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smoKe89 schrieb:S-G-Eintracht schrieb:m.E. ist die EU grundsätzlich kein Problem, wenn auch noch nicht perfekt, da vor allem ineffizient
Zentralistische Organisationsstrukturen sind tendenziell immer ineffizient. Aber gut, her mit dem Weltstaat.![]()
S-G-Eintracht schrieb:Du hast damit doch Recht, aber verstehst du denn nicht den Unterschied zwischen "global goverment" und "global governance"?
Bei letzterem (also z.B. der EU) geht es eben um keine zentralisierten Strukturen (wie sie die Linke zur Steuerung und Ausgabenpolitik gerne hätte), sondern um eine zentrale Kooperation zwischen mehreren Nationalstaaten unter gemeinsamen Interessen! Wir haben ja eben auch nicht mal einen europäischen Staat, was gut ist, sondern einen Verbund.
seventh_son schrieb:Zum eigentlichen Thema:
Gestern war Röttgen bei Markus Lanz. Hatte nur zufällig reingeschaut und bin dann dabei geblieben weil Lemmy später noch dazu stoßen sollte![]()
Eigentlich ging es um Umweltthemen, aber am Ende fragte Lanz dann Röttgen, ob es um den Euro wirklich so dramatisch steht.
Dieser hat dann erstmal geschluckt, große Augen gemacht, kurz überlegt und wurde dann sehr ernst. Man merkte, dass er auf dem falschen Fuß erwischt wurde und sich überlegte, was er jetzt entgegnen kann.
Er entschied sich dann für einen recht ehrlich klingenden Ton und die Worte (sinngemäß): Wenn es uns nicht gelingt, die EU-Verträge substantiell in Richtung einer Fiskalunion zu verändern und deutlich zu machen, dass der Euro unsere Währung ist die wir mit allen Mitteln verteidigen, dann wird der Euro scheitern und dann werden wir alle dafür teuer bezahlen müssen, finanziell, kulturell und europapolitisch.
So deutlich hatte ich das bisher nicht von einem Regierungsmitglied gehört. Da scheint wohl was im Busch zu sein, es werden vermutlich Szenarien angedacht, die so noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.
Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung, dass uns spannende Zeiten bevorstehen.
seventh_son schrieb:Zum eigentlichen Thema:
Gestern war Röttgen bei Markus Lanz. Hatte nur zufällig reingeschaut und bin dann dabei geblieben weil Lemmy später noch dazu stoßen sollte![]()
Eigentlich ging es um Umweltthemen, aber am Ende fragte Lanz dann Röttgen, ob es um den Euro wirklich so dramatisch steht.
Dieser hat dann erstmal geschluckt, große Augen gemacht, kurz überlegt und wurde dann sehr ernst. Man merkte, dass er auf dem falschen Fuß erwischt wurde und sich überlegte, was er jetzt entgegnen kann.
Er entschied sich dann für einen recht ehrlich klingenden Ton und die Worte (sinngemäß): Wenn es uns nicht gelingt, die EU-Verträge substantiell in Richtung einer Fiskalunion zu verändern und deutlich zu machen, dass der Euro unsere Währung ist die wir mit allen Mitteln verteidigen, dann wird der Euro scheitern und dann werden wir alle dafür teuer bezahlen müssen, finanziell, kulturell und europapolitisch.
So deutlich hatte ich das bisher nicht von einem Regierungsmitglied gehört. Da scheint wohl was im Busch zu sein, es werden vermutlich Szenarien angedacht, die so noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.
Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung, dass uns spannende Zeiten bevorstehen.
CalaLlonga schrieb:seventh_son schrieb:Zum eigentlichen Thema:
Gestern war Röttgen bei Markus Lanz. Hatte nur zufällig reingeschaut und bin dann dabei geblieben weil Lemmy später noch dazu stoßen sollte![]()
Eigentlich ging es um Umweltthemen, aber am Ende fragte Lanz dann Röttgen, ob es um den Euro wirklich so dramatisch steht.
Dieser hat dann erstmal geschluckt, große Augen gemacht, kurz überlegt und wurde dann sehr ernst. Man merkte, dass er auf dem falschen Fuß erwischt wurde und sich überlegte, was er jetzt entgegnen kann.
