FAZ Rhein-Main-Zeitung
Takahara will gehen, Fenin kommt - bleibt er auch?
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"Es ist noch nichts unterschrieben, und deshalb gibt es keine Sicherheit", sagte Heribert Bruchhagen am Sonntag. Aber auch der Vorstandsvorsitzende der Eintracht bestätigt, dass er sowohl mit dem Spieler über dessen Vertrag - vermutlich über viereinhalb Jahre - als auch mit dem abgebenden Verein über die Ablösesumme Einigung erzielt habe. Was fehlt, sind die Unterschriften unter diese Verträge.
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Doch Bruchhagen mahnt, "dass ich erfahren genug bin, um zu wissen, dass immer noch etwas schiefgehen kann".
Das öffentlich gewordene Interesse der Eintracht habe die Verhandlungen durchaus erschwert, gibt Bruchhagen zu bedenken. Er führt Transfergespräche lieber im Verborgenen. "Aber die Gespräche wurden von tschechischer Seite in die Öffentlichkeit getragen, um einen Marktwert für den Spieler herzustellen", sagt der Eintracht-Chef - und will den Verhandlungspartnern deshalb gar nicht einmal böse sein. Dies gehöre zum Geschäft. Der größte Trumpf der Eintracht im Poker um das große tschechische Stürmertalent ist der Spieler selbst. Denn Martin Fenin will zur Eintracht, was er nicht nur gegenüber Bruchhagen, sondern auch in Interviews mit tschechischen Zeitungen kundgetan hat.
Fenin imponiert die Hartnäckigkeit der Frankfurter, die ihn schon im Sommer verpflichten wollten. Damals scheiterte der Transfer in letzter Sekunde am Geld, diesmal soll das nicht passieren. Die Eintracht ist bereit, mehr als drei Millionen Euro einzusetzen, um sich die Dienste des Spielers zu sichern. Bruchhagen, Berater Bernd Hölzenbein und Trainer Friedhelm Funkel bezeichnen Fenin als "schnell, wendig und torgefährlich". Allen gemeinsam ist der Hinweis darauf, dass Fenin auf Grund seines Alters noch nicht ausgereift sei, sondern noch immer den Status eines Talentes habe.
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Ob es weitere Abgänge in der Winterpause geben wird, bleibt offen. Wechselkandidaten sind Michael Thurk und Naohiro Takahara. Der 31 Jahre alte Thurk, dem laut Aussage seines Beraters Klaus Gerster eine Anfrage vom MSV Duisburg vorliegt, will in einem persönlichen Gespräch mit Trainer Friedhelm Funkel seine Perspektiven ausloten und danach entscheiden, ob er zu einem Wechsel bereit wäre. Takaharas Berater Thomas Kroth hat die Eintracht informiert, dass sein Klient mit dem Verlauf der Vorrunde unzufrieden sei und deshalb gerne nach Japan zurückkehren würde. "Doch die Bundesliga ist kein Wunschkonzert", sagt Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen, die Eintracht denke nicht daran, den Spieler abzugeben. Takaharas Vertrag läuft bis zum Juni 2009, beinhaltet aber eine Ausstiegsklausel mit einer festgeschriebenen Ablösesumme im Sommer 2008. Gerüchte besagen, der 28 Jahre alte Takahara habe vor dem Antritt des Winterurlaubs seinen Spind in der Kabine komplett ausgeräumt und damit seinen Abschied vorbereitet.