Die Aufstiegsfeier und deren wie auch immer geartete Nachwehen haben das gut geölte lustige Blogschaumaschinchen ins Stocken gebracht. Wollen wir doch mal sehen, ob wir das Getriebe wieder in Gang bringen…ächz…uff…töfftöff…here we go… (gebt es ruhig zu, dass ihr schon händeringend darauf gewartet habt

):
Rund um
Er liebt Sebi Jung, Seppl Rode und Sonny Kittel. Franco Lionti, Igor, Pirmin - das sind alles verdammt feine Kerle. Am Sonntag hatten wir einmal mehr eine geile Choreo und nächstes Jahr werden wir - (zutreffendes bitte ankreuzen)
0 einmal mehr
0 endlich mal wieder
0 haben wir doch längst
- eine geile Mannschaft haben. Und so war es nur folgerichtig, dass gestern Vollzug gemeldet wurde: Er bleibt. Hurra, er bleibt. Immerhin wissen wir jetzt, warum am Sonntag die Feier am Römer stattfindet. Dort können wir so richtig ausgelassen die Vertragsunterzeichnung von Armin Veh und die goldene Zukunft von Eintracht Frankfurt bejubeln. Einziger Wermutstropfen für mich: Schade, dass der Hessische Rundfunk nicht auch schon bei der Vertragsunterzeichnung live dabei war. Ein in Aufstiegsshirts gekleideter Chor hätte den feierlichen Akt stimmlich untermalen können, z.B. mit Rufen wie „Trainer, wir danken dir“ und „Armin, erleuchte uns“. (Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen: Ich freu mich auch, dass er bleibt. Echt!)
Auch das „Rennen rund um den Finanzplatz Eschborn und Frankfurt“, das am 1. Mai rund um den Finanzplatz Eschborn und Frankfurt ausgetragen wurde, hat mich in den letzten Tagen beschäftigt. Bei diesem Rennen handelt es sich um einen Klassiker, der jetzt bereits zum 51. Mal ausgetragen wurde und wenn wir es nicht schon vorher wussten, haben wir jetzt gelernt: Namen sind wohl doch kein Schall und Rauch. Vor dem Hintergrund des ewigen Radrennklassikers könnte man eigentlich auch dazu übergehen, die im kommenden Jahr am Finanzplatz Frankfurt anstehenden Bundesligaspielpaarungen auf neue Art und Weise anzukündigen. Wie wäre es z.B. mit:
"Mannschaft, die ihre Spiele in der Commerzbank-Arena austrägt" gegen "Mannschaft, die aus der Stadt kommt, in der die Easy Credit-Arena steht"
Oder:
"Mannschaft, die von dem Chemiekonzern Bayer betrieben wird" gegen "Mannschaft, die von einem großen russischen Gasanbieter unterstützt wird"
Mir gefällt so was.
Jetzt aber endlich bloggeschaut .
Aktuelles
Blog G
http://www.blog-g.de/gestern.html
Gestern
Was war gestern? Richtig! Und genau darum geht es bei Stefan:
„Überraschend kam die Entscheidung nicht — als Überraschung kann man lediglich die Vertragslaufzeit ansehen. Veh sprach selbst davon, dass man jetzt, nachdem die Sache mit dem Abstieg repariert worden war, innerhalb von zwei, drei Jahren in Frankfurt eine Mannschaft mit Perspektive aufbauen müsse. Dass man dem Fußballlehrer nun erst mal ein Jahr “auf Probe” gewährt, ist durchaus sinnvoll. Der Aufstieg mit dem Kader der noch immer laufenden Saison war, so schwer die Bedingungen sich Anfangs auch darstellten, eine Kleinigkeit gegen das, was in der kommenden Spielzeit auf die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt zukommen dürfte.“
Stefan vermutet, dass der Ein-Jahres-Deal für beide Seiten von Vorteil ist. HB kann
„erst einmal genau prüfen, ob Armin Veh auch mit diesen völlig neuen Anforderungen zurecht kommt.“ Und der Trainer wird
„in einem Jahr wissen, ob der Dinosaurier vom Main tatsächlich in der Lage und Willens ist, die dringend notwendigen Veränderungen in der Struktur des Clubs vorzunehmen, die bei den Verhandlungen Teil des Deals gewesen sein dürften.“
Eintracht-Inside
http://eintrachtinside.wordpress.com/201...-revolution/
Wider der Revolution
Um die Verlängerung mit Armin Veh geht es auch bei Björn, der in dem Ein-Jahres-Vertrag eine
„Reminiszenz an die erfolgreichste Eintracht-Mannschaft der vergangenen 20 Jahre unter Friedhelm Funkel“. Parallelen zwischen Funkel und Veh sieht Björn auch darin, dass
„sie sich nicht von irgendwelchen Dahergelaufenen erzählen, dass sich der Fußball geändert habe. Eine Doppel-Sechs war nicht neu als Bundestrainer Joachim Löw diese Formation zur fussballerischen Revolution ausrief und vermarktete, einen Matchplan hatte jeder Trainer bereits im 19. Jahrhundert , somit Generationen vor Thomas Tuchel, und Systeme mit einer Spitze spielten viele Italiener – und viel mehr Teams – schon vor Jahrzehnten, obwohl in Fan-Foren bis heute das Wort Spielmacher kursiert.“
Heißt: Wir brauchen keinen
„jungen, hungrigen Trainer“, auch wenn die offensichtlich dazu da sind, eine
„Sehnsucht der Öffentlichkeit nach Neuem zu bedienen.“
An Veh gefällt Björn, dass er sich nichts vormachen lässt, wenn das Spiel
„kompliziert gedichtet“ wird.
