jj.moerfelden schrieb:Jetzt will ich aber auch " gehessich" sein,
Es ist schon verwunderlich das die die in den 80 er Jahren noch alle "Startbahn 18 West Gegner" Kriminalisiert haben und mit dummen Sprüchen wie " dann zieht doch weg" jetzt auf ihrem Lerchesberg oder sonstwo in der neuen Einflugschneise wohnen und sich jetzt jeden Montag im Terminal des Flughafens lautstark darüber beschweren das jetzt das was andere Gemeinden seit Jahrzehnten mitmachen müssen auch bei ihnen im Vorgarten angekommen ist. Da ist scheinbar das St. Florians pinzip nicht so ganz aufgegangen, und ich kann und will auch nicht diese Menschen bemitleiden die sich jetzt ständig via Fernsehberichten beschweren das eben genau das eingetretten ist was uns schon seit Jahren so um die Ohren schwiert.
Ich weiss das war jetzt " gehessich" , aber nachdem der Mainzer Sender wieder mal auf die Tränendrüse in dieser angelegenheit gedrückt hat musste es einfach raus.!
Weißte, ich hab einen Großteil meiner Jugend in den 80ern im Startbahnwald zugebracht, ich kann da auch was verstehen in der Gehessichkeit, teilweise geht es mir ja auch so.
Andererseits will es der Zufall das ich mittlerweile in Sachsenhausen wohne und von der neuen Bahn direkt betroffen bin. Und nein, ich wohn nicht auf dem Lerchesberg, sondern nur am Fuße in und hab auch keine Bürgervilla sondern ne einfache Mietwohnung in einem 08/15-Haus, wie ganz viele andere Menschen hier rund herum auch. wenn man hier das Fenster aufmacht hat man jetzt wunderbaren Dauerlärm. Der ist halt nicht ganz so krass übel wie direkt da oben aber es graut einem schon jetzt vor den wärmeren Tagen oder davor das die Nachtflugbeschränkung wieder aufgehoben wird.
Und in der momentanen Berichterstattung wird meines Erachtens viel zu viel der Fokus auf die paar Hanseln da oben auf dem Berg in ihren häßlichen Bungalows gelegt. Das ist nur ein ganz geringer Teil der neu Betroffenen und allzu viel Menschen wohnen dort auch nicht. Aber die eignen sich halt ganz gut um da ein bischen die Gehässigkeit zu forcieren und auch den Widerstand gegen Fluglärm zu spalten, und da fallen auch leider zu viele drauf rein.
Der Mensch aus dem sozialen Wohnungsbau unten an der Ziegelhüttenstrasse wird genauso geschädigt wie der in der Villa, nur mit dem Unterschied das die oben sogar noch Anspruch auf Schallschutz oder Ausgleich haben und gezeigt werden, während der Rest nicht gezeigt wird und auch keine neuen Fenster von seiner Wohnungsbaugesellschaft erhalten wird. Höchstens eine Mieterhöhung, weil man ja nach dem neuen Mietspiegel in einer "gehobenen Wohnlage" wohnt.
Mein Mitleid mit den Villenbesitzern hält sich wie gesagt in Grenzen, die haben die Ausbauparteien größtenteils auch gewählt, aber gönnen tu ich Lärmterror trotzdem niemand.