Er entschied sich dann für einen recht ehrlich klingenden Ton und die Worte (sinngemäß): Wenn es uns nicht gelingt, die EU-Verträge substantiell in Richtung einer Fiskalunion zu verändern und deutlich zu machen, dass der Euro unsere Währung ist die wir mit allen Mitteln verteidigen, dann wird der Euro scheitern und dann werden wir alle dafür teuer bezahlen müssen, finanziell, kulturell und europapolitisch.
So deutlich hatte ich das bisher nicht von einem Regierungsmitglied gehört. Da scheint wohl was im Busch zu sein, es werden vermutlich Szenarien angedacht, die so noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.
Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung, dass uns spannende Zeiten bevorstehen.
Hier ist ist nur was im Busch, sondern hier war die ganze Zeit etwas im Busch.
Noch deutlichere Worte kamen übrigens vom Herrn Schäuble beim "European Bankging Congress“ am 18. November in Frankfurt. Komischerweise wurde davon nix in den Mainstream Medien gebracht. Aber hier sagt er, was viele schon denken und bei den meisten als Verschwörung gilt.
Und jetzt mal unabhängig davon, ob jemand die alternativen Medien mag oder nicht, diese Wort kamen aus Schäubles Mund. Es wäre auch ratsam, sich das ganze Video anzuschauen.
http://www.youtube.com/watch?v=1gfJ8lEJ7..._video_title
Hier läuft schon lange "einiges" schief.
smoKe89 schrieb:S-G-Eintracht schrieb:Du hast damit doch Recht, aber verstehst du denn nicht den Unterschied zwischen "global goverment" und "global governance"?
Bei letzterem (also z.B. der EU) geht es eben um keine zentralisierten Strukturen (wie sie die Linke zur Steuerung und Ausgabenpolitik gerne hätte), sondern um eine zentrale Kooperation zwischen mehreren Nationalstaaten unter gemeinsamen Interessen! Wir haben ja eben auch nicht mal einen europäischen Staat, was gut ist, sondern einen Verbund.
Das ist sehr auslegungsfähig. Schauen wir uns die EU doch mal an. Wir haben eine EU-Hymne, eine EU-Flagge... wir haben auch ein Parlament. Gut, das ist in seinen Rechten viel zu eingeschränkt um in meinen Augen als Parlament durchzugehen, aber das tut ja nichts zur Sache. Dann haben wir noch europäische Gerichte, EU-Kommission und den Rat. Die EU hat ein 80.000 Wörter umfassendes Verfassungswerk und noch viel mehr Sekundärrecht (Verordnungen gelten bspw. unmittelbar für jeden Mitgliedsstaat).
Das soll kein Staat sein? Meines Erachtens schon längst, auch wenn man das Kind anders nennt.
seventh_son schrieb:Zum eigentlichen Thema:
Gestern war Röttgen bei Markus Lanz. Hatte nur zufällig reingeschaut und bin dann dabei geblieben weil Lemmy später noch dazu stoßen sollte![]()
Eigentlich ging es um Umweltthemen, aber am Ende fragte Lanz dann Röttgen, ob es um den Euro wirklich so dramatisch steht.
Dieser hat dann erstmal geschluckt, große Augen gemacht, kurz überlegt und wurde dann sehr ernst. Man merkte, dass er auf dem falschen Fuß erwischt wurde und sich überlegte, was er jetzt entgegnen kann.
Er entschied sich dann für einen recht ehrlich klingenden Ton und die Worte (sinngemäß): Wenn es uns nicht gelingt, die EU-Verträge substantiell in Richtung einer Fiskalunion zu verändern und deutlich zu machen, dass der Euro unsere Währung ist die wir mit allen Mitteln verteidigen, dann wird der Euro scheitern und dann werden wir alle dafür teuer bezahlen müssen, finanziell, kulturell und europapolitisch.
So deutlich hatte ich das bisher nicht von einem Regierungsmitglied gehört. Da scheint wohl was im Busch zu sein, es werden vermutlich Szenarien angedacht, die so noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.
Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung, dass uns spannende Zeiten bevorstehen.
kreuzbuerger schrieb:CalaLlonga schrieb:seventh_son schrieb:Zum eigentlichen Thema:
Gestern war Röttgen bei Markus Lanz. Hatte nur zufällig reingeschaut und bin dann dabei geblieben weil Lemmy später noch dazu stoßen sollte![]()
Eigentlich ging es um Umweltthemen, aber am Ende fragte Lanz dann Röttgen, ob es um den Euro wirklich so dramatisch steht.
