Ohh - gute Nachrichten!
Veh bleibt.
Ein Trainer, der sich den Stress auf der Bank nach dem Chaos beim HSV garnicht mehr antun wollte.
Ein Trainer, bei dem ich mich vor einem Jahr gefragt habe, "warum tut er sich nun ausgerechnet die SGE an: Aufstiegspflicht - da kannst du doch nur verlieren?!"
Zwei Dinge freuen mich besonders:
Mein Eindruck: Veh will nicht einfach nur "Trainer sein", sondern vehement (Achtung: versteckter Wortwitz) ein sich selbst gesetztes Ziel erreichen - das unterscheidet ihn deutlich von Skibbe und auch Funkel, die ich mehr als "Verwalter des Bestehenden" gesehen habe.
Nach meinem Empfinden ist es Vehs Zielsetzung, mit der Eintracht im nächsten Jahr international zu spielen.
Das wird er sicherlich nicht öffentlich sagen und es setzt natürlich voraus, das die Dinge drumherum optimal laufen. Dieses für ihn selbst formulierte Ziel erklärt sein Zögern bis zur Vertragsverlängerung - erst nachdem er Herri und den Aufsichtrat "in die Spur" gebracht hat, sieht er die Chance sein Ziel zu erreichen und bleibt.
Das zweite, was mich freut, ist Vehs besonderer Charakter:
Immer "verschmitzt", meist mit feiner Ironie und nur selten polternd und zynisch, unterscheidet er sich von vielen seiner eher streberhaften Berufskollegen.
Einen Coup, wie die "Methode Frankfurt", derart geschickt zu lancieren, traue ich nur ganz wenigen Trainern zu.
Für die öffentliche Wahrnehmung des Erstligavereins Eintracht Frankfurt und seiner Fans ist eine solch coole Socke als Trainer enorm wichtig. Veh ist auch in der ersten Liga eine Marke, die das Potential zu Schlagzeilen jenseits von "grauer Maus" und "Randalemeister" hat.
Also Armin - leg los:
Zu was sollten Hessen fähig sein, wenn du sogar mit Schwaben Meister werden kannst?