HessiP schrieb:Hi Pedro,
der Protest bestand ja nicht nur aus Clownereien und Vandalismus. Es geht leider weitgehend unter, dass es ein freies Bildungsangebot gab (und im Moment auch weiterhin gibt); angeboten von Studenten und vielen Profs und Dozenten.
Es sind circa 70 Workshops zu verschiedenen bildungspolitischen und universitären Themen, ne Liste gibts leider nicht im Internet udn ich habe keine Zeit diese jetzt abzutippen.
Ich zumindest finde das ANgebot sehr überzeugend. Interessante Themen, gute Dozenten. Ortmeyer, Busch, Martin, Sablowksi...und viele mehr.
Davon bin ich auch überzeugt. Das ist auch OK, weil ihr euch selbst praktisch die Freiheiten nehmt, die euch vorenthalten werden.
Das allein ist aber nicht das
primäre politische Ziel. Dieses besteht in der
Forderung nach "entökonomisierung" der Bildung
gegen den Staat.
Aber die hieru notwendige politische Führung habt ihr offenbar an Opportunisten aus der Hand gegeben, d.h. Entscheidung über die Aktionen zur Verfolgung der Ziele.
Diese Ziele kann man nicht allein dadurch verfolgen, sich in trauten Runden eine Art "Gegen-Uni" zu schaffen und dort interessanten Vorträgen zu lauschen und Öko-Socken zu stricken.
Auf solchen Veranstaltungen muß man sich vielmehr und vor allem über geeignete Kampfmaßnahmen einigen und diese vorbereiten und darüber diskutieren und abstimmen, welche Vorschläge umgesetzt werden, weil sie die praktisch Tauglichsten für das angestrebte Ziel sind.
Diese Ziele muß man sich
gegen den Staat erkämpfen, dessen an den Bedürfnissen des Kapitals orientierte Abschlüsse, Curricula, Prüfungsordnungen, das Hochschulrahmengesetz usw zu Fall zu bringen sind.
Denn das sind die Zwangsjacken, in die ihr gesteckt werdet, um in den Nürnberger Trichter zu passen.
Dazu muß man auf die Straßen und in die Stadt demonstrieren, die Menschen darüber aufklären und sie für die Unterstützung dieser Ziele gewinnen.
Also
nicht gegen "Polizeiterror" des Uni-Präsi und das Verbot des Wändebeschmierens oder die Räumung, sondern
für die
Ziele des Streiks und der Besetzung muß man demonstrieren und nicht nur in Workshops versacken.