Ein Wort sagt mehr als…: Schduddgard
Mit einem in deren grauselig
Schbrache übersetzten Satz unseres Trainers könnte eigentlich alles über das nächste Spiel gesagt sein:
“Dr Schbadz in dr Hand isch mir allemol liabr als d Taub auf dem Dach, zumol s oi ziemlich diggr Schbadz isch.“ Obwohl? Nee, nix! Dr digg Schbadz solls sein!
In Schduddgard, da wo die behelmten Hosting-Schützer (zertifiziert) zur
Fantrennung immer den schwarzen Sichtschutz aufhängen tun, damit die fleißigen schwäbischen Fußballanhänger nicht die krasspöhsen Frankfurter Horden sehen müssen. Da wo man offiziell von den Wasen ausgeschlossen und dank Fanbox über die Videowand verhöhnt wird. Da wo doofe Krokodile
Fritzle genannt werden. Da wo wir in der Liga erst 6 Mal gewonnen, aber 24 Mal verloren haben…
Mid Affengebrüll auf Rang 15 – Die Hinrunde
14. Spieltag der Vorsaison, grad mal 2 Pünktchen waren die Fritzles da vor der kränkelnden Eintracht. Tat denen Veh, also gab es Babbel, mit dem sie 14 Siege aus den nächsten 20 Spielen holten und Dritter wurden. Gomez ging und der Keintrainer fabulierte:
“Unsr Zil isch s, in d Chambions League oizuziehe und in dr Liga wiedr obe dabei z soi.“ Lief aber wieder typisch schwäbisch “Wir könne nix, nedd mol Hochdeidsch“:
“Hinde oifache Fehlr und vorne mache mir nix roi“ wehklagte Babbel vor dem Kick gegen die Eintracht. Nur 2 Siege (klar,
einer bei uns) und 11 Punkte bei 13:24 Toren.

Amanatidis zum 2:0 am 22.4.06
Da waren die Fritzleanhänger gar nicht mehr freundlich, Busblockade, Bedrohungen und eine
Beck-Kolumne in der SZ:
“Fußfesseln und Steineschleppen“ wünscht der den
“Chaoten mit ihrem Affengebrüll“, die dafür sorgen, dass sich der
“Leischdungschdrägr Hobb aus Angsch vor dem Mob nemme z Auswärdsschbiele draud.“
Ach ja, Babbel war dann mal wegrotiert. Nicht ohne die Schuld am 1:1 gegen Bochum den Affenbrüllern
in die Schuhe zu schieben. Nur wegen denen wurde er ja
entlassen. Der Ex-Bochumer (
80-82, schoß sogar
1 Tor gegen uns)
Gross kam aus Basel und soll es nun richten, während Lehmann dem Heldt-Horst vorwarf, Vereinspolitik nach der Laune von
“zumeist pubertären Jugendlichen“ zu machen.

