Jo-Gi schrieb:Ehrlichgesagt kann ich mir schwer vorstellen, dass Schalke einen Spieler, der den Verein dank einer Vertragsauflösung verlässt, auch noch weiter durchfüttert.
Wenn ein Arbeitnehmer (nennen wir ihn HA) noch 6 Monate Vertag hat bei einem Arbeitgeber (nennen wir ihn S04), aber S04 möchte HA lieber heute als morgen los werden, dann ist vielleicht S04 bereit, dem HA noch 1, 2 oder sogar 3 Monatsgehälter für eine vorzeitige sofortige Vertragsauflösung zu zahlen. Anschließend unterschreibt HA einen neuen Vertrag für den Rest der Saison bei einem anderen Arbeitgeber (nennen wir ihn EF). EF zahlt deutlich weniger. Aber der Berater von HA, der die 1, 2 oder 3 Monatsgehälter von S04 rausgehandelt hat, wird ihm erzählen: "guck mal, du verdienst ja in den restlichen 6 Monaten in der Summe genauso viel wie vorher." Und EF kann seinen Fans erzählen, "dass sich S04 am Gehalt beteiligt". Was natürlich objektiv Unsinn ist, wenn vorher ein Auslösungsvertrag für den alten Arbeitsvertrag bei S04 unterschrieben wurde, aber egal, im Endeffekt ist's ja auch nicht völlig verkehrt.
Und HA muss dann zusehen, dass er entweder jemand findet, der ihm genauso viel zahlt wie S04 -- oder er wird einen neuen Arbeitsvertrag bei EF unterschreiben, nachdem er eingesehen hat, dass sein Marktwert in den letzten drei Jahren eher gesunken als gestiegen ist.