Dieser hat dann erstmal geschluckt, große Augen gemacht, kurz überlegt und wurde dann sehr ernst. Man merkte, dass er auf dem falschen Fuß erwischt wurde und sich überlegte, was er jetzt entgegnen kann.
Er entschied sich dann für einen recht ehrlich klingenden Ton und die Worte (sinngemäß): Wenn es uns nicht gelingt, die EU-Verträge substantiell in Richtung einer Fiskalunion zu verändern und deutlich zu machen, dass der Euro unsere Währung ist die wir mit allen Mitteln verteidigen, dann wird der Euro scheitern und dann werden wir alle dafür teuer bezahlen müssen, finanziell, kulturell und europapolitisch.
So deutlich hatte ich das bisher nicht von einem Regierungsmitglied gehört. Da scheint wohl was im Busch zu sein, es werden vermutlich Szenarien angedacht, die so noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind.
Jedenfalls bestätigte sich meine Meinung, dass uns spannende Zeiten bevorstehen.
Hier ist ist nur was im Busch, sondern hier war die ganze Zeit etwas im Busch.
Noch deutlichere Worte kamen übrigens vom Herrn Schäuble beim "European Bankging Congress“ am 18. November in Frankfurt. Komischerweise wurde davon nix in den Mainstream Medien gebracht. Aber hier sagt er, was viele schon denken und bei den meisten als Verschwörung gilt.
Und jetzt mal unabhängig davon, ob jemand die alternativen Medien mag oder nicht, diese Wort kamen aus Schäubles Mund. Es wäre auch ratsam, sich das ganze Video anzuschauen.
http://www.youtube.com/watch?v=1gfJ8lEJ7..._video_title
Hier läuft schon lange "einiges" schief.
wie wärs mit ner kurzen zusammenfassung? bei ner 3/4std schäuble bekomm ich plack...
CalaLlonga schrieb:Hieer auch noch eine Aussage
“Wir können eine politische Union nur durch eine Krise erreichen.“
Auch eine Aussage, die darauf zurückschließen lässt, daß einiges dieser Krise wohl gesteuert sein könnte.
CalaLlonga schrieb:Also ich bin schon der Meinung, wen es interssiert, sich schon die Zeit nehmen und es sich anschauen![]()
Aber hier eine der Kernaussagen von Schäuble
“Die Kritiker, die meinen, man müsse eine Konkurrenz zwischen allen Politikbereichen haben, die gehen ja in Wahrheit von dem Regelungsmonopol des Nationalstaates aus. Das war die alte Ordnung, die dem Völkerrecht noch zugrunde liegt, mit dem Begriff der Souveränität, die in Europa längst ad absurdum geführt worden ist, spätestens seit den zwei Weltkriegen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Und wir in Deutschland sind seit dem 8.Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.”
Alles andere kann man aus dem Video nehmen.
Gruß
Zumindestens ist mir Schäuble jetzt nicht mehr so suspekt für seinen Posten wie vorher.seventh_son schrieb:Mich würde mal interessieren, wie die jetzt geforderten "Sanktionsmöglichkeiten" aussehen sollen.
Wenn also ein Land die Defizitgrenze bricht, weil es vielleicht wirtschaftliche Probleme hat, macht es dann Sinn horrende Geldstrafen aufzuerlegen die dann nur zu noch mehr Schuldenaufnahme führen?
Oder geht es um wirtschaftliche Sanktionen, wie ggü. Iran oder Nordkorea? Kaum vorstellbar.
Am Ende des Tages ist ein Staat immer noch ein Staat und kann machen, was er will. Selbst bei Übertragung einiger Hoheitsrechte nach Brüssel per Vertrag heißt das nicht, dass sich ein Staat die nicht wieder zurückholen kann und seine vertraglichen Verpflichtungen einfach umgeht. Ausreden, warum man das tut ("wirtschaftliche Gesamtlage") kann man immer finden. Und die Bevölkerung wird im Zweifel eher für den eigenen Staat als für die EU in Brüssel eintreten.
Soll dann die EU mit einer schnellen Eingreiftruppe das Mitgliedsland besetzen?
Eigentlich machen Sanktionen nur Sinn, wenn ein Mitgliedsland seine Mitgliedschaft bei Verstößen verliert. Das ist doch das einzige Druckmittel, was wirklich zieht. Grade das ist ja im Bezug auf den Euro aber ausgeschlossen.
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