Coordes tritt Kraus brutal um.
4:3-Sieg am 10.5.75
Blöd nur, dass er sich im nächsten Spiel wie ein Lehmann benommen hat. Provoziert von dieser blondekligen Tucheltussi kassierte er
Rot, klaute nem Fritzle die
Brille und tuchelte danach auf den Talksofas der Republik. Ohne Lehmann gewannen die gegen Hopps Leischdungschdrägr mit 3:1, Rang 15 hieß es nach 17 Spieltagen (16 Punkte 16:23 Tore).
Plödzlich Drugg endwiggeld – die Rückrunde
Hat ganz schön aufgeräumt in der Winterpause, der Gross. Hitzlperger ging zu Lazio Rom, Bastürk zu den Blackburn Rovers, Magnin nach Zürich, Simak nach Mainz und Elson nach Hannover. Dafür kam Linksverteidiger
Molinaro aus Turin.
Vorbei ist auch die Babbelation, eine
feste Stammformation um Lehmann, Tasci, Träsch, Khedira und Pogrebnjak hat er gebildet.
“Übr d Auße müsse mir künfdich vil mehr Drugg endwiggeln", meint der Gross. Und was ein Elend, es hat geklappt. Rang 2 in der Rückrunde mit 5 Siegen und einer Niederlage (15 Punkte, 16:7 Tore). 19 Punkte aus 8 Spielen hat Gross geholt. Und 20:9 Tore geschossen! Mit Babbel waren es 12 Punkte und 12:21 Tore nach 15 Spieltagen.
Die Heimbilanz ist noch ausgeglichen: 4 Siege (Freiburg, Hoffenheim, Wolfsburg,
Dortmund), 4 Unentschieden, 4 Niederlagen (0:2 Köln (6. Spieltag), 0:2 Bremen (8.), 1:2 Schalke (9.),
1:3 HSV (22.)). Nach dem 4fachen Cacau (spielte, weil Marcia Gelbsperre hatte) bei den
Prinzesschen stehen sie auf Rang 9 mit 31 Punkten. Unter Augenhöhe quasi.
Auf Augenhöhe kickten sie hingegen gegen den katalanischen CL-Sieger des Vorjahres im Achtelfinale.
"Die erschde Hälfde war gud, beim Ausgleich hend mir allerdings nedd gud verdeidigd...[viel Blabla, dann Nebensatz:] jedzd wolle mir am Samschdag ersch mol ge Eindrachd Frankfurd gwinne," grossbabbelt der Gross. Tätschel…
Da hübfd des Fridzle – die Mannschaft
Im Tor ist noch immer
Mad Jens Lehmann (20 Spiele). Die Viererabwehr bilden wohl
Celozzi (15 Spiele, 1 Vorlage) rechts,
Tasci (18 Spiele, 1 Tor, 2 Vorlagen) und
Delpiere (17 Spiele) in der Mitte und der elend schnelle
Molinaro (6 Spiele, 1 Vorlage) auf Links.
Boka (13 Spiele, 2 Vorlagen) hat Schulter, fällt 4 Wochen aus,
Niedermeier (9 Spiele, 1 Tor) ist Ersatz als Innenverteidiger.
1:0 durch Chen Yang nach Vorlage von Heldt! Beim
2:0 am 10.3.00 (Bericht demnächst online)
Davor versuchen sich der
Träsch (19 Spiele, 2 Tore, 2 Vorlagen) und
Khedira (16 Spiele, 1 Tor, 5 Vorlagen) oder
Kuzmanovic (15 Spiele, 2 Tore). Auf den Außenbahnen spielen U19-Mann
Gebhart (18 Spiele, 2 Tore, 1 Vorlage) und der frustrierte
Hleb (20 Spiele, 1 Vorlage), der so oft ausgewechselt wird.
Hilbert (14 Spiele, 2 Tore, 3 Vorlagen) ist Bankdrücker, genau wie
Rudy (11 Spiele).
Den Sturm bildeten eigentlich
Pogrebnyak (20 Spiele, 5 Tore, 3 Vorlagen) und
Marica (15 Spiele 3 Tore, 1 Vorlage). Die Gelbsperre von Marcia nutzte
Cacau (15 Spiele, 6 Tore davon 4 gegen Köln, 1 Vorlage) aber hüstel ganz ordentlich, erzielte auch gegen die Katalanen 1 Tor.
Schieber (15 Spiele, 3 Tore, 2 Vorlagen) ist Ersatzmann.
Fazit: Die Fritzles vom Dach hauen. Und zwar Frangfodderisch!
Könnt ja sein, dass es am
Stadionumbau liegt. Aber wenn die Stimmung bei den Fritzles nach dem Spiel so ist, wie ausgerechnet Bazi-Nerlinger sie beschreibt:
" Das ähnelt ja momentan eher dem Zentralfriedhof in Chicago", dann, ja dann bin ich so richtig zufrieden...

Meier zum 1:1 kurz vor Schluss am 23.9.06
...mit der Taube vom Dach, die dem Krokofritzle zuvor kräftig auf die bleede rote Kapp geheidelt hat.
Wie mit dem ollen Anzug vom Trainer. Der Dank an Frank wie vor dem Zeckenspiel:
(Diesmal war es schwer mit Sieges-Bildern und Siegesberichten aus Franks wunderbarem eintracht-archiv. Aber demnächst kommen welche dazu! Dank au dem Übersedzr da)