Liebe Moderatoren, ich finde die "Nazianalogie" durchaus angebracht.
Abgesehen von der Wesensgleichheit der Koch'schen Ideen zur Zwangsarbeit, ist es wichtig, wenn man hellhörig und wachsam ist gegenüber Bestrebungen, den materiellen Rechtsstaat, zu dem ein Mindestmaß an sozialen Errungenschaften gehört, welche sich die Arbeiterbewegung in langen und zum Teil blutigen Kämpfen abtrotzte, abzuschaffen.
Dies genau ist die Marschroute der Agenda 2010 und des Prozesses von Lissabon. Und Koch möchte auf dieser Marschroute weiterkommen.
Ziel im Kapitalismus ist es, möglichst wenig, also tendenziell nichts für den Kostenfaktor Arbeit aufwenden zu müssen, um im weltweiten Konkurrenzkampf die Nase vorn zu haben.
Der Faschismus war und ist das Mittel, um mit der Aushöhlung der sozialen und Arbeitsrechte hier voranzukommen und mit der Stigmatisierung eines arbeitsscheuen und schmarotzenden Lumpenproletariats ein Feindbild zur Spaltung der Menschen in diesem Lande zu schaffen.
Und Koch möchte mit seinen Vorstößen die Menschen spalten und mobilisiert mit seinen gezielten Manövern den dümmsten Teil, den er in den Kampf gegen die Rechte der abhängig Beschäftigten und um den schrankenlosen Zugriff auf ihre Solidarkassen schicken will.
Er schafft damit zugleich ein gesellschaftliches Klima, in dem der Faschismus gedeiht und nimmt dies billigend in Kauf.