wie du am ende selber sagst. bei jeder wirtschaftsblase spiegeln die kurse/preise nicht den realen wert der angebotenen papiere/rohstoffe wieder, siehe dotcom- oder immibilienblase. von gleichgewicht war da nichts zu sehen - da ging es entweder steil bergauf oder steil bergab. blasen gehören zum täglichen wirtschaftsgeschäft dazu wie realistisch bewertete titel und unter- bzw. überbewertete (stichwort "spekulationsfront") titel, sonst würde die niemand kaufen. "der markt reguliert sich selbst" ist spätestens seit der bankenkrise geschichte. das muss jedem volkswirt, der ab und zu mal die zeitung aufmacht klar sein. da muss man sich einfach mal über das was der gelernte matheprof in der studienzeit erzählt hat relativiert und an die realität angepasst werden. die letzte blase war grade und die nächste kommt bestimmt. die frage ist nur wann. das kann man doch nicht schon vergessen haben.
den menschen, die weizen als nahrungsmittel und nicht als spekulationsobjekt sehen, geht es nicht um absicherungen. es geht ihnen um preisstabilität, welche durch börsenspekulationen nicht mehr gegeben ist. sie war zwar auch schon vorher nicht gegeben, durch faktoren wie dürreperioden oder extreme winter, aber das sind faktoren die die menschen nicht beeinflussen können/wollen. wenn es aber nun zu einer dürre kommt, dann kaufen alle wie die bekloppten weizen und der preis steigt in regionen, den arme menschen nicht mehr bezahlen können. diese künstliche preissteigerung tötet menschen. das ist schon x-mal passiert und steht wie gesagt genauso oft im internet... hier ein paar beispiele:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,548456,00.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-10/hu...-spekulanten
http://www.tagesschau.de/ausland/welthungerbericht100.html
das hier einige erzählen, dass sowas garnicht geht, zeigt mir nur dass hier einige nur das sehen was sie sehen wollen. und ich kann mich nur wiederholen, dass ich diese aussagen ziemlich respektlos finde, gegenüber denen die grade hungern. ich sehe taglich solche menschen. sowas scheint es wohl in und um frankfurt nicht zu geben.
du kannst nicht alle hungerkrisen verhindern indem du einfach nur die spekulation auf nahrungsmittel abschaffst. aber du kannst einige selbstgemachte probleme dadurch beheben. denn was wir hier als probleme der vergangenheit anführen ist garnichts im gegensatz zu dem was vor uns liegt. denn jeder weiß, dass wir auf der erde immer mehr menschen und die ackerflächen durch unterschiedliche gründe (verseuchung, versteppung, ausbreitung der wüsten, erhebung des meeresspiegels, wassermangel, usw.) immer kleiner werden, so dass nahrungsmittelspekulation immer lukrativer wird. siehst du wenigstens dieses problem?
ich sage abschließend, dass ich keiner lobbygruppe angehöre, die moralkeule nicht schwinge, mich auch nicht als sozialromantiker ansehe, ich keine verschwörung beschreibe und auch kein nicht vorhandenes bild suggeriere. ich beschreibe die erfahrungen, die ich in meinem leben gemacht habe und diskutiere hier mit menschen darüber. solltest du dich in deiner haltung dadurch angegriffen fühlen, solltest du hier vielleicht nicht mitdiskutieren, weil ich der meinung bin, dass deine haltung nicht richtig ist. und wie in jeder diskussion wiederlege ich nur argumente, die meiner meinung nach falsch sind. ist man eintrachthasser nur weil man sagt, das spieler xy nicht gut gespielt hat?
S-G-Eintracht schrieb:Hi. Danke für deine ausführliche Stellungnahme.
Zitat double_pi: "ich sage abschließend, dass ich keiner lobbygruppe angehöre, die moralkeule nicht schwinge, mich auch nicht als sozialromantiker ansehe, ich keine verschwörung beschreibe und auch kein nicht vorhandenes bild suggeriere. ich beschreibe die erfahrungen, die ich in meinem leben gemacht habe und diskutiere hier mit menschen darüber."
Das gilt selbstverständlich auch für mich. Bislang habe ich dich auch überhaupt nicht so wahrgenommen, daher war das alles nur kein Angriff auf dich. Es bezieht sich ja nicht mal auf dieses Forum/Gespräch, sondern allgemein auf die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung.
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Ich will hier nochmals Armut und Hunger (weltweit) in keinster Ebene kleinreden, aber die Frage, die ich aufwerfe ist, wo denn genau die Armut dadurch forciert oder verändert wird und der Hunger bestärkt.
