DonBollo schrieb:Chaos-Adler schrieb:AllaisBack schrieb:adlerkadabra schrieb:Fährmann klingt für mich wie jemand, der als Torwart zwar sehr begabt, aber von Hause aus nicht sehr dominant, nicht torwartspezifisch "durchgeknallt" genug ist und den man jetzt versucht hat, von der Notwendigkeit solcher Eigenschaften zu überzeugen.
Weiß nicht, das mit dem torwartspezifischen und dem "durchgeknallt" sein halte ich mittlerweile für überholt und schon etwas klischeehaft und gehört wohl noch in die TW-Generation Schumacher,Stein,Kahn und Lehmann.
Schaut man sich die neue TW-Generation an, ist diese doch eher von jungen, ruhigen, sachlichen Vertretern ihrer Zunft bestimmt (Adler, Neuer).
Ja auch unser Oka war nie ein "Durchgeknallter" und doch hat er es auf 200 Erstligaspiele gebracht!
Ein guter Torwart darf schon einen an der Waffel haben, muss mMn auch Dominanz ausstrahlen. Deutschlands besten Torhüter waren nicht umsonst ein wenig ballaballa. Sie waren fast alle extrem von sich überzeugt und kannten in ihrer Rolle als TW keine Angst. Ein lauter Keper weckt zudem auch mal schlafende Abwehrreihen auf. Solche Typen sind nie überholt. Es gibt sie z.Zt. halt mal nicht. Finde ich ehrlich gesagt ein bisschen schade.
Oka ist als Beispiel für einen Klasse ruhigen TW nicht das beste Beispiel, trotz seiner vielen Einsätze. Menschlich sympatisch aber als Keeper war er so gut wie immer umstritten.
Auch wenn er hier nicht gerade beliebt ist, aber Wiese ist schon einer dieser durchgeknallten und auch noch jungen Torhüter!
Tja und Wiese kam an Reinke erst vorbei, als der kaputt war.
Und ein charakterlicher Feuerwerkskörper war Reinke auch nicht.
Auch ein Butt fällt wohl nicht in die Kategorie. Köpke ar auch eher ein stiller Vertreter der Zunft. Bodo Illgner's Fackel war auch nicht permanent am hochglühen.
Da werden wieder Schubladen aufgemacht, in die sowieso nix reinpasst.
Lehmann und Kahn waren zB auf eine ganz andere Art durchgeknallt.
Ein Stein wieder ganz anders und nur weil Wiese sein Frausein unterdrückt und deswegen unter Dampf steht, brauch ich das nicht zwingenderweise.
Dieses Durchgeknallt ist halt für den Fan deutlich zu sehen, deswegen sprechen dieser Eigenschaft Menschen bessere Ergebnisse zu.
Ist wie der Torwart, der anstatt nen Ball einfach zu fangen, erstmal einen 450 Grad Sprung hinlegt, den Ball dann fängt und 7,5 Meter durch den Strafraum rollt, der ist in keinster Weise besser, als der, der einfach nen Schritt macht, stehenbleibt und den Ball fängt.
Aber der Zuschauer sieht die "tolle Parade" und denkt sich "was ein Teufelskerl". Die Medien wiederholen das 78 Mal, während das normale Fangen nicht mal nen Spielausschnitt bekommt.
Ganz ehrlich, ich brauch keinen Keeper, der Stürmrn die Ohren abbeisst, eben mal hinter der Bande uriniert oder mit voller Absicht einem Stürmer die Beine bricht oder die Nase zerbröselt.
Ein van der Saar, ein Schmeichel, ein Peter Shilton, ein Neuer, ein Adler, ein Reck (von seinen Patzern mal abgesehen), ein Butt, ein Benaglio ein (insert locker 2 Dutzend Weltklasse bzw. hohen BL Ansprüchen genügende Keeper) sind nicht in dieses von Kahn so gerne propagierte Verhaltensmuster zu pressen.
Der hat damit immer nur seine eigene Scheiße rechtfertigen wollen.
Er mag sowas gebraucht haben, aber hier wie in allen Sportarten passt doch dasselbe Schema nicht für jeden.
Ein Maradona hatte ne Klatsche, ein messi ist ein eher Ruhiger.
Ein Beckham ist ne Diva, ein Müller eher bodenständig.
etc. etc. etc.
Für mich ist das blödsinniger Mentalitätsrassismus.