„Wer auf einem Touchscreen ein Dreieck zwischen Stürmer und drei zu weit entfernt stehenden Abwehrspielern malen und den Satz “die stehen zu weit weg” geradeaus sprechen kann, wird so schnell zum Experten.“ Anders Veh, bei dem wir sicher sein können, dass wir uns nicht über
„unqualifziertes Gebabbel irgendeines (Skibbe gleichen) Lullis aufregen“ müssen.“
Armin Veh wird
„dazu beitragen, dass Eintracht Frankfurt mittelfrisitg wieder dorthin kommt, wo es hingehört: Ins Mittelfeld der ersten Fußballbundesliga. Nicht mehr, nicht weniger.“
Und als Nachklapp noch ein paar Einträge zur Aufarbeitung des sonntäglichen Feier-Tages:
Blog G
http://www.blog-g.de/verloren-natuerlich.html#more-2249
Verloren, natürlich
Stefan ging es am Montag nicht so gut. Er ärgert sich über Niederlagen, auch wenn sie
„egal“ sind und so hatte Stefan
„ganz persönlich wenig Freude an der Siegesfeier." Die Szenen unmittelbar nach dem Ende der Partie erinnerten zudem an Szenen die genau vor einem Jahr am gleichen Ort aus anderem Anlass zu sehen waren.
„Ja, zurück im Oberhaus. Ja, Delle ausgebeult. Ja, wunderschöne Choreo vor dem Spiel. Ja, Feier danach.“ Kurz nachdem
„Schildenfeld lustig einen Feuerlöscher entlud“ hat Stefan seine Sachen gepackt und hat die Aufstiegsmannschaft
„in aller Stille“ verlassen.
Staycold hat (
xxxNachschubxxx) am Sonntag zunächst am Hauptbahnhof gefrühstückt und festgestellt, dass
“herbes Bier zum Einstieg nicht der Bringer” ist. Er hat sich über Stadionbesucher in Thor-Steinar-Shirts geärgert, sich über Getränkegutscheine gefreut und die erste Viertelstunde des Spiels unter der Blogfahne verbracht, bevor er zur Kenntnis nehmen konnte, dass Caio auf dem Platz steht, dem er sein Abschiedsspiel gönnt. Er beboachtet das fröhliche Platzstürmen so lange bis neben ihm ein paar Sitzschalen durch die Gegend fliegen.
Bei
rotundschwarz fliegen zwar keine Sitzschalen, aber es wirbeln Gedanken und Eindrücke und werden zu
„Aufstiegsfeier Tag- und Nachtgedanken“, die von der Abfahrt ins Stadion
(„Heute ist alles anders: Kein rituelles Anlegen der immergleichen Glücksbringerklamotten vor dem Spiel (die sind jetzt endgültig in der Wäsche), kein – wie bei uns leider häufig übliches – Zuspätkommen.“) übers Johnny Cash-beschallte GD rund ums Stadion, in den für die Choreo präparierten Block zurück zu meinem ersten Besuch im Waldstadion und wieder zum Spiel (
„So viel kann als sicher gelten – das Spiel findet statt.“) führt, schließlich zu den Minuten nach dem Spiel, an denen das Ding fast kippt, dann doch eigentlich nichts passiert ist und ich mich trotzdem betrogen fühle. Bunt, laut und lustig geht es weiter zur Waldtribüne zu Beve, Frauke und Caser Nova. Zu Alex Meier, Fußballgott, dem Sekt verspritzenden Mo, zu Eurobbabogaal und Bruno, der die Haare schön hat. Schließlich zu Bratwurst Walter und nach Hause. Zum Aufstiegskater am Tag danach, in die Äcker des rheinhessischen Hinterlands und die Hoffnungen auf das, was kommt.
Die
Waldtribüne ist übrigens an diesem Spieltag zum
"Liebling des Tages" gewählt worden – noch vor Armin Veh und vor Alex Meier. (Das freut mich um so mehr, weil es vielleicht auch ein kleiner Ausgleich für die Shice ist, die
Beve sich nach der Feier vereinzelt anhören musste). Wir sind mehr!
Apropos hören:
Auch im aktuellen
Eintracht-Podcast (79) geht es um die
Aufstiegsfeier. René, Marvin und Jesus schwätzen über Choreo, Stimmung, Feiern im und ums Stadion (wobei mir – tschuldigung – die ein oder andere Anmerkung merkwürdig weit weg von allem vorkommt), aber auch um die Perspektiven für die kommende Saison, um Veh, Helmes, Podolski , Korkmaz, Caio – und um das Spiel gegen den KSC und die Feier vor dem Römer.