"Der Markt reguliert sich selbst." - Sorry, das gilt immer noch jeden Tag, mehr oder weniger überall, und ist selbstverständlich nicht gescheitert. Ich will auch nicht darauf explizit eingehen, sonst ist der Rahmen hier noch mehr gesprengt, als ich mir ohnehin hierfür schon Zeit nehme: Aber, je größer eine Blase wird (die durch die Zentralbankpolitik durchaus verstärkt wurde), desto größer schlägt sie aus. Alles in der Welt ist ein Spiel auf Zeit, selbst das eigene Leben, daher wird es Blasen auch immer wieder geben.
Konkret dein zweiter Absatz: Eine Absicherung diverser Risiken, für den Bauer, den Vertreiber, den Logistiker und den Supermarkt, wird exakt dadurch vorgenommen und in Balance gehalten. Wofür denkst du denn, gibt es dort die ganzen Arbeitsplätze? Wie alles in einer globalisierten Welt, ist dieser Bereich und ein gesamtheitliches Finanzsystem essentiell. Konkret im nördlichen Afrika kenne ich mehrere Personen, die in dem Agrarsektor heimisch sind/waren. Auch für die dortige Bevölkerung, um eben mit den sich verringernden Anbauflächen, trotzdem alle Mäuler irgendwie satt zu bekommen, sind diese gesamten Sachen nötig.
Daher ist das meiner Meinung nach wiedermal eine "grün-deutsche Panik", die mit der Realität nichts zu tun hat. Es wird auf realitätsfremden Annahmen irgendwelcher Aktionismus betrieben.
Denn dein Hauptargument ist ja, dass in Zeiten einer "Agrar-Krise", die immer häufiger kommen wird (aufgrund der Überbevölkerung und damit einhergehenden Problemen mit Anbaufeldern), die Spekulation ihre Hochsaison erreicht und dadurch der Preis total nach oben schießt?
- Nr.1 : Warum verstehst du nicht, dass Investitionen (ob kurzfristig oder nicht) dazu führen, dass die Produktivität dort erhöht wird und deshalb immer mehr Leute was zu essen bekommen können? Idealerweise auch die Felder so bewirtschaftet werden, dass man sie länger als 1x benutzen kann? (Ein Punkt wo wir hierzulande durch Konsum möglichst nachhaltig zertifizierter Ware direkt helfen können?)
- Nr.2 : Ja, Hunger ist ein Problem in vielen instabilen Regionen. Ja, dort gibt es keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt wie hierzulande. Dort muss es für Krisenfälle natürlich auch eine Basisabsicherung geben und mehr oder weniger die (Entwicklungs)Hilfe von Außen, aber das sind souveräne Nationen. Warum aber sollten wir für diesen Fall der Fälle das gesamte Finanzsystem und eben auch Investitionen in den Agrarbereich vernichten und damit eben die viel größeren positiven Seiten in der Globalisierung?
Ich sehe ja, dass du dir wie viele andere Menschen Gedanken machst. Aber bislang sehe ich keinen einzigen Punkt, wo irgendwer, der darein investiert, direkt irgendwo am Hunger Schuld trägt.
Problem ist aber wie überall, dass die Zahl der Spekulanten gegenüber Investoren steigt, daher kann dieses Thema in der Tat in der Zukunft einen größeren Fokus erhalten, vereinzelte Anreize anders zu setzen.
double_pi schrieb:gut, aber wo ist denn die regulation in soeiner blasenzeit? sowas kann ja auch manchmal mehrere jahre dauern. was sollen die hungrigen menschen machen? mehrere jahre nur die hälfte essen?
einigen wir uns hierauf: "der markt reguliert sich selbst, wenn die spekulanten nichts dagegen haben." oder wie können häuserpreise in südkaliforniern jahrezehntelang nur eine richtung kennen? oder nimm den goldpreis im 10-jahreschart.
double_pi schrieb:"der markt reguliert sich selbst, ausser bei banken!?"![]()
double_pi schrieb:ich verstehe nicht wieso jedes jahr soviele menschen an hunger sterben und die zahl weiter steigt, obwohl mehr nahrung produziert wird (siehe meine statistik im artikel davor). wieso gehen die bauern in deutschland auf die strassen und beschweren sich über zu billige milchpreise, die ihre kosten nicht mehr decken? wie geht das, wenn der markt sich selber zur zufriedenheit aller regelt?
double_pi schrieb:gut, aber wo ist denn die regulation in soeiner blasenzeit? sowas kann ja auch manchmal mehrere jahre dauern. was sollen die hungrigen menschen machen? mehrere jahre nur die hälfte essen?
double_pi schrieb:denn die tatsache, dass ich unbedeutender bürger und mit mir noch 1 mrd andere die möglichkeit haben auf nahrungsmittelpreise zu spekulieren, die der 1 mrd menschen nicht so wichtig aber für die anderen 6 mrd menschen überlebenswichtig sein kann, dass ich die möglichkeit habe den hunger von menschen auf der welt zu beeinflussen ist ein moralisch grenzenloses unding.
double_pi schrieb:diese möglichkeit darf ich nicht haben. ich denke diese möglichkeit sollte auf staaten, lebensmittelfirmen und bauern beschränkt werden. also ist auch hier regulierung notwendig, ähnlich wie es beim bankenmarkt gemacht werden sollte. ist aber leider auch nur ein zahnloser tiger geworden, womit die bankenkrise jederzeit wieder passieren kann.
double_pi schrieb:wieso gehen die bauern in deutschland auf die strassen und beschweren sich über zu billige milchpreise, die ihre kosten nicht mehr decken? wie geht das, wenn der markt sich selber zur zufriedenheit aller regelt? okay, hier waren subventionen im spiel. aber so werden preise künstlich verstellt, ohne das der markt gegenregulieren kann. das dürfte es alles garnicht geben, wenn ich dich richtig verstehe.
, zumindestens scheint es in Deutschland aktuell noch immer kein ausreichend, breites Engagement zu geben, sich gegen den Staat als Schröpfer einzusetzen, weil auch scheinbar nur eine verschwindende Gesamtzahl an den sozialen Aufstieg glaubt - warum auch immer.)double_pi schrieb:wasser kann man meines wissens auch noch nicht handeln, kommt aber bestimmt.
double_pi schrieb:"der markt reguliert sich selbst - wenn es überhaupt einen markt gibt."![]()
double_pi schrieb:ich glaube genauso an die perfektion des systems markt wie ich an die perfektion atomarer energiegewinnungssysteme oder den uneingeschränkten erfolg von dna-manipulationen glaube.
double_pi schrieb:und so oft wie es zuletzt wirtschaftskrisen gab, musst du wirklich sehr standhaft in deinem glaubeen sein. das system kann man nicht derart vereinfachen wie volkswirte es tun und ein komplexes system kann man nicht (geschweige denn es sich selbst) kontrollieren, solange nicht alle faktoren bekannt sind.
S-G-Eintracht schrieb:zumindestens scheint es in Deutschland aktuell noch immer kein ausreichend, breites Engagement zu geben, sich gegen den Staat als Schröpfer einzusetzen, weil auch scheinbar nur eine verschwindende Gesamtzahl an den sozialen Aufstieg glaubt - warum auch immer.)
seventh_son schrieb:Du gehst also davon aus, dass ein auf dem Good Will der Bürger fußender Sozialstaat besser funktionieren würde als ein staatlich kontrollierter? Würde der soziale Friede also in ausreichendem Maße durch Freiwilligkeit, sowohl was finanzielle Zuwendungen als auch Chancengleichheit betrifft, gewährleistet? Ich bin da eher skeptisch. Auf dem Land funktioniert das vielleicht noch (Nachbarschaftshilfe, Bürgervereine etc.). Aber in der anonymen Großstadt? Oder global auf die ganze Nation gesehen?
Oder gehst du gar davon aus, dass in einer wirklich freien Marktwirtschaft ohne Eingriffe des Staates praktisch jeder zu Wohlstand gelangt? Selbst wenn alle fleißig sind und sich um den sozialen Aufstieg bemühen, was ist mit den Kranken, Alten, Behinderten, Dummen?
seventh_son schrieb:IMHO tendiert der Mensch doch eher dazu, die eigenen Pfründe zu sichern, andere zu übertrumpfen, sich abzuschotten gegenüber anderen (durchaus auch, in dem er sich in Gruppen zusammentut und in dieser dann solidarisch ist). Ich sehe es an mir selbst, ich bin durchaus sozial eingestellt und froh, dass wir sowas wie eine gesetzliche Krankenversicherung haben, auch wenn sie zunehmend mehr schlecht als recht funktioniert. Aber bevor ich nicht meinen subjektiv gewünschten Lebensstandard erreicht habe, war meine Bereitschaft zu spenden auch eher gering.
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